Schnee und Weißwurst Drama...
3:30 Uhr morgens. Der Wecker klingelt nicht, er droht. Während normale Menschen sich nochmal umdrehen, besteigen wir die Autos und düsen los in die Dunkelheit. Wir haben es...

Veröffentlicht: 23.03.2026
Soundtrack heute: "Still Haven't Found What I'm Looking For"
Leute, ich sag’s euch: Die Überfahrt war... ausdauernd. Man hat ja dieses romantische Bild von einer Schifffahrt im Kopf, aber die Realität ist: Die Fahrt hört einfach nicht auf. Irgendwann hast du jedes Deck drei Mal gesehen, jede Welle persönlich begrüßt und selbst das Bier und der Johnny Walker können die Zeit nicht mehr schneller drehen. Man sitzt fest, während der Horizont sich weigert, näher zu kommen. Aber ein schöner sundown auf Deck. Und der Café au Lait war Tip Top!! Und die Sonne wärmt auch mal kurz.
Dann endlich: Festland! Aber wer glaubt, man rollt einfach von der Rampe und gibt Gas, hat die Rechnung ohne den tunesischen Zoll gemacht. Chaos pur. Papiere hier, Stempel da... Aber okay, ist irgendwann vorbei.
Dann der nächste Schock: Regen in Afrika? Ernsthaft?
Draußen die nächste Überraschung: Es schifft. In Strömen. Wir sind für die Sahara hergekommen und fühlen uns wie im November im Sauerland. Die Fahrt zum Hotel Yasmine in Nabeul war eine feuchte Angelegenheit, die Sicht bescheiden...
Als wir endlich völlig geschafft um zwölf im Hotel einlaufen, die Ernüchterung: Die Küche ist zu. Die erträumte, üppige Fleischplatte? Gestrichen. Stattdessen gab es die "Sportler-Variante": Zwei Flaschen tunesischen Rotwein. Mehr war nicht zu holen. Aber hey, nach dem Tag schmeckt der Wein wie ein Fünf-Gänge-Menü.
Die Zimmer? Eiskalt. Aber dann der Lichtblick des Tages: Die Heizung geht!
Die größte Erleichterung: Ich muss NICHT mit Michel im schmalen Doppelbett kuscheln! Jeder hat sein eigenes Reich (oder zumindest genug Platz), um sich in die Decken zu flacken. Nein, ich lag im Schlafsack.
Und Ohrstöpsel sind Gold wert. Michael packt eine Minute nach der horizontalen Lage die Kettensäge aus..... 😂
Jetzt heißt es: Augen zu, den Rotwein wirken lassen und hoffen, dass morgen die Sonne das Konzept "Tunesien" verstanden hat.
Gute Nacht aus Nabeul – 7 in the Sand