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Tag 8 in Lateinamerika

Veröffentlicht: 30.09.2019

Samstag war ein Tag mit einem unglaublichen Erlebnis, denn mein erster großer Ausflug stand an. Leider gibt es auch hier das belastende Problem, dass man schon um 4:00 Uhr in der Früh aufstehen muss. Naja aber was tut man nicht alles um an einen ganz besonderen Ort zu kommen. So standen wir dann also 45 min später an der Haltestelle von welcher wir abgeholt werden sollten. Eigentlich sollte ja jetzt die Busfahrt kommen aber naja wie schon gesagt die Peruaner haben’s nicht so mit der Pünktlichkeit. Also anstatt das wir um 5Uhr im Bus saßen, standen wir eine Stunde im Nirgendwo rum im wahrsten Sinne des Wortes „wie bestellt und nicht abgeholt“. Jedoch wurde das warten mit einem wunderschönen Ausblick sowie Sonnenaufgang entlohnt.

„Sonnenaufgang“
Spaß beiseite. Um 6Uhr saßen wir dann also endlich im Bus auf den weg nach Cusipata was drei Stunden dauerte. Dort gab es dann erstmal ein schönes Frühstück und etwas warmes zu trinken, leider weis ich immer noch nicht was es war aber hat auf jeden fall lecker geschmeckt. Als es dann weiter ging bereute ich das Frühstück auch schon wieder, denn abgesehen von meiner Sitznachbarin die meinte es sich auf meinem Oberschenkel bequem zu machen, fuhr unser Busfahrer wie ein Wildsau mit Vollgas die engsten Kurven entlang. Alles Auge in Auge mit dem Abgrund. Wie durch ein Wunder überlebten wir auch das. Was mir aber nun bevorstand sollte noch einmal ein ganz andere Nummer werden. 3 Kilometer Fußmarsch bergauf  um auf eine Höhe von 5036 meter zu kommen. 

Ich dachte bis zur Hälfte wird’s schon gehen. Naja so wars dann leider doch nicht, denn abgesehen von der Tatsache das uns oben ein Schneesturm erwartete, war ich auch schon nach verdammten fünf Schritten so aus der puste das ich mich ernsthaft fragte wie ich das 1,5h aushalten sollte. Okay doch mein innerer Kampfgeist war geweckt und nach einer Stunde und 45 min sowie mehrere Male von auftretender Übelkeit und der Tatsache das ich zweimal fast ohnmächtig geworden wäre, hatte ich es dann geschafft. Ja okay ich gebe es zu 5 min bin ich auf einem Pferd geritten aber das zählt nicht. Ich habe den Rainbow Mountain erklimmt.

Die Aussicht von 5036 Höhenmeter ist einfach unbeschreiblich und der Stolz den man empfindet wenn man es geschafft hat ist unbezahlbar... aber es ist trotzdem verdammt anstrengend und du hast bestimmt zehnmal keine Lust mehr und willst wieder nach Hause. Trotzdem ist es ein unfassbar schöner Ort dieser Welt der wohlgemerkt komplett natürlich entstanden ist durch die simple Reaktion von Mineralien mit Luft. 
Leider hat alles schöne sein Ende und man darf den ganzen weg wieder zurück, genial sag ich da bloß. Auf wundersame weise erreichte ich den Bus als lebende, wo wir dann so Tropfen in die Hände bekamen woran man dann riechen sollte. Angeblich half das gegen die Symptome der Höhenkrankheit. Ich sags euch meine lieben das Zeug hat ein ganz schön benebelt. Vermutlich war das in Deutschland auch nicht zu gelassen aber mir ging’s dank dem Zeug echt spitze obwohl ich vorher höllischste Kopfschmerzen hatte. Bin dann auch gleich eingeschlafen so wie die meisten im Bus. Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann nach Hause wo wir alle ziemlich fertig waren und nur noch Schlafen wollten.
Es war auf jeden fall die Anstrengungen wert.

Weiter Infos folgen... 







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