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Weinstadt Mendoza

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Ausnahmsweise begann der Tag früh, wir mussten um 9 Uhr am anderen Ende der Stadt im Bus nach Mendoza sitzen. Der Busbahnhof war nicht dort, wo wir ihn vermutet hatten, doch mit der Hilfe zweier Polizisten, die uns ahnungslose Touristinnen bis dorthin begleiteten, fanden wir alles rechtzeitig. Der Bus hatte dann Verspätung und so blieb noch entspannt Zeit für einen Kaffee. Teuer, dafür aber nicht lecker. Busfahrten über große Entfernungen sind hier üblich und sehr beliebt. Die Fahrzeuge sind sauber und bequem, das Personal sehr nett und es gibt ein kleines Verpflegungspaket. Also auf über den Andenpass „Los Libertadores“ nach Mendoza. Großartige Aussichten, weites Land, wilde Flüsse und einige schneebedeckte Gipfel - allerdings sehr weit weg. 

Der Grenzübergang nach Argentinien war völlig unproblematisch, es dauerte eine Stunde, ungefähr die Hälfte dessen, was üblich sein soll.

Mendoza empfing uns sehr herzlich, nämlich in Person von Javier, dem Besitzer unseres reservierten Hostels.  Einen solchen Empfang hatten wir noch nirgendwo in der Welt erlebt. Bei einem kalten Getränk empfahl uns Javier zwei Restaurants und buchte eine Wein- und eine Oliventour. Wegen des Weins waren wir ja hingefahren. Mendoza ist DIE Weingegend Südamerikas und eine unserer Lieblingsrebsorten wird vorrangig dort angebaut - der Malbec. Argentinien hat 2.000 Weingüter, in der Region Mendoza sind es ca. 1.200. 

Hungrig von der Fahrt wollten wir der ersten Restaurantempfehlung folgen. Es war auch nur zwei Blocks von unserem Hostel entfernt. Auf halbem Weg begann das Unwetter, welches jedem sauerländer Sturm zur Ehre gereicht hätte. Starkregen, Hagel, Gewitter. Javier meinte später, das passiere nur einmal im Jahr. Prima. Also stellten wir uns unter, warteten das Gewitter ab, um dann festzustellen, dass das Restaurant geschlossen hatte. Also liefen wir weiter und fanden ein argentinisches Asado, ein Grillrestaurant. All you can eat (Fleisch vom Grill, Pasta, Salat, Beilagen, diverse gekochte Fleischgerichte, Nachtisch) für 9 Euro. Im Vergleich zu Chile sind das paradiesische Preise in Mendoza gewesen. Gut für unser Reisebudget. 

Am nächsten Morgen bekamen wir guten Morgen Wünsche von Javier per WhatsApp mit dem Hinweis, wo wir das günstigste Frühstück - Kaffee und süße Hörnchen -  in Mendoza bekommen. Wir probierten es aus und waren sehr angetan. 2 richtig gute Kaffee und vier Hörnchen für nicht einmal 2,50. 


Nachmittags holte uns der Bus am Hotel für die Tour ab. Zunächst besichtigten wir eine Olivenmanufaktur. Alle legten immer großen Wert darauf, keine Fabrik zu sein, sondern eine Boutique, das war später beim Wein genauso. Für uns wurde alles auf englisch übersetzt, ein kleiner Überblick über die Ölgewinnung und anschließend ein leckeres Tasting der vielen Sorten. Eine Flasche Rosmarinöl wollte unbedingt mit... 

Mit wollte auch eine gute Flasche Malbec Riserva vom Weingut Domiciano. Wir könnten nicht nein sagen und so sitzen wir jetzt beim Schreiben deines Blogs wieder in Santiago in unserem Hostel und tunken Weißbrot in das Olivenöl und trinken den leckeren Rotwein. Das Leben ist schön! Insgesamt waren uns die Weine aber entweder zu jung - passen zu allem, schmecken aber nach nix - oder zu rauchig, weil zu lange im Holzfass. Sicherlich gibt es auch in Mendoza Malbec, der uns sehr gut schmeckt. Aber 1.200 Weingüter schaffen auch wir nicht. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung, die Weingüter anzuschauen. Abends suchten wir nochmals das Asado auf und am nächsten Morgen holte uns das von Javier bestellte Taxi pünktlich (für südamerikanische Verhältnisse gar sensationell) um 7.15 ab. Unser Gastgeber schälte sich extra für uns auch um diese Uhrzeit aus dem Bett, damit er uns persönlich und wieder sehr herzlich verabschieden konnte. 

Zurück ging es mit dem Bus, an der Grenze dauerte es allerdings 2 Stunden, die Chilenen sind bei der Kontrolle viel pingeliger als die Argentinier. Wieder durch herrliche Landschaften zurück ins heiße Santiago. 

Übrigens würden wir mindestens 5 mal gebeten, nicht Mario Götze zu erwähnen und ein Führer im Weingut zeigte auf einen Brasilianer im Trikot und meinte zu uns: 7:1 😄⚽️


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