Es sind die kleinen Dinge im Leben
Tag #53 Montag, der 22.06. Von Krinides bis Evangelistria Land: Griechenland Die Nacht war gut, auch wenn die Kreuzung überraschend belebt war. Doch ich h


Veröffentlicht: 25.06.2026























Tag #54
Dienstag, der 23.06.
Von Evangelistria bis Thessaloniki
Land: Griechenland
Die Nacht war gut, niemand hat sich über meine Anwesenheit beschwert.
Also vielleicht schon, nur ist das dann an mir vorbei gegangen.
Da scheinen die Menschen wirklich sehr entspannt zu sein.
Anders als beim Grüßen, da sind die Leute meistens sehr zurückhaltend.
Es sieht teilweise anstrengend aus, wie starr der Blick nach vorne geht.
Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu sehr verwöhnt aus der Türkei.
Hornissen und anderes Fliegezeug sorgt dafür, dass ich mein Lager schnell abbaue und ein paar Meter weiter ziehe, um zu packen und zu frühstücken.
Die Schmetterlinge, die sich auf meinen Sachen niederlassen, sind mir deutlich lieber.
Endlich weiß ich auch, welche Früchte ich mir da in Istanbul geholt habe, es waren Maulbeeren. Habe diese jetzt in getrockneter Form in meiner Fruchtmischung für das Frühstück.
Die heftigsten Steigungen habe ich ja gestern Abend bereits bewältigt, sodass die heutige Tour durch die Berge anstrengend bleibt, doch überschaubar ist.
Leider führen die Abfahrten in erster Linie gerade nach unten, sind also langweilig und vor allem viel zu schnell vorbei.
Wenigstens mache ich so ein paar schnelle Kilometer, denn die Hitze ballert ordentlich.
Nach einer letzten Bergetappe breitet sich am frühen Nachmittag unter mir Thessaloniki aus.
Die Einfahrt erinnert ein bisschen an Istanbul, mehrspurige Straßen mit viel Verkehr, die Roller sind auch wieder dabei und ich eben irgendwo dazwischen.
Als erstes steuere ich den Weißer Turm, als Wahrzeichen der Stadt, an.
Nachdem ich mir eine Unterkunft gebucht habe, fahre ich erst noch was weiter die Promenade entlang.
Dadurch nähere ich mich dem Teil der Stadt, in welchem ich auf der Karte gesehen habe, dass es einen Fahrradladen gibt.
Also mache ich einen kurzen Abstecher dorthin und habe Glück, sie haben Seitenspiegel.
Das Einchecken funktioniert wunderbar problemlos und als erstes wird die Waschmaschine beladen.
Für die Dusche muss ich sowieso erst das Köpfchen drücken und auf warmes Wasser warten.
Ist inzwischen ja schon bekannt.
Da die Programme logischerweise auf griechisch angegeben sind, wähle ich 30 Grad und 600 Umdrehungen, wird schon passen.
Die Wohnung hat eine überdachte Dachterrasse mit Wäscheständer.
Beruhigend, um die Klamotten trocknen zu lassen, da dunkle Wolken aufziehen und es den Tag über schon schwül war.
Nachdem die Notwendigkeiten erledigt sind mache ich mich zu Fuß auf, um die Stadt zu erkunden.
Zu Beginn fiel es mir schwer eine Verbindung zur Stadt herzustellen, der Verkehr war zu nervig.
Das legt sich mit der Zeit und ich sehe einige schöne Ecken.
Auf der Tour telefoniere ich lange mit Juri und mit später mit Jenni und es tut gut, soziale Kontakte zu haben.
Natürlich ist es bereits nach Mitternacht, als ich im Bett ankomme, jetzt heißt es schnell schlafen gehen.
Song des Tages:
Sebastian Sturm - Time
Zwischenbilanz:
Es ist schön, wie weit ich es bisher geschafft habe und ein tolles Gefühl es auf der Karte zu sehen.
Etwas über 5000km habe ich inzwischen gemacht, das Fahrrad fängt langsam an zu ächzen.
Ein bisschen müssen wir noch durchhalten, dem Körper geht es, abgesehen von der ein oder anderen Blessur, weiterhin gut.
Verluste:
Schuhüberzieher
X Bananen
Zwei Donuts und eine Gurke
Umwerfer defekt, doch zum Glück ist das in Istanbul passiert und konnte repariert werden.
Bremsentausch in Bukarest war eine vorhersehbare Notwendigkeit
Immer passende Lagerplätze gefunden, irgendwas ergibt sich eben immer.
Und so schön mein Zelt auch ist und oftmals die praktischere Wahl, so freue ich mich wieder sehr darauf hoffentlich bald in der Hängematte liegen zu können. Unschlagbar.
Auf das Solarpanel werde ich zukünftig vermutlich verzichten und stattdessen eine weitere Powerbank einpacken, oder es durch eines mit mehr Leistung ersetzen.
Der Song des Tages ist super, um nochmal die bisherige Reise Revue passieren zu lassen.
Es gab bisher viele nette Begegnungen und ich freue mich auf die weitere Strecke und bin gespannt, was mich noch erwartet.
