Und der Tag am Meer
Tag #38 Sonntag, der 07.06. Constanța Ausschlafen. Und wie ich ausgeschlafen hab, so richtig wach geworden bin ich erst kurz nach Mittag. Herrlich. Frühst


Veröffentlicht: 09.06.2026
























Tag #39
Montag, der 08.06.
Von Constanța bis Kawarna
(das ist die Schreibweise mit den mir zur Verfügung stehenden Buchstaben ...und so lässt es sich aussprechen)
Land: Rumänien / Bulgarien
Vor dem Frühstück geh ich erst einmal eine Runde Schwimmen.
Voll auskosten, dass die Unterkunft direkt am Strand liegt.
Und ich am verdammten schwarzen Meer bin!
Es ist warm, die Sonne scheint und das Wasser ist herrlich erfrischend.
Definitiv der bestmögliche Start in den Tag.
Anschließend "laufe" ich zurück.
Naja, es ist immerhin ein gehen, ich vermeide es in der Regel zu joggen.
Während ich meine Haferflocken frühstücke, packe ich schon mal weiter meinen Kram zusammen.
Dann geht's zum Einkauf, der einzigen fest geplanten Station für heute.
Alles andere lass ich auf mich zukommen.
Wie die Bundesstraße, der ich einen Großteil des Tages folge.
Was auch praktisch ist, da meinem Navi jetzt endgültig das Kartenmaterial fehlt.
Das hat es auch früher schon mal angezeigt, deswegen hab ich den Hinweis ignoriert.
Das bedeutet, ich folge der angezeigten Linie, doch fehlen sonstige Straßen und Wege.
Das ist ärgerlich, da es gelegentlich schon mal mehr Sinn macht auf der Straße zu bleiben, als jedem Routenvorschlag zu folgen.
Und in den paar Städtchen, bzw größere Orte, Verfahrens ich mich dann auch schon mal, da mit eben die Ansicht fehlt, welche Straße genau gemeint ist.
Kümmer ich mich später drum, da ich ansonsten die aktuelle Routenaufzeichnung beenden müsste.
Auf gar keinen Fall.
Es fällt mir zur Abwechslung mal leicht einige der Ortsnamen zu behalten.
Haben sie doch so kreative Namen, wie Venus, Jupiter, Neptun ...
Allerdings muss ich zweimal hingucken, als ich "23 August" ausgeschildert sehe.
Zunächst bin ich fest überzeugt die Kilometerangabe falsch verstanden zu haben, doch der Ort heißt tatsächlich so.
Später komme ich auch noch durch "2 Mai" ...
Es sind historische Daten, interessant, dass Orte danach benannt sind.
Ansonsten ist der Tag recht unspektakulär, weil Bundesstraße, natürlich immer lange Stücke geradeaus, blickdichter Bewuchs zu den Seiten und viel Verkehr.
Hinter mir zieht sich wieder alles zu, und doch habe ich Glück und fahre den Tag überwiegend durch Sonnenschein und die paar Wolken zwischendurch machen das Fahren angenehmer.
Und dann kommt die bulgarische Grenze.
Yeeha.
Land Nummer #7.
Was mir recht schnell auffällt ist, dass es viele Windräder und Überlandbusse gibt.
Die Autos bremsen mehr und halten Abstand beim Überholen. Sehr viel angenehmer für mich.
Jedenfalls tun das die meisten und plötzlich ist das auch denjenigen mit rumänischen Kennzeichen möglich.
Zudem gibt es mehr Bewuchs in Form von Bäumen. Teilweise in der Ferne, doch ich bin optimistisch, was die Suche nach einem Nachtlager angeht.
Die Dörfer sehen in meinen Augen recht ähnlich aus wie in Rumänien.
Weniger protzige Gebäude.
Wobei doch alles etwas einfacher und rustikaler wirkt.
Am Abend muss ich nochmal Wasser an einer Tankstelle besorgen und passend finde ich kurz nach dem Ortsausgang eine geeignete Stelle, um in den Bäumen zu verschwinden.
Es wird früh dunkel und so liege ich, nach dem Abendessen, entsprechend zeitig in der Hängematte.
Gut so, kann ich kaum noch die Augen offen halten.
Fazit Rumänien:
Ein wunderschönes Land.
Sehr vielfältig, was die Landschaft betrifft, bis zu den Kontrasten zwischen arm und reich, sowie in Teilen modernen Städten und einfachem Dorfleben.
Die paar Kontakte die ich hatte, waren ausgesprochen positiv und herzlich und glücklicherweise hat sich das Sprichwort wieder bewahrheitet, Hunde die bellen, beißen nicht.
Wenn ich eines Tages nochmal die Gelegenheit haben sollte hierher zu kommen, würde mich das sehr freuen.
Song des Tages:
Milking the Goatmachine - Seven (... A Dinner for One)
