Pfandflaschen
Tag #5 Dienstag, 05.05. Der Tag beginnt, wie der gestrige geendet hat. Und hatte das Plätschern vom Regen gestern noch etwas idyllisches, während man in der Hängematte schaukelt,

Veröffentlicht: 07.05.2026
Tag #6
Mittwoch, 06.05.
50% unserer heutigen Planung haben wir in die Tat umsetzen können.
Ausschlafen? Check.
Ganz der faule Wurm, der wartet bis der Vogel wieder weg ist.
Und dann war der Wurm drin.
Es begann schon mit einem riesen Schock, nachdem wir fertig waren mit Abbau.
Dave hatte noch Interesse an einem sonderbar aussehenden Stein im Laub.
Zum Glück, es war mein Portemonnaie. Es muss mir beim gestrigen Abendessen an seinem Lager aus der Bauchtasche gefallen sein.
Obwohl mir die Gefahr nie bewusst war und das Unheil abgewendet, wurde mir etwas anders.
Schock verdaut.
Dann also los in den Regen.
An der ersten Option sich trocken unterstellen zu können, wird mal die Kette gereinigt und geölt.
Eine notwendige Verzögerung.
Bei einer Abfahrt kurze Zeit später reißt mir der letzte Kabelbinder an meiner Gepäcktasche, die daraufhin von einer letzten Halterung an mein Rad geklammert, ein Eigenleben entwickeln will und meint alleine die Welt erkunden zu können.
Also anhalten, Taschen abnehmen, Kabelbinder raus, Halterung anbringen, andere Seite direkt mit versorgen, Taschen wieder rein.
Weiter geht's.
Thale ist ein Ort, den wir uns auch merken werden. Neben Hexenhäuschen, die Walpurgisnacht lässt grüßen, gibt es wieder den Eindruck einer schönen Altstadt.
Beim Zwischenstopp am Supermarkt treffen wir auf einen anderen Bikepacker, der einmal gemütlich den Harz umrunden will.
Mit dem Harz haben wir abgeschlossen und fahren aus den Steigungen heraus wieder in die Ebene. An Landstraßen vorbei geht es durch die Felder.
Es ist bereits Nachmittag und erst knapp 50km auf dem Tacho.
Heute ist das vorankommen müßig.
Dennoch machen wir uns Gedanken um unser Nachtlager und werfen einen Blick auf die Karte.
Leider ist auf lange Sicht kein Wald auszumachen und so passen wir die Strecke an, um eine Schutzhütte anzusteuern.
Bedeutet leider auch wieder ein weites Stück der Strecke zurückfahren zu müssen.
Dabei passiert es dann, das Dave von einem Auto angefahren wird, das aus einer Ausfahrt herauskommt.
Zum Glück geht es Dave gut und er übersteht den Zusammenstoß unbeschadet, sodass es bei einem Materialschaden bleibt.
Neben einer zerkratzten Stoßstange hat der Vorderreifen eine acht und blockiert am Schutzblech.
Erstmal sammeln, durchatmen, Optionen abchecken.
Die Entscheidung fällt so aus, dass wir ein Appartement in Aschersleben nehmen, dort gibt es Fahrradläden. Unsere Hoffnung für morgen, da es auch schon kurz vor 18:00 ist.
Schutzblech wird angeschraubt, kurzer Test und in einem sehr gemütlichen Tempo fahren wir die letzten 17km des Tages.
Es erwartet uns eine schön große Unterkunft, die erstmal dafür genutzt wird in allen Ecken und Enden unseren Kram aufzuhängen, damit das Zeug trocknen kann.
Bei der heißen Dusche, was für ein Luxus, werden noch die Klamotten gewaschen.
Nach dem Abendessen geht's dann ab ins Bett.
Ein tolles Gefühl sich einfach umdrehen zu können, doch das Schaukeln der Hängematte fehlt uns bereits jetzt.
