Wieder ein bisschen wandern
Tbd

Veröffentlicht: 25.07.2026
Unweit von Horta entstand an der Westküste Faials vor ca. 70 Jahren das letzte Stückchen Neuland auf den Azoren durch einen großen Vulkanausbruch. Zahlreiche Familien verloren ihr Hab und Gut und einige wanderten sogar in die USA aus. Noch heute erinnert die Gegend an eine karge Vulkanlandschaft, obwohl schon erste Anzeichen von Vegetation zu finden sind. Genauso interessant wie die Landschaft selbst ist das moderne unterirdische Museum über Vukanologie und allgemein über die Geologie der Inseln.
Zurück am Hafen von Horta. Hier haben sich Weltenbummler und Lebenskünstler mit kleinen Kunstwerken am Hafen verewigt. Es gibt hunderte davon. Die Kinder haben gleich eine kleine Statistik aufgestellt, nach der die meisten verewigten Segler aus Skandinavien und der Schweiz kommen. Österreich war 4x vertreten - eher weiter hinten.
Die Restaurants sind aufgrund der Segler abends immer gut besucht und es kann schon mal sein, dass man sich vor so manch begehrtem Lokal anstellen muss. Das Essen ist aber verdammt gut und die Preise niedrig. Vier Fisch- oder Fleischgerichte mit Vor- und Nachspeise, dazu ein Liter Wein um ca. €100 hebt die Stimmung gleich noch einmal 😀.
Bevor es weiter nach Pico geht, verbrachten wir den Abend am wunderschönen Strand von Horta.
Apropos Stimmung: unser Taxifahrer hat gemeint, dass dieses Jahr touristisch ziemlich wenig los sei - nach einem sehr starken letztem Jahr. Das merkt man auf allen Inseln (außer vielleicht São Miguel) - man ist bald mal alleine auf Wanderwegen oder Straßen.
PS: Viele Einwohner der Azoren lebten bis vor 40 Jahren noch vom Walfang. Überbleibsel von Schlachtbetrieben sieht man vor allem noch auf Faial und Pico.
