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6 Tage Baltikum / 6 days Baltic States

Veröffentlicht: 22.08.2023

Mo. 14.08.2023

Kurz nach Mitternacht trafen wir in Tallinn ein und übernachteten gleich am Hafen. Nach dem Frühstück gingen wir zu Fuss los, um die Altstadt zu besichtigen. Wie wir es immer so machen, googelten wir die groben Daten zum Land. Estland ist ein bisschen grösser als die Schweiz, hat aber tatsächlich nur 1.3 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Tallinn beherbergt rund 430'000 davon. Den Tag verbrachten wir, in dem wir die Strassen hoch und runter schlenderten, die gängigsten Gebäude und Denkmäler anschauten und Glacé assen. Auch spazierten wir raus an den neuen Hafen, wo die grossen Kreuzfahrtschiffe ankommen würden.

Am frühen Abend entschieden wir uns, dass wir das für uns wichtigste der Stadt gesehen haben und weiterfahren möchten. Aufmerksame Leser dieses Blogs haben vielleicht mittlerweile bemerkt, dass wir beide nicht unbedingt die grossen Stadtmenschen sind. Um aus der Stadt zu gelangen, fuhren wir am Bahnhof vorbei und dieses Quartier schien ziemlich lebendig zu sein, mit vielen bunten Restaurants, Bars und Kulturzentren. Das wäre wohl noch ein toller Ort zum Verweilen gewesen. Wenn also wer von euch mal dorthin reist, lasst uns wissen wie es war.

Nach einer einstündigen Fahrt trafen wir in einem Ort namens Padise ein und übernachteten dort auf einem Parkplatz von einem Wanderweg. In den baltischen Staaten ist es übrigens auch erlaubt, frei zu campen, sofern man sich an die gängigsten Regeln hält.

Di. 15.08.2023

Wir merkten schnell, dass Estland kein dicht besiedeltes Land ist, denn auch hier waren wir oft im Wald. Aber Estland betreibt definitiv mehr Landwirtschaft, und deswegen hatten wir etwas abwechslungsreichere Aussicht.

Unser erster Halt war der Strand von Keibu. Das Wetter war sensationell und es machte Freude, barfuss an diesem Sandstrand zu laufen. Nur hatte es mehr als einen Haken: Das Meer war voller kleiner Quallen. Und wir übertreiben nicht, wenn wir sagen «voll». Google sagte zwar, dass diese Art Quallen nicht brennen, es hatte auch einige Menschen im Wasser, aber wir hatten unser Badezeug eh nicht mitgenommen. Der andere Nachteil war die Ameisen. Der Strand war übersät von den Viechern und man konnte keine Minute stellstehen, ohne dass sie einem das Bein hochkrabbelten.

Fürs zMittag fuhren wir in den nächsten kleinen Ort namens Nova. Das lokale Restaurant bot drei Mittagsmenüs an und für sage und schreibe 9 Euro (!) assen wir ein leckeres, gut portioniertes Mittagessen.

Da das Land so klein war, fuhren wir noch eine weitere Stunde nach Haapsalu, wuschen dort den Bus von oben bis unten und verbrachten den restlichen Tag auf dem Camping Pikseken im Ort Haapsalu.

Mi. 16.08.2023

Am Morgen erkundigten wir das Städtchen Haapsalu mit seiner Bischofsburg aus dem 13. Jahrhundert. Der Westen Estlands soll sehr an Schweden erinnern, gehörte es schliesslich lange dazu. Estland hat viele hübsche bunte Holzhäuser, im Dorf oft aneinandergereiht. Während dem zMittagessen entschieden wir uns, die Inseln im Westen auszulassen und weiter in den Süden zu fahren. Immerhin sind wir schon den dritten Tag in Estland und haben nur noch 1.5 Wochen Zeit. Nur noch… es ist noch nicht lange her, da hatten wir noch 1.5 Monate Zeit, es waren auch schon mal drei Monate. Wie schnell die Zeit doch vergeht.

Somit fuhren wir 1.5 Stunden in den Süden, fuhren an schönen Dörfern mit gepflegten Gärten und Kirchen aus roten Ziegelsteinen vorbei und landeten schliesslich im Soomaa Nationalpark. Dort machten wir eine kleine Wanderung durch die Sümpfe. Hier gab es vor allem Fliegen, Hummeln und Libellen. Interessant war, die Grenze zwischen Wald und Moor klar zu sehen.

Als es langsam Zeit wurde fürs zNacht fuhren wir in die Stadt Pärnu fürs zNacht und einen Verdauungsspaziergang. Übernachtet haben wir aber etwas ausserhalb der Stadt direkt am Strand.

Do. 17.08.2023

Nun war es Zeit für Lettland. Die Grenze war nur eine halbe Stunde Fahrt entfernt und wir kamen eigentlich unbemerkt drüber. Noch eine weitere Stunde Fahrt später trafen wir am Strand von Saulkrasti ein. Ein riesiger schöner Strand, mit einer 18 Meter hohen, überwachsenen Düne mit einem 4 Kilometer langen Holzbretter-Pfad. Es war wunderschön, hier zu spazieren, oben auf dem Pfad so wie barfuss direkt im Meer auf dem weichen Sand. Das Wasser war eher kalt und der Wind war auch kräftig.

Nachdem wir genug unsere Füsse geschwadert und zMittag gegessen hatten, fuhren wir weiter in die Hauptstadt Riga. Landschaft war Lettland aus unserer Sicht nicht viel anders als Estland. Aber auf jeden Falls sehr schön. Noch einige Daten für euch: Mit 64'594 Km2 ist Lettland deutlich grösser als sein nördlicher Nachbar, hat aber auch nur 1.8 Millionen Einwohner. Das Land hat vier Nationalparks und über 700 geschützte Naturgebiete und ist die Heimat von unzähligen wilden Tieren, auch der Braunbär kehrt langsam zurück.

In Riga leben 600'000 Einwohner und ist damit die grösste Stadt des Baltikums. Die Stadt ist berühmt für seine Gebäude im Jugenstil (aber fragt uns bitte darüber nichts, wir haben davon keine Ahnung) und seine gut erhaltene Altstadt und diese hat uns gut gefallen. Was uns aufgefallen ist, waren die wenigen Touristen. Aus den anderen Städten und vor allem von zu Hause kennen wir etwas ganz anderes, aber es war so angenehm, in Riga umher zu laufen ohne grosse Touristengruppen. Bis zum Sonnenuntergang blieben wir hier, entschieden uns aber für die Nacht aus der Stadt raus zu fahren. Nicht etwa, weil wir uns unsicher gefühlt hätten, sondern weil es einfacher und ruhiger ist.

Fr. 18.08.2023

Zehn Minuten von unserem Schlafplatz war eine Tankstelle, bei der wir für 3 Euro duschen konnten. Auf unserer langen Reise haben wir schon einige öffentliche Duschen benutzt und es mag euch vielleicht erstaunen, aber noch nie waren wir an etwas Ekliges oder so geraten, wir hatten immer einigermassen saubere Duschen mit einigermassen warmem Wasser. Die bisher einzige kalte Dusche (abgesehen von den Saunas) hatten wir am Metalfestival in Finnland und glaubt uns, da war es eine Wohltat.

Jedenfalls verabschiedeten wir uns schon nach 24 Stunden von Lettland. Viel zu sehen gäbe es definitiv auch hier, aber wie wir schon erwähnten, die Zeit fing schon fast etwas an zu drängen.

Die Grenze zu Litauen bildet der Fluss Nemunelis und auch diese passierten wir ohne es kaum zu merken. Selbst die «Republik Litauen»-Tafel war hinter Gebüsch versteckt. Nach insgesamt 2 Stunden Fahrt hielten wir an einer Tankstelle für eine Glacé und einer Lagebesprechung. Es war mittlerweile schon 14:00 Uhr und in die Hauptstadt Vilnius dauerte es nochmal zwei Stunden. Und um 16:00 Uhr bei über 30 Grad eine Stadt besichtigen, ist nicht so lustig. Deswegen entschieden wir uns, ein Plätzchen an einem See zu suchen und fanden diesen im Labanoro Regionalpark. Auf Google Maps und auch auf der (sehr holprigen) Strasse sahen wir Campingschilder und folgten diesen. Über einen Waldweg mit grossen Baumwurzeln gelangten wir schliesslich an einen super Platz im Wald direkt am See. Dort gab es verschiedene Unterstände mit Brättlistellen, Tischen und Bänken und wahrscheinlich auch einer Trockentoilette. Und das alles umsonst. Für einen Freitagabend war einiges los, Familien, die mit ihren Kindern hier zelteten. Die Stimmung war wirklich sehr friedlich und entspannt, bis auf ein Ehepaar vis-a-vis von uns. Die Frau hatte irgendein Problem, fragt uns nicht, aber was die eins herumschrie und mit ihrem Mann schimpfte und dazu teilweise laut Musik hörte. Das war der einzige Negativpunkt vom ganzen Abend. Der Mann kam noch zu unser rüber um etwas zu fragen, aber wir verstanden uns nicht mal mit Händen und Füssen. Bis weit nach Mitternacht raute die Frau noch laut in der Gegend herum, ungeachtet davon, dass alle anderen Besucher schon am schlafen waren. Wir haben uns überlegt, was zu sagen, aber wir wollten kein Theater mit Leuten, wenn man gegenseitig kein Wort versteht. Tja. Aber hey, sonst war es hier wirklich toll!

Sa. 19.08.2023

Während der Zeit der Mitternachtssonne im hohen Norden haben wir den Schlafrhythmus um einige Stunden nach hinten verschoben. Wir haben uns vorgenommen, in den 2 Wochen nach Finnland wieder in einen einigermassen «schweizerischen» Rhythmus zu gelangen, deswegen sind wir tatsächlich schon um 08:30 Uhr aufgestanden. Die Nacht war übrigens mega warm und wir hätten zum ersten Mal auf der Reise mit offener Seitentür geschlafen. Aber weil die schrille Dame von nebenan alle zum Teufel gejagt hat, haben wir um ein Uhr morgens die Tür wieder geschlossen.

Nun fuhren wir die 1.5 Stunden nach Vilnius. Hier noch die Pflichtangaben: Mit 65'300 Km2 und 2.7 Millionen Einwohner ist Litauen der grösste Staat des Baltikums. Und für was wir bisher gesehen haben, auch der für uns schönste. Litauen ist flacher als das Meer, hat aber sehr viel Landwirtschaft und ähnlich wie seine baltischen Freunde viele schöne Dörfer mit gepflegten Höfen. In der Nähe des Bahnhofs fanden wir einen gratis Parkplatz (lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: Gratis Parkplatz in der Innenstadt einer Hauptstadt…). Vilnius war im Vergleich der anderen Hauptstädte fast leer. Und es war immerhin Samstag. Vielleicht lag es daran, dass es sehr warm war. Vilnius ist eine römisch-katholische Stadt, was man vielleicht an den über 50 (!) Kirchen in der Stadt merkt. Sie gilt als Rom des Ostens. Auch ist sie eine der ältesten Universitätsstädte Europas.

Übrigens haben wir hier auch die einheimische Küche versucht. Mit «Cepelinai» erhielten wir mit Hackfleisch gefüllte Kartoffelklösse mit Speck und Sauerrahm serviert. Dazu versuchten wir das hausgemachte Getränk «Kvass», das irgendwie mit Brot hergestellt wird und ein wenig an Honigwein (Met) erinnert. Das war im Restaurant «Bernelių Užeiga», die Speisekarte ist voller traditioneller Mahlzeiten.

Wie für uns normal liessen wir am späteren Nachmittag die Stadt hinter uns und machten uns auf den Weg Richtung Polen.

Nun war es allerdings so, dass Lukas auf dem Parkplatz in Vilnius bemerkte, dass die Bremsleitung hinten rechts wohl ein Leck haben musste. Wir entschieden uns, erst mal ein wenig zu fahren und bei einer Tankstelle Bremsflüssigkeit zu kaufen. Da er aber während der Fahrt das Leck bemerkte, fuhren wir bis zum Ort Marijampole, assen dort erstmal ganz leckeren Sushi und dann wollte sich Lukas auf dem Parkplatz an den Leitungen zu schaffen machen. Allerdings ist es auf dem Boden mit nur dem halben richtigen Werkzeug nicht richtig möglich und er war schon innert Minuten voll mit Dreck Bremsflüssigkeit. Aber was hätten wir auch an einem Samstagabend um 21:00 Uhr machen sollen? Mit diesem Problem weiter fahren war definitiv keine schlaue Idee. Plötzlich fuhr ein Mann mit seinem Auto an uns vorbei und fragte, was das Problem sei und offerierte und seine Garage mit Lift. Lukas studierte nicht lange und nahm das Angebot an. Keine fünf Minuten später standen wir bei dem Mann namens Paul in der Garage. 45 Minuten langen werkelten die beiden an der Bremsleitung, bis sie geflickt war. Erst wollte Paul keine Zahlung annehmen, aber wir konnten das auch nicht auf uns sitzen lassen. Welcher Mann offeriert fremden Menschen an einem Samstagabend schon seine Werkstatt, hilft das Problem zu beheben und will nicht mal was dafür… wir sind diesem Mann einfach auf ewig dankbar.

So konnten wir, als es schon dunkel war, beruhigt noch die letzte halbe Stunde an die polnische Grenze fahren. Nach einem kurzen Papiercheck der Zöllner fuhren wir auf den Grenzparkplatz und konnten um 22:30 Uhr gratis eine warme Dusche nehmen. Nicht schlecht, oder? Willkommen in Polen!

Mon 14.08.2023

Shortly after midnight we arrived in Tallinn and spent the night at the harbour. After breakfast we left on foot to visit the old town. As we always do, we googled the rough data about the country. Estonia is a bit bigger than Switzerland, but actually has only 1.3 million inhabitants. The capital city of Tallinn is home to around 430,000 of them. We spent the day strolling up and down the streets, looking at the most popular buildings and monuments, eating ice cream. We also walked out to the new harbour where the big cruise ships would arrive.

Early in the evening we decided that we had seen the most important things in the city and wanted to move on. Attentive readers of this blog may have noticed by now that we are not necessarily the big city people. To get out of the city, we passed the train station, and this neighbourhood seemed to be pretty lively, with lots of colorful restaurants, bars and cultural centres. I think it would have been a great place to stay. So, if any of you travel there, let us know what it was like.

After an hour's drive, we arrived at a place called Padise and spent the night in a parking lot for a hiking trail. By the way, in the Baltic States, it is also allowed to camp freely, as long as you follow the most common rules.

Tue 15.08.2023

We quickly realised that Estonia is not a densely populated country, because here too we were often in the woods. But Estonia has definitely more agricultur, so we had a slightly more varied view of the landscape.

Our first stop this day was Keibu Beach. The weather was sensational and it was a pleasure to walk barefoot on this sandy beach. But there was more than one catch: the sea was full of little jellyfish. And we're not exaggerating when we say "full". Google said that this kind of jellyfish doesn't burn, and there were some people in the water, but we didn't bring our bathing gear anyway. The other drawback were the ants. The beach was littered with these creatures, and you couldn't stand for a minute without them crawling up your leg.

For lunch we went to the next small place called Nova. The local restaurant offered three lunch menus and for a whopping 9 euros (!) total we ate a delicious, well portioned lunch.

Because the country was so small, we drove another hour to Haapsalu, washed the van from top to bottom and spent the rest of the day at the campsite Pikseken.

Wed 16.08.2023

In the morning we explored the small town of Haapsalu with its bishop's castle from the 13th century. The west of Estonia is said to be very reminiscent of Sweden, since it belonged to it for a long time. Estonia has many pretty colourful wooden houses, often strung together in the village. During lunch we decided to skip the islands in the west and continue to the south. After all, we were already the third day in Estonia and have only 1.5 weeks left. “Only”… it was not long ago, we had 1.5 months left, or even three months. How fast time passes.

So, we drove 1.5 hours south, passed beautiful villages with well-kept gardens and churches made of red bricks and finally landed in Soomaa National Park. There we did a small walk through the swamps. Here there were mainly flies, bumblebees and dragonflies. It was interesting to see clearly the boundary between forest and bog.

When it was time for dinner we went to the city of Pärnu for dinner and a digestive walk. But we spent the night just outside the city right on the beach.

Thu 17.08.2023

Now it was time for Latvia. The border was only half an hour's drive away from our sleeping place and we drove over it unnoticed. Another hour's drive later we arrived at the beach of Saulkrasti. A huge beautiful beach, with an 18-metre-high overgrown dune with a 4-kilometre-long wooden board path. It was beautiful to walk here, up on the trail and barefoot right in the sea on the soft sand. The water was rather cold and the wind was also strong.

After we had enough of dabbling our feet and had lunch, we drove on to the capital Riga. From our point of view Latvia was not much different from Estonia. But, in every case very beautiful. A few more facts for you: With 64,594 square kilometres, Latvia is much bigger than its northern neighbour, but it has only 1.8 million inhabitants. The country has four national parks and over 700 protected nature areas, and is home to countless wild animals, even the brown bear is slowly returning.

Riga has 600,000 inhabitants, making it the largest city in the Baltic region. The city is famous for its Art Nouveau buildings (but don't ask us about them, we don't know anything about this) and its well-preserved Old Town, which we liked very much. What we noticed were the few tourists. From the other cities and especially from home we know something completely different, but it was so pleasant to walk around Riga without large groups of tourists. Apropos few tourists: you remember our stay at the campsite Koli Freetime in Finland? When we asked the guy at the reception what time the check-out is, he said not to worry about that, as the high season is already over. And that was at the beginning of August. Hopefully Sarah’s parents in Lauterbrunnen won’t faint after reading this.

We stayed in Riga until sunset, but decided to leave the city for the night. Not because we felt insecure, but because it's easier and quieter.

Fri 18.08.2023

Ten minutes from our sleeping place was a gas station where we could us the shower for 3 Euros. On our long journey we have already used many public showers and it may surprise you, but we have never come across anything disgusting or anything like that, we always had reasonably clean showers with reasonably warm water. The only cold shower so far (apart from the saunas) we had at the Metal Festival in Finland and believe us, that one was a blessing.

Anyway, we said goodbye to Latvia after 24 hours. There would definitely be a lot to see here too, but as we already mentioned, time was starting to rush.

The border with Lithuania is the river Nemunelis and we passed it without even realizing it. Even the "Republic of Lithuania" board was hidden behind bushes. After a total of 2 hours’ drive we stopped at a petrol station for an ice cream and a briefing on the situation. It was already 2 p.m. and it would take another two hours to get to the capital Vilnius. And visiting a city at 4 p.m. at over 30 degrees is not so much fun. So, we decided to look for a spot by a lake and found it in the Labanoro Regional Park. On Google Maps and also on the (very bumpy) road we saw camping signs and followed them. Over a forest path with big tree roots we finally got to a great place in the forest right by the lake. There were different open shelters with barbecue areas, tables and benches and probably also a dry toilet. And it was all for free. There was a lot going on for a Friday night, families with kids camping here. The atmosphere was really very peaceful and relaxed, except for a couple opposite us. The wife had some kind of problem, don't ask us, but what she was screaming around and scolding with her husband and listening to some loud music. That was the only negative point of the whole evening. The man came over to ask us something, but we didn't even get along with our feet and hands. Until well after midnight, the woman was still roaring loudly in the area, despite the fact that all the other visitors were already asleep. We thought about saying something, but we didn't want trouble with people if you couldn't understand each other's words. Well, otherwise it was really great here!

Sat 19.08.2023

During the time of the midnight sun in the far north we shifted our sleep rhythm into the night by a few hours. We decided to get back into a more or less "Swiss" rhythm in the two weeks after Finland, so we actually got up at 08:30 a.m. which was quite early for us. By the way, the night was very warm and we would have slept with the side door open for the first time on the trip. But because the shrill lady from next door chased everyone to hell, we closed the door again at one o'clock in the morning.

Now we drove the 1.5 hours to Vilnius. Here are the mandatory data: With 65'300 km2 and 2.7 million inhabitants, Lithuania is the largest state in the Baltic region. And for what we have seen so far, it is also the most beautiful for us. Lithuania is flatter than the sea, but it has a lot of agriculture and, similar to its Baltic friends, many beautiful villages with well-kept farms. We found a free parking space near the railway station (let this sink in: Free parking in the city centre of a capital city…). Vilnius was almost empty compared to the other capitals. And it was Saturday after all. Perhaps it was because it was very warm. Vilnius is a Roman Catholic city, as one might notice from the more than 50 (!) churches in the city. It is considered the Rome of the East. It is also one of the oldest university cities in Europe. It has almost 570’000 inhabitants.

By the way, we also tried the local cuisine here. With "Cepelinai" we were served potato dumplings filled with minced meat topped with bacon and sour cream. We also tried the homemade drink "Kvass", which is somehow made with bread and somewhat reminiscent of honey wine (Met). This was in the restaurant "Berneliu Uzeiga", the menu is full of traditional meals.

As usual for us, we left the city behind in the late afternoon and headed towards Poland.

In the parking lot in Vilnius Lukas noticed that the brake line at the rear right must have leaked. We decided to drive a little and buy brake fluid at a petrol station. But since he noticed the leak while driving, we only went as far as a town called Marijampole, ate there very delicious sushi and then Lukas wanted to fix the break line in the parking lot. However, it's not really possible on the ground with only half the right tools and he was already full of dirt and brake fluid within minutes. But what should we have done on a Saturday night at 9 p.m.? Carrying on with this problem was definitely not a smart idea. Suddenly, a man drove by us in his car and asked what the problem was and offered his garage with a lift. Luke didn't think twice and accepted the offer. Less than five minutes later, we were standing in the garage with the man named Paul. For 45 minutes, the two of them worked on the brake line until it was patched up. At first Paul didn't want to accept payment, but we couldn't let it be on us either. What man offers a garage to strangers on a Saturday night, helps to fix the problem and doesn't even want anything in return… we are forever grateful to Paul.

So, when it was already dark, we could drive easy minded for the last half hour to the Polish border. After a short paper check from the border guards, we drove to the border parking lot and were able to take a free hot shower at 10:30 pm. Not bad, right? Welcome to Poland!

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