2024 - Dezember - Wien -Katzencafé "Barista Cats"
Katzenfreunde aufgepasst: In Wien gibt es das wundervolle "Barista Cats" Café in der Kandlgasse 35, 1070 Wien – ein echtes Paradies für Katzenliebhaber! Wir haben schon lange...


Veröffentlicht: 02.01.2025





















Pünktlich und noch vor dem 200. Geburtstag von Johann Strauss Sohn hat Wien am 7. November 2024 eine neue Dauerausstellung eröffnet. Zwar wäre der berühmte Sohn der Stadt erst am 25. Oktober 2025 200 Jahre alt geworden, doch Wien hat ihm bereits das ganze Jahr gewidmet – als dem "Ersten Popstar der Weltgeschichte".
Und was soll ich sagen: Der Auftakt ist ein voller Erfolg! Genau so stelle ich mir ein modernes Museum vor. Viele Ausstellungen werben heutzutage mit dem Adjektiv immersiv – dem Versprechen, mithilfe filmischer Technologie tief ins Thema einzutauchen. Doch nirgends habe ich das so eindrucksvoll erlebt wie hier.
Am Eingang erhält jeder Besucher ein spezielles Smartphone, das um den Hals gehängt wird und auf die gewünschte Sprache eingestellt ist – perfekt auch für internationale Gäste! Dazu gibt es Kopfhörer mit eingebautem Empfänger. Und dann beginnt die Reise: Rote Linien auf dem Boden markieren die Themenwechsel. Überschreitet man eine Linie, verändert sich automatisch die Kulisse. Selbst wer stehen bleibt, wird von Musik – natürlich von Johann Strauss – begleitet.
Doch warum bezeichnen die Macher der Ausstellung Johann Strauss Sohn als den "Ersten Popstar der Weltgeschichte"? Die Antwort überrascht: Er war nicht nur ein genialer Komponist, sondern auch ein gefeierter Kapellmeister, der seinen berühmten Vater sogar übertraf – mit dem er jedoch gebrochen hatte. Zunächst konzentrierte er sich auf Tanzmusik, später folgten Operetten. Sein Titel Walzerkönig war mehr als verdient: Strauss tourte durch das Kaiserreich, reiste nach Russland und erlebte 1872 seinen internationalen Durchbruch beim World’s Peace Jubilee in Boston, USA. Dort dirigierte er in einer gigantischen Halle vor 100.000 Menschen ein Orchester aus 2.000 Musikern, unterstützt von 20 Dirigenten. Das Ergebnis: ein regelrechter Fankult um seine Musik, seinen Stil – und sogar sein Aussehen!
Sein wohl bekanntestes Werk ist der Radetzky-Marsch, doch auch der Donauwalzer gehört zu den Klassikern und ist die inoffizielle Hymne Wiens und Österreichs.
Die Ausstellung zeigt jedoch auch die andere Seite des Künstlers: Johann Strauss Sohn litt unter Selbstzweifeln, war unglücklich verliebt und hatte mit schweren Nervenproblemen zu kämpfen.
Die Tour ist lehrreich, unterhaltsam und schlichtweg fesselnd. Wer bislang kein Fan von Johann Strauss Sohn war, wird es spätestens beim Ausgang – und der anschließende Besuch im Andenkenshop ist fast unvermeidlich.
Zu finden ist die Ausstellung in der Friedrichstraße 7, 1010 Wien.
https://www.johannstraussmuseum.at/de/?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=[SN]_AT-DE_Brand&utm_term=strauss%20ausstellung%20wien&gad_source=1&gclid=Cj0KCQiAj9m7BhD1ARIsANsIIvDK2Ay0B4viW_bpdNZmrmA29ZtK_VteSXdb-KqV4TJyoaI3sc40s5gaAlNxEALw_wcB
