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Die Reise in den Sand...

Veröffentlicht: 24.03.2026

Weg ins Nichts – Wenn das Land sein Gesicht verändert

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Eindrücke, die heute auf uns eingeprasselt sind, lassen sich kaum in Worte fassen. Wenn man dieses Land mit dem eigenen Fahrzeug durchquert, bekommt man eine Perspektive, die kein Reisekatalog der Welt bieten kann. Es ist, als würde man durch die Zeit reisen.

Am Abend noch das erste völlig skurrile Erlebnis: Auf der Autobahn, stockdunkel, Regenschleier, standen sie plötzlich da – vier Verkehrspolizisten. Palavern die da,  tauschen die neue Erlebnisse aus? 

Kontraste, die sich einbrennen

Die Fahrt durch das Landesinnere ist ein einziger Rausch an Bildern. Die Straßenzustände wechseln so schnell wie die Kulisse. Auf der einen Seite siehst du wunderschöne, prachtvolle Häuser, und direkt daneben verlassene Ruinen und verfallene Hütten. Porsche und alte verrostete Pickups. Mofas mit riesen Säcken beladen.

Gefühlte 200km lang nur Olivenhaine neben der Autobahn. Die Jungs an der Mautstation die aufgeblasene Flugzeuge ohne Flügel verkaufen. Die ersten 350km sind flach und grün. 

Und dann, fast unmerklich, beginnt die Verwandlung. Erst werden die Olivenbäume seltener. Das Grün weicht einem staubigen Beige. Die Häuser werden kleiner, die Hütten spärlicher. Der Sand schleicht sich erst vorsichtig an den Straßenrand und übernimmt die Farbgebung. Irgendwann ist es dann nur noch Beige-braun. Während es anfangs noch regnet kommt dann die Summe raus und es wird warm, aber der Wind kühlt noch.

Wir halten in einer Kleinstadt um etwas zu essen, gegenüber an der Kreuzung stehen zwei Polizisten mit Sturmgewehren, Verkehrskontrolle oder so. In Tunesien herrscht übrigens seit über zehn Jahren Ausnahmezustand! Das Sandwich/Teigrolle schmeckt super! Dann noch Wasser kaufen, und zur Tankstelle. Der Tankwart mit der Eunuchen Stimme erkennt Michel vom letzten Mal und freut sich...

Dann geht es in die Berge, kurvige Straßen, Bergdörfer, simple Häuser, Esel stehen im Garten.

Häuser, die  in den Fels geschlagen sind – man sieht förmlich, wie die Menschen sich ihren Lebensraum der Natur abgetrotzt haben.

Das Tor zur Unendlichkeit: Der Beginn der Wüste

Und plötzlich ist er da: Der Moment, in dem die Wüste übernimmt. Es ist faszinierend.

Wind, der immer wärmer wird, und du begreifst langsam: Wir sind jetzt wirklich da, das Auto vor uns zieht eine Sandfahne hinterher, kleine Dünen Zungen lecken die Straße, zwei Dromedare kreuzen urplötzlich mitten im nichts. 

Dann die Ankunft in Ksar-Ghilane, eine Oase am einer warmen Quelle. Palmen, Wasser, grün, anhalten, es ist gerade sundown. Michael und ich laufen raus, 100m im Sand, aber das ist kein Sand das ist braunes Puder!! Wir stehen da, die Sonne beleuchtet die Dünen in einem absolut magischen Licht. Wahnsinn, dieser Anblick! Unfassbar. Wir sind in der Sahara.

Man bekommt einen völlig anderen Eindruck von einem Land, wenn man es so „erfährt“. Es ist nicht mehr nur ein Urlaubsziel – es ist eine Lebensart, die uns gerade komplett in ihren Bann zieht.

7 in the Sand – jetzt ist es wahr.

Antworten (1)

Iris Fischervor 25 Tagen
Super Reisebericht