καλημέρα [kaliˈmera]
Tag #51 Samstag, der 20.06. Von Feres bis Nähe von Glykoneri Land: Griechenland Der Tag beginnt mit dem Frühstück auf dem Balkon, die Sonne knallt schon ordentlich. Ke


Veröffentlicht: 23.06.2026
Tag #52
Sonntag, der 21.06.
Von Nähe von Glykoneri bis Krinides
Land: Griechenland
Das waren wirre Träume von aggressiven Minotauren.
Sehr skurril und lebhaft.
Immerhin passend für Griechenland, auch wenn Kreta weit entfernt ist.
Ansonsten war die Nacht ruhig und ich konnte ganz gut schlafen, auch sind keine Rückenschmerzen zu verzeichnen.
Zufällig befinde ich mich, nachdem ich gestern die Route aus Gründen abgeändert habe, fast genau auf der eigentlichen Strecke und setze meine Reise gen Westen fort.
Über Landstraßen geht es weiter und so habe ich Gelegenheit die Landschaft zu betrachten.
Das nun kommende Naturschutzgebiet ist sehr schön.
Weite Wasserflächen, über denen die Vögel kreisen, auf einer Insel steht eine einsame Kirche.
Über einen Holzsteg zu erreichen, der auf die Entfernung recht wackelig aussieht.
Scheint bei der Anzahl an Touristen zu funktionieren.
In der Ferne erheben sich die Berge.
Ansonsten bleibt der Tag recht unspektakulär, gelegentlich passiere ich mal ein Dorf.
Und es bleibt dabei, der Route folgen ist manchmal eine falsche Entscheidung.
Da es entlang eines Flusstals gehen soll drehe ich nochmal um, in der Hoffnung auf Schatten und vielleicht was Abkühlung. Zuerst wollte ich stumpf der Hauptstraße folgen.
Der Anfang des Weges ist auch sehr schön, dann lande ich vor einer grünen Wand.
Also wieder umdrehen und zurück auf die Hauptstraße.
Wenige Kilometer vor Kavala kommen mir zwei Bikepacker entgegen und man grüßt sich.
Kurz denke ich, dass es auch schön gewesen wäre mit ihnen zu quatschen, doch der Moment ist schnell vorbei und so geht's weiter.
In der Stadt wird es Zeit Pause zu machen und mal aus der Sonne raus zu kommen, weswegen ich einen Baum an der Uferpromenade ansteuere.
Dort sitzt Nathan und futtert sein Müsli, ein Bikepacker aus Deutschland, auf dem Weg in die Osttürkei und noch viel weiter.
Wir unterhalten uns lange und tauschen unsere Erfahrungen aus.
Sein Erstaunen darüber, dass ich verheiratet bin, macht nochmal deutlich, wie besonders die Unterstützung ist, die ich durch Jenni erfahre, während ich Europa erfahren kann.
Im Nachhinein denke ich, dass es noch schön gewesen wäre ins Wasser zu gehen, doch es ist auch gut, wie es ist.
Der Austausch entspannt mich auch nochmal, was meine weitere Strecke angeht, da Nathan aus Norden kommt.
Die letzten Tage habe ich mich etwas getrieben gefühlt, da mir noch die Übersicht zu den verbleibenden Kilometern entlang des Trans Dinarica bis Tolmin fehlt.
Werd ich mich die Tage mit beschäftigen, wenn ich in Thessaloniki bin.
Kurz überlege ich auch noch meine Route anzupassen, doch bleibe ich bei der nördlichen Strecke, wie sie mir empfohlen wurde, da dort weniger Verkehr ist.
Dafür mehr Höhenmeter, die ich nach der Weiterfahrt in Angriff nehme.
An einer Tankstelle, wo ich meine Wasservorräte auffülle, spricht mich noch ein Anwohner an, ein Freund von ihm ist momentan in Kirgisistan unterwegs.
Natürlich mit dem Fahrrad.
Von ihm erhalte ich auch eine Empfehlung für mein Abendessen und so steuere ich den nächsten Ort, Krinides, an.
Von dort aus fahre ich dann doch direkt Richtung Serres, da die Strecke auf der Karte besser aussieht, was potentielle Lagerplätze angeht.
Nach ein paar Kilometern werde ich auch fündig, unter einem großen Baum steht eine Bank und dahinter gibt es eine Fläche, die sehr geeignet aussieht.
Erstmal esse ich nochmal zu Abend, da ich im Prinzip immer Hunger habe, bevor ich bei anbrechender Dämmerung mein Zelt aufbaue und mich vom Tag verabschiede.
Song des Tages:
Mirar - Oslo
