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Tongariro Alpine Crossing

Veröffentlicht: 25.11.2019

Das ging jetzt schnell mit einem neuen Blogeintrag, aber ich habe beschlossen, dass die Wanderung einen eigenen Eintrag bekommt. WIr haben das berühmt-berüchtigte Tongariro Alpine Crossing gemacht und es war umwerfend!


Nachdem um 4:15 Uhr unser Wecker geklingelt hat und wir leider keine Zeit für einen Kaffee hatten, waren wir am Anfang entsprechend müde. Das hat sich allerdings nach den ersten paar Metern geändert. Um 6 Uhr hat uns ein Shuttle zum Anfangspunkt der Wanderung gefahren und um 6:45 Uhr ging es dann los, pünktlich zum Sonnenaufgang hinter dem Berg.


Danach ging es erstmal 4 Kilometer gerade aus mit minimaler Steigung. Da habe ich mir gleich mal ein paar Blasen eingelaufen. Der Walk ging ja schließlich nur noch 16 Kilometer. Danach ging es erstmal zwei Kilometer steil bergauf. Oben angekommen haben wir die Tore nach Mordor passiert...wortwörtlich. Hier war der einer der Drehorte von Herr der Ringe. Aber auch die ganze Landschaft drumherum glich sehr der kalten und kargen Vulkanlandschaft. Oben angekommen konnte man den Schicksalsberg in seiner vollen Pracht bewundern. Allerdings haben wir ihn nicht bestiegen, da wir sonst keine Zeit mehr für die restliche Wanderung gehabt hätten und den Ring hatten wir sowieso im Auto vergessen...wäre ja sonst umsonst gewesen.


Danach ging es wieder ein Stück geradeaus bis zur letzten extremen Steigung hoch zum Red Crater. Die hat besonders Spaß gemacht hochzukrakseln mit aufgerissenen Blasen. Aber oben angekommen war immerhin schon ein Drittel des Weges geschafft. Und für diesen Anblick hat es sich allemal gelohnt! Von dort oben konnte man schließlich alles überblicken. Den Red Crater, Mount Nguapere (Schicksalsberg), den Blue Lake und die Emerald Lakes. Dort haben wir dann auch mal eine kleine Pause eingelegt und was gegessen. Der Weg runter hat sich dann allerdings als etwas schwierig erwiesen, da der Boden extrem sandig war und alle Leute der Reihe nach hingefallen sind, auch wir. Unten angekommen hat uns dann auch der herrliche Duft von verfaulten Eiern erreicht, den die Schwefelseen ausstoßen. Ich hatte letztes Mal vergessen zu erwähnen, dass wir auch deshalb nicht so lange in Rotorua waren, weil es die Stadt der Schwefelseen ist und dementsprechend ein penetrant anhaltender Geruch dort herrscht. Aber die Klarheit der Emerald Lakes war dennoch umwerfend. Leider durfte man das Wasser nicht berühren, da diese Seen für die Maori heilig sind. 


Danach ging es weiter hoch zum Blue Lake und dann endlich die letzte Steigung bevor es nur noch bergab ging. Wir kamen dort in die tatsächlich alpine Landschaft, von der der Walk seinen Namen hat. Dort hatten wir dann die 10 Kilometermarke geknackt. Es ging also ein ganzes Stück nur bergab in der prallen Mittagssonne Neuseelands. Irgendwann hat man dann doch auch gemerkt, dass die Beine langsam schwer werden. Erschwerend kam noch hinzu, dass wir viel zu viele Klamotten angezogen hatten - die ich bereits nach den ersten 4 Kilometern alle ausgezogen habe, weil es so warm war und mein Rucksack war also dementsprechend schwer. Unten angekommen war die Tortur leider immer noch nicht vorbei, es ging dann noch ein schier endloses Stück durch eine Dschungel-Landschaft, bis wir endlich die erlösende 19 Kilometermarke erreicht hatten...nur noch 400 Meter! Und dann ging erstmal gar nichts mehr. Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, mussten wir doch noch zu unserem Auto laufen. Dem Busfahrer zufolge nur 600 Meter... es waren 1,5 km -.- Das macht wirklich keinen Spaß mehr mit aufgerissenen Füßen nach fast 20 km. Endlich am Auto (nach einer gefühlten Ewigkeit) angekommen, ging es nur noch in ein Thai Restaurant und dann direkt ab ins Bett.


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