Bernburg an der Saale und Görlitz - auf dem Weg nach Polen
Wir machten einen Zwischenstopp in Bernburg auf dem Weg nach Görlitz.
Veröffentlicht: 31.03.2026




















Eigentlich wollten wir morgens mit einer "Stadtschleicher"-Tour durch Görlitz starten. Leider stimmte die Angabe auf der Webseite nicht und die Tour um 10 Uhr fand noch nicht statt.
Also entschieden wir uns für einen Rundgang durch die Stadt und fanden nach einigen nicht ganz so gelungenen KI-Versuchen als Führung einen Stadtspaziergang-Podcast, der uns auf dem Weg begleitete.
So spazierten wir durch die schöne Alststadt mit ihren großen Plätzen.
Wir begannen am großen Obermarkt mit schön renovierten Bürgerhäusern rund um den Platz.
Danach kamen zum Untermarkt, an dem wir neben dem Alten und Neuen Rathaus den kupferroten Schönhof von 1526 besonders beeindruckend fanden.
Görlitz blieb von Zerstörungen im 2. Weltkrieg verschont, weshalb in der Altstadt über 4.000 denkmalgeschützte Gebäude aus Gotik, Renaissance, Barock und Jugendstil zu bewundern sind.
Am Ende des Krieges sprengte die Wehrmacht allerdings die Brücken über die Neiße, so dass die Altstadtbrücke nicht erhalten blieb.
Heute verbinden wieder Brücken Görlitz mit der polnischen Stadt Zgorzelec. Beide Städte gehörten einmal zusammen, bevor sie durch die Grenzziehung nach dem 2. Weltkrieg getrennt wurden.
Wir spazierten über eine Fußgängerbrücke zur polnischen Seite und gingen am Ufer mit Blick auf Görlitz entlang, bevor wir uns eine kleine Stärkung in einem Café gönnten. Dort lernten wir, dass ein "Chai Latte" in Polen ein gewürzter Kaffee ist.
Zurück auf der deutschen Seite gingen wir zurück zum Wohnmobil und machten uns dann mit dem Auto auf zur Brücke nach Polen.
Wir fuhren bis Jelenia Góra (Hirschberg).
Ursprünglich wollten wir noch etwas weiter fahren, merkten dann aber, dass die meisten Campingplätze im März noch geschlossen haben. So war unsere Auswahl recht eingeschränkt und wir fuhren etwa eine Stunde weniger weit, als eigentlich geplant.
Dafür machten wir am Nachmittag noch einen kleinen Rundgang durch die Altstadt.
Besonders der Marktplatz bot ein beeindruckendes Bild: Rund um den großen Platz stehen pastellfarbene Laubenhäuser und in der Mitte erhebt sich das große Rathaus.
Auf dem Rückweg kamen wir an zwei Kirchen vorbei, in deren Inneres wir aber nur durch ein Gitter hineinschauen konnten.
Die Heiligkreuzkirche bietet Platz für 4000 Menschen. Sie war eine von sechs "Gnadenkirchen", die die schlesischen Protestanten vom Habsburger Kaiser nach 1707 zugebilligt bekamen.
Nach diesen ersten Eindrücken in Polen verbrachten wir die Nacht auf dem fast leeren Campingplatz.
