Taiwan - umgeben von Bergen
Meine nächste Reise führte mich nach Taipei. Diese ist zwar schon ein wenig her, doch durch die Examen in den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit mich auf einen neuen Post zu...


Veröffentlicht: 21.12.2017











Nach einigem Drängen möchte ich euch nun auch ein wenig von Mamis und Papis Besuch in Seoul erzählen, und besonders von unserem Ausflug zur Demilitarisierten Zone.
Angekommen waren die beiden am 26. Oktober in Seoul, und nach einem leckeren Abendessen, in Form von Korean BBQ, und einem Besuch meines Zimmers, machten wir uns tagsdarauf erst einmal auf den Weg in einen der vier Paläste Seouls und in das traditionelle Bukchon Hanok Village, in dem selbst heute noch viele der alten Häuser bewohnt sind. Dieses erkundeten wir mit Daniel, einem unserer besten Freunde aus Maastricht, der seinen Austausch in Hong Kong verbringt und für ein Wochenende nach Seoul gekommen war.
Nach weiterem Sightseeing, dass sich aber sehr mit den vorherigen Posts deckt, machten wir uns am Samstag auf zur DMZ. Eine erste kleine Überraschung erwartete uns im Bus. Dort wurde uns erklärt, dass unsere Tour uns garnicht wirklich in die bekannte und offizielle Demilitarisierte Zone bringen würde, sondern nur in den südlich gelegenen koreanischen Teil. So besteht die DMZ, aus der von den Nordkoreanern kontrollierten Seite, und der von den USA kontrollierten Seite im Süden. Weiter südlich gibt es dann noch einen von Südkorea kontrollierten Teil, den wir besuchten. So konnten wir auch die JSA und das so bekannte Panmunjeom nicht besichtigen (dies sind die blauen Häuser vor die von allen Präsidenten, außer Trump, besucht wurden, und vor denen alle offiziellen Fotos gemacht werden).
Unsere Tour begann daher bei der Unification Bridge, an der viele Gefangene ausgetauscht wurden und die Zusammenführung von Nord- und Südkoreanischen Familienmitgliedern stattfand. Hier konnte man auch eine Eisenbahn besichtigen, die sich in den Kriegsgebieten befunden hatte und demnach viele Schusswunden aufwies. Weiter ging es danach in den 3rd Infiltration Tunnel, einen von 4 den Südkoreanern bekannten Tunneln, den Nordkorea zum Zweck von Angriffen auf Seoul gegraben hatte. Der fast 450m lange Tunnel, der sich am Ende nach Nordkorea erstreckt, wies einige interessante Merkmale auf, so wurde er beispielsweise mit schwarzer Kohle angemalt um den Eindruck einer alten Kohle Miene zu vermitteln. Gewundert hat uns jedoch, dass eben diese Farbe, trotz hoher Feuchtigkeit immer noch an den Wänden zu finden war, was fast den Eindruck vermittelte dass der Tunnel zu touristischen Zwecken erneut geschwärzt wurde. Der nächste Stopp war dann eine Aussichtsplattform, von der wir Nordkorea sehen konnten, was uns alle ein sehr mulmiges Gefühl gab und am Ende ein Bahnhof, der in Kooperation mit Nordkorea gebaut wurde, und früher Arbeiter zum geteilten Kaesong Industriegebiet in Nordkorea brachte.
Insgesamt war dies ein sehr eindrucksvoller Ausflug!
Als nächstes werde ich von meiner zweiten Reise nach Japan, dieses mal Tokio berichten!
Liebste Grüße, Kati
