Besançon, La Citadelle, die Altstadt
Imponierend erscheint das Bauwerk La Citadelle auf dem Felsen oberhalb der Schleife des Doubs, das war unser nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin hat sich dann mein Chinese...


Veröffentlicht: 18.06.2025
Wir haben die schlechteren Tage in Besançon ausgesessen und wollten dann weiter in Richtung Montbéliard fahren. Geplant haben wir 3 Etappen, wir waren unsicher, ob das auch in zwei Tagen zu schaffen ist. Wir haben auch keine Eile.
Die letzten Tage hatten wir doch ziemlich starke Niederschläge und seit Dole, seit wir einen Großteil der Strecke auf dem Doubs fahren, hatten wir doch deutliche Strömung auf dem Fluss.
Unsere Entscheidung, ganz am Ende des Steges in Besançon festzumachen, war in Bezug auf die Feierstimmung unserer jungen Nachbarn sicher die richtige. Am Vortag unserer Abreise haben wir dann die Kehrseite der Medaille erkannt, wir haben den ganzen Dreck, den der Doubs runtergespült, an erster Stelle eingefangen und der hing unter der Badeplattform im Z-Antrieb fest, einschließlich Baumstamm.
Wir versuchten das zu beseitigen, aber so schnell wie wir Stücke aus den gesammelten Werken entfernen konnten, kamen die Ersatzbüschel sofort wieder von oben nach. Also, nächsten Morgen vor der Abfahrt alles noch einmal und eine halbe Stunde früher aufstehen.
Wir legten um 800 ab, mit uns die Amerikaner, die hatten aber entschieden, den Tunnel zu nutzen und fuhren dann wieder den Doubs abwärts. Danach waren wir alleine.
Auf der Strecke nichts neues gegenüber den Vortagen, enges Tal, stellenweise schroffe Kalkfelsen, wir sind im Jura.
In Baume-les-Dames angekommen gab es noch zwei oder drei Plätze. Bei dem Hafen handelt es sich um eine kommunale Anlage, bestehend aus Hafen, Wohnmobilstellplatz und Campingplatz, bei der Capinainerie ist auch noch ein Lokal dabei. Alles gut ausgebaut und auch räumlich getrennt. Da der Platz nur wenige Kilometer entfernt der A36 liegt, wird der gut von durchreisenden Wohnmobilisten genutzt. Unter anderen haben wir so auch Heiner getroffen, die gar nicht aus Darmstadt kamen, Owerroamschdt sei gegrüßt. Sie erzählten uns, dass dieser Platz mittlerweile zur ständigen Einrichtung bei deren Rückreise aus dem Süden geworden ist.
Wir können das bestätigen, eine sehr schöne Anlegestelle auch mit dem Boot, wenngleich die Stadt nicht so allzu viel zu bieten hat. Der Supermarkt liegt in einer Entfernung von 5 Gehminuten, der Radwanderweg ist bestens frequentiert und auch der Campingplatz wird gut angenommen. Morgens und abends kamen Schulklassen, die ihre Klassenfahrt hierher verlegt hatten, Wandern in der Natur und das kann man ganz bestimmt.
Es gibt einen kleinen schmucken Ortskern, der leider schon etwas in die Jahre gekommen ist. Meist trifft man dort ältere Leute, der Ort befindet sich im Dornröschenschlaf.
Direkt nach unserer Ankunft mussten wir erfahren, dass auf Grund der Niederschläge der letzten Tage im Raum Montbéliard wegen Hochwasser die Schleusen gesperrt sind. Eine Weiterreise war deshalb nicht möglich, wir entschlossen uns kurzer Hand, eine Pause von drei Tagen einzulegen.
