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11.12.2021 - 19.12.2021: Aruba (2)

Kalender:

11.12.2021 – 19.12.2021
Aruba beach villas, Inselausflüge, tropical beachlife

Erwähnenswertes:

Aruba hat für sich den Wahlspruch „Una isla feliz“ gewählt (Papiamento, neben dem niederländischen die zweite Landessprache). Übersetzt bedeutet dieser Slogan „eine glückliche Insel“. Entsprechend stehen auf der ganzen Insel verteilt Werbebauten und -tafeln, wohl damit auch die (wenigen) Einheimischen die „One happy island“ Philosophie verinnerlichen. „One happy island“ wird übrigens auch im Sinne der Nachhaltigkeit auf jedes Autonummernschild gestanzt…

Kennt ihr übrigens den Wahlspruch der Schweiz? Er lautet: „Einer für alle, alle für einen“. Gelebte solidarische Krisenbewältigung in Corona-Zeiten stelle ich mir allerdings anders vor… Sprüche bleiben halt Sprüche…

In der Hauptstadt Oranjestad legen im Akkord riesige Kreuzfahrtschiffe an. Für den organisierten Landurlaub entleeren sich dann diese Ozeanriesen von ihrer menschlichen Fracht, die sich wie Ungeziefer über die ganze Insel ausbreitet. Rund um den Hafen in Oranjestad reiht sich dabei aufgrund der internationalen Klientel eine Nobelboutique an die nächste; alle Marken von Gucci über Prada sind hier präsent. One happy island?

In Palm beach finden sich entlang den langgezogenen fantastischen Sandstränden zahlreiche High-Rise Hotels, schon deren Anblick lässt einen erschaudern. Massenmenschhaltung in Reinkultur, welche Zelle darfs denn sein? Erinnerte uns irgendwie an Alcatraz. Hier sollte Pro Wildlife oder PETA mal aktiv werden. Es grenzt wohl schon an Masochismus, dafür noch täglich rund 600 Euro (!) zu bezahlen. All inclusive, sogar die Happy Hour. Erstaunlicherweise fallen die Kritiken der Insassen aber fast durchwegs positiv aus. One happy island?

Immerhin ist Palm Beach zugute zu halten, dass sich aufgrund dieser Hotels auch eine weitergehende touristische Infrastruktur entwickelte (Restaurants, Bars, Shoppingmöglichkeiten), von der wir auch gerne profitierten. Wir fühlen uns so hier also wieder vermehrt als Touristen, wobei es ohnehin schwierig ist, eine eigentliche arubische Kultur zu ergründen. Aruba als globalisierte Insel (die Touristen kommen vor allem aus den USA, Kanada, Venezuela und den Niederlanden) lebt nun einfach mal von den ausländischen Besuchern.

Ich war hier in Aruba (zum zweiten Mal nach Palm Springs) beim Coiffeur. Leider konnte ich mich nicht mit ihm verständigen, da er nur Papiamento sprach. Offenbar wollte er mir einen Gefallen tun und mich junger machen als ich es bin, ich stehe aber gerne zu meinem Alter! Jedenfalls muss ich jetzt für die nächsten Wochen mit einem halben Irokesenschnitt herumlaufen, aber das korrigiert sich ja dann wohl von selbst wieder.

Die Nordostküste Arubas hat landschaftlich sehr viel zu bieten, dieser Teil Arubas ist dank dem Naturschutz nicht überbaut, die breiten und holprigen Sandstrassen führen durch Kakteenwälder zur und entlang der Küste. Hier finden sich auch die Natural Bridges. Die Brücken entstanden aufgrund der heftigen Brandung durch Erosion des Korallenkalksteins. Die grössere der beiden Brücken (30 Meter lang) brach am 05.09.2005 in sich zusammen, aber auch die kleinere noch intakte Brücke ist schön anzusehen.

In der Nähe der Natural Bridge liegen auch die Ruinen der ehemaligen Goldminen Arubas (Bushiribana und Balashi). 1824 wurde hier erstmals Gold entdeckt, insgesamt wurde in Aruba mehr als 1‘700 kg Gold gewonnen (staatliches Monopol).

In der Mitte Arubas bei Paradera liegen die tonnenschweren Felsformationen (Quarz- und Dioritgestein) von Casibari und Ayo. Die Felsen können bestiegen werden, von dort oben ergibt sich eine schöne Aussicht auf die Insel.

Der karge Boden Arubas ist für die Landwirtschaft mehrheitlich ungeeignet. Ausnahme bildet die seit Mitte des 19. Jahrhunderts angebaute Aloe Vera Pflanze. Das aus der Pflanze gewonnene Gel wird unter anderem kosmetisch eingesetzt.

Ganz im Süden Arubas in der Nähe des Baby Beach (der Name kommt offenbar daher, da dort das Baden für Kleinkinder aufgrund des seichten Wassers und keinem Wellengang unproblematisch ist) liegt abgelegen eine weitere Kitesurfschule. Hier geht es noch turbulenter zu und her als bei uns vor dem Appartement. In den Brandungswellen surfen die wahren Cracks um die Wette.

Am 12.12.2021 erkundeten wir mit unseren Scootern eingehend die Sanddünen beim Lighthouse. Sylvia wollte es den Quads gleichtun und elegant durch die teilweise durchnässten Sandwege gleiten. Dabei übersah sie offenbar, dass die Stabilität von vier Rädern deutlich besser ist als jene von nur zwei und rutschte (allerdings im Schritttempo) im Schlamm aus. Resultat: Eine Fango Packung umsonst! Wir fuhren dann gleich zurück zu uns, glücklicherweise war die gute Seele der Aruba beach villas, Alec, ein Venezolaner, noch vor Ort und anerbot sich, den Scooter mit einem Gartenschlauch abzuspritzen und zu putzen. Wir haben ihm dafür ein ordentliches Trinkgeld gegeben.

Allerdings schmerzte das Knie von Sylvia dann immer mehr. Eine Schwellung unterblieb jedoch zum Glück. Wir sind nach zwei Tagen zu einer orthopädischen Klinik gefahren; Sylvia erhielt dort einen Hightech Knieschoner. Trotzdem schmerzt das Knie auch nach mittlerweile 5 Tagen immer noch, da müssen wir unsere Aktivitäten entsprechend leider etwas einschränken.

Gerade (17.12.2021) hören wir im Radio von den neuesten Massnahmen des Bundesrates im Zusammenhang mit der Covid Krise in der Schweiz. Es ist ja schon bemühend, dass hier immer noch kein Ende der Pandemie absehbar ist. Hier in Aruba liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 134 Fällen (CH: 734 Fälle). Über die Feiertage ist wohl auch hier mit einem Anstieg zu rechnen, da viele Niederländer ihre Ferien trotz des gerade dort beschlossenen Lockdowns in Aruba verbringen werden.

Bei der Planung unserer nächsten Etappe pfuschte auch uns Covid wieder mal erheblich drein. So stellten wir bei den Einreisevoraussetzungen für Jamaica fest, dass dort eine Quarantäne für Einreisende besteht, wir suchen daher nach möglichen Alternativen.

Bleibt gesund!

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