03.06.2019 - Donaupark mit Donauturm in Wien

Schon beim Betreten des Cafes hatte ich ein ungutes und wackliges Gefühl. Komisch war es dann auch als wir am Tisch saßen. Alles schwankte bedenklich. Und als sich dann auch noch die Bar bewegte, wusste ich: Das ist das Ende! Gleich werden wir in die Tiefe stürzen! Selten war ich mir sicherer.

Na habt ihr eine Ahnung was hier los war und wo wir uns hier aufgehalten hatten? Na gut, die Überschrift hat es wohl verraten. Wir waren heute auf dem Donauturm. Und das besagte Cafe liegt auf stolzen 160 m Höhe. Ganz schön hoch. Aber Schwankungen erwartet man doch hier noch nicht. Zumal ich 10 m tiefer auf der Aussichtsplattform gar kein Probleme hatte. Was war also der Grund für diese "Turbulenzen"? Plötzlicher Wind oder ein Beben?

Was ich Sensibelchen nicht wusste war, dass das Cafe des Turmes sich beständig um 360 Grad dreht. Dadurch reist man mit seinem Sitzplatz rundherum, während die Bar und der restliche Innenbereich still bleibt. Das passiert zunächst fast unbemerkt. Deshalb war mein unterschwelliges Gefühl der schwankenden Bewegung ganz richtig, aber es gab gar keinen Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil, es war ein besonderes Erlebnis.

Zumal das Wiener Wahrzeichen gerade erst saniert und wieder eröffnet wurde und somit alles wie neu aussieht. Erbaut wurde der Turm allerdings schon 1964 und war Teil der Internationalen Gartenschau, die zeitgleich eröffnet wurde.

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Das Areal des großen Donauparks, der um den Donauturm herumliegt, war übrigens bis 1960 eine Mülldeponie. Erst nach deren Sanierung entstanden die vielen Hochhäuser, wie auch das UNO-Center, über das ich ja schon geschrieben hatte. Aber die Szenerie, dies wäre ein reines Geschäftsviertel, täuscht. Der 22. Gemeindebezirk, die Donaustadt, ist dies mitnichten. Zwischen verschiedenen Donauarmen gelegen, ist es auch ein Naherholungsgebiet. Eben noch mitten in der Stadt, mit breiten Straßen, ist man plötzlich im Hinterland, das fast schon ländlich ist.

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Die Nähe zur UNO und das Viertel selbst waren auch die Gründe, diesmal Übernachtungen in einem Hotel in der Donaustadt zu buchen. Vom Bahnhof aus fährt man direkt mit der U1 hierher. Und zur Innenstadt kommt man natürlich auch ohne Probleme mit dieser U-Bahn.

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Wer also nicht nur Wiens alte Innenstadt besichtigen will, ist hier bestens aufgehoben.

Hier noch ein paar nützliche Tipps dazu.

U1, Station Donauinsel: Hier kann man an der Donau entlanglaufen und begegnet auf der ruhigen Seite unter Umständen niemandem. Die andere Seite bietet Blick zur Hochhauskulisse und nette Bars und Restaurants am Ufer.

U1, Station Kaisermühlen - VIC: Hier steigt man aus, wenn man zur UNO möchte.

U1, Station Alte Donau: Wer baden will, ist hier richtig. Schon die Straße heißt Arbeiterstrandbadstraße. Diese kann man aber auch zur Besichtigung des Donauturms entlanggehen. Denn von hier stößt man linksseitig direkt auf den Donaupark. Von der U-Bahn-Haltestelle fährt zwar auch ein Shuttlebus zum Turm, allerdings sehr selten. Im Park könnt ihr dann mit der 1964 in Betrieb gegangenen Donauparkbahn (Liliputbahn) fahren. Wir sind allerdings lieber gelaufen und haben den sehr gepflegten Park genossen.

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Eine Fahrt nach oben im Donauturm ist übrigens nicht billig (14,50 Euro pro Person), aber wir fanden es absolut lohnenswert. Vergesst im Fahrstuhl dann nicht nach oben durch das Glasdach zu schauen, da seht ihr was ihr sonst nur fühlen würdet. Nämlich, dass es ganz schnell nach oben geht!

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