Penny-Family on Tour

Als Familie unterwegs, ein bißchen mehr als vier Monate, immer der Nase nach, oder dahin wo es einen Weg gibt.

04. - 11. September 2020: Athen (Griechenland)

Am Anfang war das Chaos. So beginnt Percy Jackson seine Erzählung der griechischen Mythologie, die wir uns auf der Fahrt am Olymp vorbei nach Athen anhören, damit wir nicht ganz unvorbereitet auf die Akropolis wandern.

Chaotisch ist auch unser erster Eindruck dieser Stadt, in die wir mitten im Berufsverkehr kommen und deren Straßensystems uns schon als Dschungel angekündigt wurde: Zwischen spiralförmig verlaufenden Einbahnstraßensystemen und Mopedfahrern, die sich in Shorts und Shirt an allen Verkehrsregeln vorbeischlängeln, sind wir mit unserer StVO-genormten Fahrweise definitiv am unteren Ende der Verkehrsnahrungskette, dafür erreicht unser Adrenalinspiegel neue Höhen. Dieser sinkt auch nicht, als wir kurzfristig eine neue Unterkunft suchen müssen, da uns der Vermieter unserer (wahrscheinlich zu langfristig) gebuchten Wohnung vergessen hatte. Innerhalb einer viertel Stunde landen wir also statt in Exarchia in Thissios und sind dabei noch näher an all den alten Steinen ist, die wir hier besuchen möchten.

Auch in Anthen lassen wir zumindest die ersten Tage erst ab dem späten Nachmittag durch die Stadt treiben: an der Agora vorbei zum belebten Monastiraki-Platz weiter zum Syntagma-Platz und durch den Nationalgarten. Am Oberservatorim entlang, wo wir erneut eine Schildkröte trafen, beobachteten wir, ein Taxi, das auf dem Weg zur Akropolis auf den jahrhundertealten, glatt-abgelaufen Steinen ins Rutschen kam, und folgten den verwinkelten Gässchen eines ursprünglichen Fischerdorfes mitten in der Stadt, in dem es neben den Katzen auch noch einige Bewohner*innen und tolle Street-Art gibt. Zum Glück schwindelfrei brachte uns die Standseilbahn durch den Berg Lykavittos auf den Stadtberg mit fantastischem Blick über ganz Athen und am Vouliagmeni-Strand konnten wir ins türkise Meer eintauchen und Blick vom Meeresspiegel aus in den Himmel gleiten lassen und all die vielfältigen Eindrücke verdauen, die diese Stadt in den paar Tagen auf uns gemacht hat, auch wenn wir bisher nur an der Oberfläche gekratzt haben: Diese Lebendigkeit und das  Neben- und Miteinander der jahrtausendealten wechselvollen Geschichte und der Zeichen von Krisen und Neubeginn lassen uns ganz sicher sein, dass wir wieder kommen werden.

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