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Reiseblog von Michel und Anni - Vanuatu 

Sonne satt

So fix vergeht die Zeit und nun ist schon bald Weihnachten. In den letzten Wochen ist wieder einiges passiert. Der Sommer ist da, die Sonne knallt und wo wir doch so gespannt waren auf die Ergebnisse aus Fiji, gab es diesbezüglich eine Planänderung. Fangen wir damit mal an:

Am 8.12 sollte Michel eigentlich mit seinen 2 Frauenteams losfliegen, um an der ersten Runde des Continental Cup teilzunehmen. Auf Grund der Masernepidemie in Samoa und Neuseeland wurde die Reise jedoch abgesagt. Es sollen momentan keine anderen Pazifikstaaten nach Fiji einreisen, damit sich der Virus nicht weiter verbreitet. Auch in Fiji gab es 2 Fälle und die Angst ist groß, dass es mehr werden. Somit blieb Michel hier und ich war froh, die erste Zeit ohne dem Papa noch etwas aufzuschieben :)

Stattdessen schwitzen wir hier vor uns hin, bestreiten den Alltag und genießen die Zeit in unserem neuen Heim. Das Haus gefällt uns immernoch sehr und Stück für Stück wird es wohnlicher und gemütlicher. Wir haben ein großes Wohnzimmer mit offener Küche. Daneben geht eine Treppe hoch zum offenen Gästebereich. Wir schlafen unten in einem separaten Schlafzimmer und dann gibts noch ein Bad. Klein aber fein :) In 1 Woche wollen wir alles was wir im Haus noch schön machen wollen, erledigt und vorbereitet haben, da dann der erste Besucher eintrifft. Maxi, ein guter Freund von Michel, kommt am 27.12. an und wir freuen uns schon ihm Vanuatu zu zeigen. Diese Zeit ist durch heiße statt weiße Weihnachten ja auch echt anders. Überall glitzert es in den Straßen und man sieht die kreativsten Weihnachtsbäume, viele recycelt aus Kokosnussschalen oder Pandanusblättern. Trotzdem kommt das klassische Weihnachtsgefühl eher selten auf.

Die enorme Hitze ist echt nicht ohne und wir sind froh, dass der ein oder andere Schauer, häufig nachts, die Böden feucht hält. In Australien sieht es momentan anders aus bei einer Durchschnittstemperatur von 40,9 Grad. Wir sehen und riechen bis hier die Rauchwolken des Feuers.

Über Weihnachten fliegen nun viele Expats nach Hause und dafür sind die Hotels voll. Typisch hier ist eher das australische Weihnachten am 25.12, wo sich am Morgen die Geschenke überreicht werden und es am Nachmittag Barbecue gibt. Die französische Community fügt noch den eher europäischen heiligen Abend am 24.12 hinzu und so ist es hier ein Mix aus verschiedenen Traditionen. Auf einem Kinderflohmarkt, den wir neulich besucht haben, schnappten wir ein süßes Gespräch von zwei Jungs auf. Der ein fragte den anderen, Welcher Weihnachtsmann denn dieses Jahr kommen würde. Der weiße oder der braune? Weihnachtsmann kommt. Der andere wusste es nicht und so lassen wir uns einfach mal überraschen. 

Bei uns wir eventuell auch der Weihnachtsmann vorbeischauen. Wir wollen zusammen mit Barbara und Sven in ihrem Garten einen gemütlichen Tag verbringen und deren Töchter Karlotta und Lupina hoffen, dass sie ihn dieses Jahr vielleicht mal erwischen. Wir werden sehen :)

Ansonsten treffen wir weiterhin viele alte Freunde, aber auch neue Bekanntschaften, da man sich durch Pepe nun auch in anderen Kreisen aufhält. Mittwochs gehts immer zum Muttitreff, was sehr nett und interessant ist. Viele verschieden Geschichten von den Kleinen und Reiseabenteuer werden ausgetauscht. 1-2x die Woche treffen wir Charlotte und Aaron zum Käffchen oder Bier. Meist im Holiday Inn Resort, wo die beiden nun aufgrund Charlottes Job als HR- Managerin wohnen.

Auch der Sport kommt nicht zu kurz: Wir waren schon Tennis spielen, im Gym schwitzen und auf Schwimmtour. Für Pepe haben wir bisher immer einen Babysitter gefunden und haben auch schon für die Zukunft eine nette Nivanuatu Mama im Auge. Die Frauen hier sind ganz verrückt nach Kindern und Babys und auch wenn sie selber keine Kinder haben, können alle mit Ihnen umgehen. Dies kommt durch das gemeinsame und durchmischte Leben im Dorf, wo immer viele Kinder und Babys aufwachsen und jeder mit jedem irgendwie verwandt oder verschwägert ist. Brothers and sisters everywhere.

Zum guten Schluss lernen wir nun auch endlich Bislama. Unser Lehrer Terry kommt zu uns nach Hause und hat uns schon alle Basics vermittelt. Nun sind wir am viel am üben im Alltag. Das kommt leider  unserem Englisch nicht gerade zu Gute, denn die Sprache ist quasi Englisch mit deutscher Aussprache.

Dies werden wir im nächsten Artikel mal näher erläutern.

Erstmal Frohe Weihnachten!

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