Schloss Fürstenstein und Friedenskirche Świdnica
Schloss und Friedenskirche in Schlesien

Veröffentlicht: 02.04.2026
Heute besuchten wir die Gedenkstätte Auschwitz, die auf dem Gelände des wohl bekanntesten Arbeits- und Todeslagers an die unzähligen Opfer und Grausamkeiten der Nationalsozialisten erinnert.
Von dem Stammlager Auschwitz I sind viele Gebäude erhalten und teilweise auch für die Besucher zugänglich.
Wir hatten eine kurze Führung gebucht, die in knapp vier Stunden durch Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau ging.
Bisher waren die Sehenswürdigkeiten, die wir uns in Polen angesehen hatten, eher wenig besucht. Das änderte sich hier: Am Vormittag starteten im Viertelstundentakt mindestens zwei Führungen.
Mit einer deutschsprachigen Gruppe folgten wir einer polnischen Führerin, die sehr gut Deutsch sprach, über das Gelände.
In der Zeit von 1940 bis 1945 wurden insgesamt etwa 1,3 Millionen Menschen nach Auschwitz deportiert, von denen etwa 1,1 Millionen hier getötet wurden.
Viele der Ankommenden wurden erst gar nicht im Lager aufgenommen, sondern direkt in den Gaskammern der Krematorien umgebracht.
In den ehemaligen Baracken gab es Ausstellungen zu den Besitztümern der Deportierten, die ihnen bei Ankunft im Lager abgenommen wurden.
In den Häusern war es sehr voll, weil so viele Gruppen gleichzeitig hindurchgingen. Im Außenbereich verlief es sich aber etwas mehr und noch weniger andere Gruppen begegneten uns, als wir mit dem Bus nach Auschwitz-Birkenau fuhren.
Hier befindet sich die "Rampe", an der ab März 1942 die Züge mit jüdischen Häftlingen aus ganz Europa ankamen.
Auf dem Gelände konnten wir eine alte Wohnbaracke besichtigen und so einen Eindruck von den unwürdigen und beengten Bedingungen für die dort eingesperrten Menschen bekommen.
Insgesamt war der Besuch in Auschwitz sehr eindrücklich. Das Lager zu sehen war anders, als nur darüber zu lesen oder Bilder zu sehen.
Es ist erschreckend, was Menschen anderen Menschen antun.
Nie wieder ist jetzt.
