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Live Kroatien

Vernunft schlägt Vorsatz

Veröffentlicht: 28.06.2026

Radtour
Thessaloniki → Edessa
Griechenland
Attraktion
Wasserfall bei Edessa
Edessa, Griechenland
Unterkunft
verfallene Hütte unterhalb des Wasserfalls
Frei­camping · Edessa

Tag #55

Mittwoch, der 24.06.

Von Thessaloniki bis Edessa

Land: Griechenland


Was für ätzende Mücken ... Das war so nervig, dass ich noch bis drei Uhr einen unruhigen Schlaf hatte und mich gekratzt hab wie blöde.

Obwohl ich keine gehört habe und mich schon gefragt hab, ob es anderes Viehzeug gibt.

Es wurde besser, nachdem ich das Mückenspray verwendet hab. Vielleicht war ich auch einfach so müde, dass ich komatös geschlafen habe.

Dann halt nach einer kurzen Nacht alle Sachen einpacken, schnell frühstücken und es gibt einen späten Start.

Der Verkehr ist lebhaft und es geht über Schnellstraßen raus aus der Stadt.

Als ich kurz Pause mache, hält kurz danach auch ein Grieche, ich glaube er hält mich für verrückt ob meiner Tour.

Es gibt etwas Regen, der sich zuvor schon durch den Geruch ankündigt, ist allerdings überschaubar.

Da bin ich wohl knapp an der Wettergrenze entlang.

Die Luftfeuchtigkeit ist jedoch sehr hoch und etwas unangenehm.

Auf meiner Route liegt eine historische Stätte, von denen es hier einige gibt, die ich ansteuere.

An dem angegebenen Punkt war vielleicht mal ein Zugang, das Parkplatzschild existiert noch, doch ist hier inzwischen alles zugewachsen.

Da ich keine Lust habe einen anderen Zugang zu suchen, mache ich nur Pause und fahre dann weiter.

Unterwegs komme ich, früher als gedacht, an einem großen Supermarkt vorbei und belade mein Rad wieder ordentlich. Damit bin ich für die weitere Fahrt eingedeckt und unabhängig.

Die Berge nähern sich wieder, beziehungsweise komme ich immer näher und damit auch die Grenze nach Nordmazedonien.

Eine heftige Steigung will bezwungen werden, der Gedanke an die Baldwin Street zwingt sich auf, nachdem einmal der Vergleich hergestellt wurde. Die Anzeige liegt wieder etwas oberhalb davon.

Es geht dabei vorbei an einem riesigen Wasserfall, der hier zwischen den Bäumen über Felsen in die Tiefe rauscht.

Wider erwarten schaffe ich es so noch bis Edessa, das direkt oberhalb liegt.

Es scheint ein beliebter Ferienort und hübsches Städtchen zu sein.

Nachvollziehbar, liegt es schön in den Bergen und das rauschende Wasser tut sein übriges.

Von oben gibt es eine großartige Aussicht in die Ebene und auf die Berghänge.

Und auf dunkle Regenwolken, die sich nähern.

Der Wind nimmt zu und es wird rasch dunkler.

Die Menschen werden hektisch, wie man es bei einem aufkommenden Gewitter kennt.

Dem Prinzip Hoffnung folgend fahre ich weiter der Route folgend. Darauf hoffend, dass es bald ein verlassenes Gebäude oder anderen gut geschützten Platz gibt, wo ich mein Lager aufschlagen kann.

Doch es geht nur bergauf und es bleibt bis zum nächsten Ort bei Berghängen.

Alles ungeeignet.

Im Dorf gibt mir ein alter Mann zu verstehen, dass es keinen Sinn macht auf meiner Route zu bleiben.

Da kommt nichts mehr.

Um das zu verstehen reicht seine Körpersprache, der Blick in den Himmel und seine energischen Worte und so kehre ich erstmal ins Zentrum des Dorfes zurück, um meine Optionen zu durchdenken.

Inzwischen hat heftiger Regen eingesetzt, ein Sturm ist aufgekommen und der Donner hallt durch die Berge.

Schlussendlich entscheide ich mich schweren Herzens, da vor mir Ungewissheit liegt, dafür die Strecke wieder zurück zu fahren.

Etwas unterhalb des Wasserfalls habe ich eine Art verfallene Hütte gesehen, die ich nun ansteuere.

Da es bergab geht sind die sechs Kilometer schnell gemacht und klitschnass komme ich an.

Die auf der Straße liegenden Äste geben mir recht, dass meine Entscheidung sinnvoll ist.

Der Platz in dem Unterschlupf, am ehesten erinnert es an eine Garage, ist ein bisschen kleiner, als ich es im Vorbeifahren gesehen habe und es regnet durch die Wand rein, sodass der Boden teilweise nass ist.

Doch wird es mir ausreichend Schutz bieten und das Zelt passt auch rein.

Vorsichtshalber eben komplett mit Außenhülle.

Als dann noch in der Nähe ein Ast herunterkracht, bin ich froh über meine Entscheidung.

So habe ich einen halbwegs trockenen und sicheren Platz für die Nacht und kann nach dem Abendessen entspannt schlafen gehen.

Song des Tages:

Amigo the Devil - Hungover in Jamestown

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer
Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Wasserfall bei Edessa
  • Aussicht in die Ebene und auf die Berghänge
  • Unterschlupf in einer verfallenen Hütte
MückensprayZelt
RoadtripNaturTransit
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Antworten (1)

Christinavor etwa 2 Monaten
Ai ai ai... Zum Glück hast du einen Unterschlupf gefunden...

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