Donnerstag, 30. Oktober 2025: An diesem Tag hat das Ulmer Münster seinen Status als höchster Kirchturm der Welt verloren!
Über 135 Jahre lang waren die 161,53 Meter des Ulmer Kirchturms das Maß aller Dinge. Doch seit der Montage des unteren Elements des Turmkreuzes auf dem zentralen „Turm Jesu Christi“ der Sagrada Família liegen nun die Spanier mit 162,91 Metern knapp vorn.
Ulm und das Ulmer Münster zu besuchen lohnt sich natürlich trotzdem. Und der Aufstieg nach fast ganz oben erst recht. Durch die engen Treppentürme geht es über 560 Stufen hinauf zur zweiten Ebene auf 102 Metern Höhe. Die Aussichtsplattform auf 143 Metern bleibt wegen Sanierungsarbeiten leider außer Reichweite.
Die 560 Stufen reichen aber völlig, um aus der Puste zu kommen. Geländer sind eher sparsam vorhanden, dafür gibt es immerhin keinen Gegenverkehr, weil Aufstieg und Abstieg getrennt sind.
Dass man sich wirklich weit oben befindet, merkt man spätestens am Wind. Weil es rundherum keine ähnlich hohen Gebäude gibt, zieht er ordentlich durch die Öffnungen. Schön frisch, sagen wir mal so.
Frei in die Ferne zu schauen geht allerdings nicht, denn alles ist eng vergittert, um Abstürze jeder Art zu vermeiden.
Das „Workout“ kostet übrigens für Erwachsene 9 Euro, Kinder ab 7 Jahren zahlen 6 Euro. Der Automat steht direkt am Eingang zum Aufgang.
Das Münster selbst kann dann kostenlos besucht werden. Bei uns war es zwar teilweise eingerüstet, aber den Ulmer Spatz haben wir trotzdem gefunden. Nur Albert Einstein, der irgendwo auf einem der Kirchenfenster vertreten sein soll, blieb gut versteckt. Wir haben ihn jedenfalls nicht entdeckt.
Kunsthistorisch blieb sicher einiges auf der Strecke. Das heben wir uns für einen nächsten Besuch auf, wenn wieder alles frei zugänglich ist.