Tag 2
Tag zwei in Kuala Lumpur ... oder KL wie die Profis sagen. Und Profis sind wir mittlerweile auch, denn wir kennen die Wege, um zu den Batu Caves zu gelangen sehr gut ( wir...

Veröffentlicht: 16.07.2019








































Ich bin Stressesserin und zieh mir die für die Fahrt gekauften Chips und Schoko schon mal rein. Zucker und Fett sollen ja beruhigen: ABER: uns wird ein Automatikauto versprochen, super. Und wie in den Bahnen auch hier der Hinweis: die Durianfrucht - wir erinnern uns die Frucht, die wie eine Mischung aus Tilsiter und Babykot riecht- ist hier drin verboten.
Den Weg zu Europcar haben wir mit dem Taxi (Grab) beschritten, lang haben wir überlegt , ob wir uns den Luxus gönnen, aber Dania stellt fest: „1,08 Euro (durch 3) für eine Fahrt ? Das kann man schon mal machen.“
Nach gründlicher Inspektion beginnen wir die Fahrt mit unserem Honda. Er schnurrt und fährt sich wirklich gut. Leider regnet es ununterbrochen und die malaysischen Verkehrsregeln sind mir noch immer nicht ganz klar. Warum fährt man bei rot und wird angehupt, wenn man sich schwertut es den Malaysiern gleich zu tun?! Und warum ist ohne Licht fahren trotz Dunkelheit und Regen offensichtlich ein Volkssport?! Und wie unser Reiseführerbuch schon sagte: ein Ausländer gibt sich dadurch zu erkennen, dass er blinkt... ergo: die malaysischen Fahrer blinken nie. Irritierend... ich weiß nie, was der Fahrer vor mir als nächstes tun wird. Es heißt also: stets achtsam sein, oder vorsichtig. Vorsicht heißt hier übrigens: AWAS. Das Schild begegnet uns alle 3 Meter. Es wird zum Runningag... ca 2 Stunden lang, bis Michi fragt: „Was bedeutet eigentlich AWAS ? Stand das Schild hier irgendwo?“😂😂
Insgesamt gab es wenig Grund für AWAS. Die Straßen sind überraschend gut und wir erreichen unser Guesthouse im ältesten Regenwald der Welt pünktlich kurz vor Sonnenuntergang. Wie schön es hier ist, lässt sich aufgrund der Dunkelheit nur erahnen.
Am nächsten morgen aber zeigt sich das Balai Serama (https://seramaholiday.com/) in seiner gesamten Schönheit- „wooow, ist das schön“. Die niederländische Besitzerin und ich malayischen Mann begrüßen uns mit einem Frühstück bevor sie uns Tipps geben, welche der von uns rausgesuchten Routen durch den Regenwald machbar sind und von welchen wir lieber Abstand halten sollten. Dann geht’s in den nächsten Ort, von wo man per Böötchen aus zum Wald übersetzt.
Und los geht die Wanderung- Berg auf, Berg ab, mit Hilfe von Seilen die Berge hoch, und ab und an unsicher, ob das noch der richtige Weg ist. Wenn off-road auch richtig ist, dann war er es definitiv. Ich dachte, ich hätte in KL und Singapur geschwitzt... aber das war nichts im Vergleich zum Wasserverlust, der sich bei jeder von uns hier im Regenwald breit macht. Bukit Teresek erreichen wir nach 3h, ein schönes Gefühl, eine Wahnsinnsaussicht.
Leider machen sich bei mir die ersten Kopfschmerzen breit... Sätze wie : „Kommt, der Weg sieht guter aus!“ verwundern dann nicht mehr.
Es geht bergab und wieder auf der Landseite angekommen genehmigen wir uns erstmal eine Cola auf einem der schwimmenden Restaurants. Der Besitzer hat die fabelhafte Idee uns - oder besser Dania, die die Frucht noch nie gegessen hat - Durian anzubieten. „Hmm, nussig, lecker“ höre ich sie sagen. Was ist da los?! Hab ich mir den Babykot- Käse- Geschmack nur eingebildet?! Aber dann passiert es: er erklärt uns, dass diese Durian noch unreif war, daher der Geschmack. Die richtige, reife Durian - die Dania dann auch noch probiert- treibt ihr fast die Tränen ins Auge vor Ekel. Der Geschmack ist so intensiv, dass ihr schlecht ist, bis sie ihre Zähne zum x-ten Mal putzt. Wir hängen durch. Mir geht es auch zunehmend schlechter, die Migräne wird stärker und irgendwas stimmt mit meinem Magen nicht. Und da endet der Tag und die Abenteuer im Regenwald für mich. Es geht in die Klinik, Medikamente werden verschrieben und ich versuche langsam auf die Beine zu kommen. Die beiden Mitreisenden sind am folgenden Tag bis zum frühen Nachmittag unterwegs, wollen aber am folgenden Tag bei mir sein, falls keine Besserung eintritt. Sehr süß!
Denn so oder so: am 18. Juli muss ich wieder fit sein, da geht die Reise weiter!