Barfuß durch Bukarest
Tag #35 Donnerstag, der 04.06. Bukarest Land: Rumänien Irgendwas hat mich unruhig schlafen lassen und ich bin alles andere als fit. Doch ich hab Aufgaben


Veröffentlicht: 07.06.2026





















Tag #36
Freitag, der 05.06.
Von Bukarest bis Câlârasi
Land: Rumänien
Packen und einkaufen, inklusive neuer Zahnbürsten für mich und das Fahrrad, um den Tag über versorgt zu sein.
Dann kann es endlich wieder richtig los gehen.
Raus Raus Raus lautet die Devise, doch das ist eine Herausforderung, da mich das Navi über Wege Richtung Autobahn schickt.
Neben Kutschen und Handkarren sind auch Fahrräder verboten.
Ein Blick auf die Karte lässt jedoch keine Alternative zu, also Anlauf nehmen und einmal über die Brücke drüber.
Im Prinzip geht's auch nur zu den Seiten zur Autobahn.
Wird schon passen.
Ein paar Orte weiter holt mich ein Arbeiter auf seinem Fahrrad ein.
Sein Englisch reicht aus, um mir eine Liebesbekundung zuzurufen und ich bekomme ein herzliches "i love you" mit auf den Weg.
Und dann beginnt die Eintönigkeit.
Noch weniger Abwechslung, als in der bulgarischen Tiefebene, dafür mehr Hauptstraßen und Verkehr.
Der viele Verkehr, oder das es keine ersichtlichen Verkehrsregeln gibt, macht sich für mich auch bei der Anzahl überfahrener Tiere bemerkbar.
So weiß ich, dass es hier unter anderem auch Schildkröten und Schlangen gibt.
Und während ich so durch die Gegend radel, den Kopf auf Stand-by geschaltet, denke ich an meine erste Radtour zurück, die ich alleine gemacht habe, damals von Mönchengladbach nach Trier zur Familie.
Und 20 Jahre später bin ich statt 3 Tagen nun halt 3 Monate unterwegs.
Und trotz der Eintönigkeit lassen sich in der Regel immer Perlen finden und so kann ich am Nachmittag eine spontane Rast am Ufer eines Sees einlegen, an welchem ich vorbei komme.
Meine Mittagspause hab ich in dem einen Waldstück gemacht, um etwas Schatten zu haben.
Den Tag über komme ich gut voran und meinem Tagesziel näher.
Im Vorfeld habe ich mir die Strecke angeschaut und eine Stelle gesehen, bei welcher ich hoffnungsvoll bin einen Lagerplatz, da es nochmal Wald geben soll, zu finden.
Die ausgesuchte Ecke erweist sich als Glückstreffer, da ich über einen kleinen Weg zu einem schönen Platz an einem Seitenarm der Donau finde.
Zu dem es wohl auch andere Wege gibt, da ich auch Autos sehe.
Obwohl hier bereits einige Leute campen, was in Rumänien weit verbreitet ist, ist es schwer meinem Kopf begreiflich zu machen, dass es vollkommen in Ordnung und legitim ist hier zu übernachten.
Und dabei bin ich derjenige, der seinen Müll, und noch ein bisschen mehr, einsammelt und keine laute Musik laufen hat.
Schwierig ist es zwei passende Bäume für meine Hängematte zu finden. Doch auf Zelt habe ich keine Lust und nach etwas Suche ist auch das geklärt.
Auch wenn ich jetzt näher einem anderen Camp bin.
Nach dem Aufbau geht's Richtung Wasser und ich genieße mein Abendessen. Halb im dunkeln, da weiter Richtung Osten die Sinne schon wieder früher untergeht.
Da der Wind aus Süden kommt, bilde ich mir ein bereits bulgarische Luft riechen zu können und dämmere weg.
Song des Tages:
Soilwork - Stabbing the Drama
