Irgendwas ist immer
Tag #7 Zur Ladenöffnungszeit steht Dave parat und hat im zweiten Laden Glück. Ihm kann die Felge gerichtet werden, sodass wir unsere Reise mit leichter Verzögerung fortsetzen...

Veröffentlicht: 09.05.2026
Tag #8
Freitag, der 08.05.
Von Oranienbaum bis Beelitz
Der Beginn der zweiten Tourwoche.
Während ich noch abbaue, ist Dave bereits dabei seinen Reifen zu flicken.
Er macht das sehr routiniert, die Arbeit mit den Jugendlichen ist da wohl hilfreich, und schnell ist alles erledigt, los geht's.
Der Wetterbericht hält seine Versprechungen und bei bedecktem und trockenem Wetter radeln wir uns durch die Gegend.
Heute läuft's und wir kommen gut voran.
Die Landschaft ist so abwechslungsreich und die zu fahrenden Wege so vielfältig, dass es schwer ist, all die unterschiedlichen Eindrücke adäquat zu beschreiben.
Dafür müssen dann halt die Bilder herhalten und ausreichend sein, um einen Ansatz von Einblick zu ermöglichen.
Heute warten wieder was mehr gut ausgebaute Wege auf uns, die vor allem durch lange Waldstücke führen.
Ab und an Landstraßen, vorbei an Feldern und durch die ein oder andere Ortschaft.
Auffällig ist, dass viele Straßen über Kilometer hinweg schnurgerade verlaufen.
Wo es keine topografischen Einschränkungen gibt, ist die kürzeste Verbindung ...
Gefühlt können wir immer sehen, wo wir zehn Minuten später sein werden.
Es macht auf uny einen schwedischen Eindruck.
Ausgedehnte Nadelwälder , die graden Straßen und süße Hütten an den Seen.
Noch am Vormittag passieren wir Ferropolis With Full Force.
Kurzer Stopp am Baggersee, schwelgen in Erinnerungen an vergangene Festivals.
In der schönen Lutherstadt Wittenberg gibt's eine weitere Rast am Marktplatz. Kaffee und Teilchen und die Vorräte werden auch wieder aufgefüllt.
Erfreulich für uns, dass die Wege wieder besser werden.
Auch wenn uns die gestrigen Eindrücke noch nachhängen. Zu krass die Unterschiede in den unterschiedlichen Bundesländern.
Den ganzen Tag schon kommen wir an Schutzhütten vorbei, die einen soliden Eindruck machen. So kommen wir auf unseren gestrigen Plan zurück, die Nacht in einer zu verbringen. Schutzhütten haben wir bereits gestern angesteuert, es jedoch aufgrund der Qualität und mangelnden Vertrauens in die Konstruktionen aufgegeben.
Heute sind wir hoffnungsvoll und radeln munter weiter.
Ob es das trockene Wetter ist, die Qualität der Wege, die fehlenden Höhenmeter (es ist am Ende des Tages +-0) ... Wahrscheinlich eine Kombination von allem, und nach über 120km kommen wir an einer Schutzhütte an.
Es kommt zwar neben ein paar Joggern auch noch ein Krankenwagen und Notarzt mit Blaulicht durch den Wald, was uns bezüglich der Platzwahl etwas verunsichert, doch schlussendlich bleiben wir, trotz des überraschenden Verkehrs.
Gute Entscheidung, nachdem die Hängematten uns betten, wünschen wir uns zufrieden und warm eingepackt eine gute Nacht.
Song des Tages:
Zombiez - Zatan lebt (Full Force '24)
