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Welcome to the jungle

Veröffentlicht: 14.11.2023

Heute begeben wir uns in eine der entlegensten Orte Costa Ricas. Die Osa-Halbinsel liegt am südlichsten Zipfel des Landes und gilt als einer der aussergewöhnlichsten Regionen dieser Erde mit einer der grössten Artenvielfalten des Planeten. 

Von unserer Traumvilla in Manuel Antonio brechen wir also auf in unberührte Natur, kurz we are ready for the Jungle. 

Vor das Dschungelerlebnis hat der liebe Gott eine lange Anreise mit dem Auto gestellt. Wir fahren durch hübsche Orte, wie zum Beispiel Uvita, Heimat des Ballenas Marineparks. In dieser Gegend tummeln sich von August bis Oktober zahllose Buckelwale, die hier in den warmen Gewässern des Pazifik ihre Babies zur Welt bringen. Witzigerweise gibt es in Uvita einen Strand, der wie eine Walflosse aussieht, 

Nach ca. 3 Stunden kommen wir in Puerto Jimenez an, dem Sprungbrett für die Osa Halbinsel. 

Nun steht der schwierigste Teil der Reise an, eine "Strasse" führt in unser Haus, die übersäht ist mit Schlaglöchern, die Meteoritenkratern ähneln. Man fragt sich ,ist das noch Strasse oder schon Krater. Wie schon bei unserer ersten Reise irren wir ziemlich verloren umher. In diesem Teil der Welt funktioniert nicht mal das gute alte GPS. 

Irgendwann reicht es uns und wir fragen einen uns entgegenkommenden Fahrer eines Trucks nach dem Weg. Wir sind tatsächlich gar nicht so weit vom Ziel entfernt. 

Unsere Bungalowanlage im Dschungel erwartet uns. Als wir aus dem Auto steigen, scheint es allen  die Sprache zu verschlagen. 

Ich kann den inneren Aufschrei unserer drei Mitstreiter förmlich hören. 

"Was zur Hölle ist das? Wir wollen ein Tulemar und keine Baumhöhle."

Langsam erlangen alle ihre Fassung wieder und wir betreten das urige Haus. Mit schöner Küche und Open Air Sitzbereich. 

Zeit sich einzurichten. Die Mienen beim gemeinsamen Kaffee verraten mir, dass alle noch unter Schock stehen. Von der Luxusvilla zum Baumhaus, welch ein Abstieg, höre ich sie in sich hineinfluchen. Ich finde das Haus gemütlich ,rustikal. Als alle ihre Fassung wiedererlangt  haben, heisst es Feuer frei. Es ist zu warm, die Betten sind zu klein, die Sachen werden feucht,

haben wir überhaupt warmes Wasser, das Haus hat keine Fensterscheiben, was kommt da alles hereingekrabbelt. Bla, bla, bla. Leute, wir sind im Dschungel in the middle of nowhere, was habt ihr erwartet? Ich verspüre den Drang, mich zu entschuldigen, aber wieso? Ihr habt das Haus doch mit ausgesucht, also, so what, gebe ich nur zu verstehen. Das Haus ist tatsächlich sehr gemütlich. Vom Wohnbereich hat man einen traumhaften Blick auf das Meer und man ist umgeben von Wildlife. Praktisch Tulemar in der Aldiversion. Natürlich sage ich das nicht, aber denke mir meinen Teil. 

Ich habe das Gefühl, dass alle Angst haben, ins Bett zu gehen und eine Mitstreiterin macht es sich dann sogar auf einer Mattratze im oberen Bereich des Hauses gemütlich für die Nacht. 

Meine Kollegin, die uns begleitet, wird recht bissig und als ich sie frage, ob ich ein Hotel für sie buchen soll, kommt wie aus der Pistole geschossen: Ja. 

Okay honey, thats not a problem at all. Ich suche ihr eine Lodge hier auf Osa aus und nenne ihr den Preis pro Nacht. Er liegt bei 800 Dollar. Auf meine Frage, ob ich buchen soll, erhalte ich nur ein kleinlautes "nein".Auf Osa gibt es nur entweder preiswerte, einfache Unterkünfte oder Luxuslodges.  Wer im Dschungel in einem der entlegensten Orte der Erde Luxus braucht, muss Luxuspreise zahlen. 

Gut ,die Nacht wird kurz, wir werden am nächsten Tag bereits um 4.00 Uhr aufbrechen zum ersten Hike. Also heisst es gute Nacht. 

Ich schlafe wunderbar in dieser Nacht, die Natur singt ein Schlaflied, wie es schöner nicht sein kann. 

Welcome to the Jungle


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