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Wir reisen gerne und freuen uns, wenn wir andere Länder und Kulturen kennen lernen können. Da wir aus dem Norden Deutschlands kommen, genießen wir die Reisen in wärmere Gegenden. :)

Weimar (Deutschlandtour Teil 6)

Nur eineinhalb Tage bleiben uns in Weimar, der Stadt, die berühmt für die Weimarer Klassik, den Bauhausstil und die gescheiterte Weimarer Republik wurde. Also brachen wir früh auf, um schon ein wenig durch die Stadt zu schlendern, ehe unser geführter Stadtrundgang um 10 Uhr am Markt begann.



Von außen sahen wir das Gebäude der berühmten Anna Amalia Bibliothek und die heutige Musikhochschule.


Anna Amalia Bibliothek

Anna Amalia Bibliothek


Durch den Park an der Ilm gingen wir weiter und konnten Goethes Gartenhaus aus der Ferne sowie echte und falsche Ruinen bewundern.



Am historischen Friedhof erfuhren wir, warum Schillers Gebeine nicht in der Fürstengruft ruhen, obwohl er dort seine letzte Ruhestätte hätte finden sollen. Goethe ist allerdings dort neben vielen anderen Mitgliedern der fürstlichen Familie begraben, wodurch die Gruft zu einer Pilgerstätte für Bewunderer der beiden Schriftsteller wurde.


Fürstengruft und orthodoxe Grabkapelle
Fürstengruft und orthodoxe Grabkapelle


Weiter führte uns unser Weg zum Goethe- und Schillerhaus und schließlich zum Theater, vor dem die beiden als Statuen verewigt sind.


Staatstheater

Staatstheater

Mit derartig viel Vorwissen ausgestattet, machten wir uns dann auf, um einiges genauer zu erkunden.

Unser Wissen zur Stadtgeschichte besserten wir im „Weimar Haus“ auf, das damit wirbt, die Geschichte von der ersten Besiedlung Weimars bis zur Klassik in 30 Minuten zu erzählen. Durch verschiedene thematische Räume wird einem ein kurzer Einblick in verschiedene Epochen mit einer multimedialen Show gewährt. Das war ganz interessant – allerdings zu einem recht stolzen Preis.


Herderplatz
Herderplatz


Als nächstes sahen wir uns die Fürstengruft von innen an und die angrenzende orthodoxe Grabkapelle für Maria Pawlowna, die Zarentochter, die den Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach heiratete, aber ihren orthodoxen Glauben beibehielt.



Auch Franz Liszt lebte längere Zeit seines Lebens in Weimar und sein ehemaliges Wohnhaus ist heute als Museum eingerichtet. Dort besichtigten wir seine früheren Wohnräume sowie eine Ausstellung zu seinem Leben und Wirken.


Franz Liszt
Franz Liszt


Weiter ging es zur „Parkhöhle“, die sich als große Bunkeranlage entpuppte und die wir uns deutlich kleiner vorgestellt hatten. Auf jeden Fall bot sie eine kühle Abwechslung zu den hochsommerlichen Temperaturen...


Parkhöhle
Parkhöhle


Im Park sahen wir uns dann das römische Haus an, das unter anderem von Goethe mit entworfen wurde, nachdem er von seiner Italien Reise die nötige Inspiration mitgebracht hatte.



Goethes Gartenhaus war leider geschlossen, weil wir ungünstigerweise an einem Montag in Weimar waren (einiges andere konnten wir auch erst am nächsten Tag besichtigen – worauf man bei der Urlaubsplanung doch alles achten muss…).


Goethes Gartenhaus
Goethes Gartenhaus


Nachdem wir uns bei einem italienischen Essen (Goethe war ja auch in Italien unterwegs) und einer riesigen Pizza gestärkt hatten, unternahmen wir noch einen Rundgang durch das „alte Weimar“, bei dem wir unter anderem die Jakobskirche, in der Goethe geheiratet hat, ansahen.


Jakobskirche
Jakobskirche


Am Schloss vorbei ging es durch die Seifengasse in die ehemalige Prachtstraße Weimars, in der prächtige klassizistische Bauten die Steubenstraße säumen.


Seifengasse
Seifengasse


Am Dienstag konnten wir dann endlich die Museen ansehen, die montags geschlossen haben. So standen wir dann mit einigen anderen Touristen und einer leider recht großen Schulklasse vor der Öffnungszeit vor dem Wohnhaus von Goethe und warteten auf den Einlass.


Goethehaus mit Garten
Goethehaus mit Garten


Der Rundgang führte durch Goethes frühere Wohnräume. Außerdem gab es eine moderne Ausstellung zu Goethes Wirken und Leben im angrenzenden Bau.


Junozimmer im Goethehaus
Junozimmer im Goethehaus


Nach Goethe mussten wir dann natürlich weiter zu Schiller und haben auch noch des anderen großen Dichters Wohnhaus angesehen, das er – im Gegensatz zu Goethe – selbst finanzieren musste.


Schillers Wohnhaus
Schillers Wohnhaus


Dazu musste er sich verschulden und anschließend mit seinen Werken genügend Geld verdienen, um die Kredite abzuzahlen. Dabei hat er sich leider übernommen und ist jung mit 45 Jahren gestorben.


Schiller
Schiller


Dabei lernten wir unter anderem, dass Schiller nach Thüringen fliehen musste, weil sein württembergischer Landesherr ihm das Schreiben verboten hatte, damit er seine Aufgaben als Militärarzt erfüllen konnte.



Spannend war auch, dass Schiller gleich in zwei Schwestern verliebt war, sich aber, als es ans Heiraten ging, schließlich für die jüngere entschied.


Um unsere Weimar Card noch etwas zu nutzen, sahen wir uns dann noch zwei Schlösser an, die Anna Amalia bewohnte:


Wittumspalais
Wittumspalais


Zuerst das in der Stadt gelegene Wittumspalais, das als Residenz für Anna Amalia diente, nachdem das Stadtschloss niedergebrannt war.


Wittumspalais
Wittumspalais


Auf der Fahrt machten wir noch einen Halt bei Schloss Tiefurt. Das etwas außerhalb gelegene Schloss war ursprünglich ein Landhaus, das dann zum Schloss umfunktioniert wurde.





Es liegt in einer schönen Parkanlage, die zum Spazieren einlädt.






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