muenchs-unterwegs
muenchs-unterwegs
vakantio.de/muenchs-unterwegs

Der erste Tag des Jahres

Veröffentlicht: 02.01.2023

In Chile sagt man, dass die ersten 12 Tage im Januar das ganze Jahr bestimmen. Wenn das so ist, dann wird zumindest der Januar schon sehr gut. Denn Heike beschloss einen Ausflug zu machen. 

Nachdem um 15 Uhr auch das letzte Familienmitglied gefrühstückt hatte, konnte unser Ausflug beginnen. 

Kurzfristig entschieden die Männer, dass sie Zuhause bleiben wollten. 

Die Mädels machten sich nun alleine auf den Weg nach Los Condes in das  Künstlerviertel "Pueblito de los Dominigos" Nachdem unsere Freunde uns warnten, dass wir eventuell mit langen Wartezeiten rechnen müssten, weil Busse und Metro am Feiertag nicht regelmäßig fahren würden. 

Es stellte sich aber zum Glück heraus, dass wir wohl sehr viel Glück hatten. Der Bus, der zur Metro fuhr, wartete netterweise auf uns, obwohl wir keine Anstalten machten, dass wir den Bus nehmen wollten. Von Deutschland geprägt, kam erst gar nicht die Hoffnung.auf, den Bus noch erreichen zu können, da wir bestimmt noch 200m entfernt waren. Da wir aber die einzigen Touristen sind, hat sich wohl der Busfahrer gedacht, dass wir mitfahren wollten. Die Zeit musste er dann wieder aufholen, daher bretterte er mit sehr hoher Geschwindigkeit die Straße entlang. Die Türen wurden bei circa 100 Stundenkilometern schon lange vor der nächsten Haltestelle geöffnet. Vorsichtiges Bremsen kannte der Busfahrer auch nicht. Das führte dazu, dass die Leute, die im Bus standen sich unfreiwillig umarmten. Aber das wird hier alles mit Humor genommen. 

Auch die Metro schien bereits auf uns zu warten, so dass es kein Problem war zu unserem Ausflugsziel zu kommen. Leider war es geschlossen. Ich hatte nicht gewusst, dass dieses Pueblo wie eine Art Weihnachtsmarkt ist, nur dass man durch den Weihnachtsmarkt laufen kann, auch wenn alles zu hat. Dort leider nicht. Wie konnten noch nicht einmal das Areal betreten. Ich dachte, es wäre eine Art Fußgängerzone in der Altstadt. Weit gefehlt! 

Plan B war, dass wir ein paar Stationen zurückfuhren nach Tobalaba. Dort gibt es ein riesiges Einkaufszentrum. Dort wollten wir etwas essen. Leider geschlossen!

Plan C war nun, dass wir den höchsten Aussichtsturm in Südamerika besuchten. Der Fahrstuhl erreichte das 62.Stockwerk (300m) innerhalb einiger Sekunden.

Die Aussicht war beeindruckend. Dort bekamen wir eine Ahnung wie vielfältig Chile ist.

Auch der Heimweg verlief ohne Komplikationen und Wartezeiten, da auch der Bus auf uns wartete. Es hat schon Vorteile, wenn man wie ein Tourist aussieht und der einzige ist. 

Den Abend schlossen wir mit einer gelieferten XL Pizza ab.

Das war ein wirklich schöner 1. Januar. In Deutschland empfinde ich diesen Tag immer so langweilig und öde.  

Antworten

Chile
Reiseberichte Chile