Rubjerg Knude und Lonstrup
Der vorabendliche Blick auf die Wetterapp ließ mich den Wecker um kurz nach vier Uhr stellen. Lange ist es her, seit dem letzten Sonnenaufgang und die Prognosen waren perfekt....


Veröffentlicht: 08.07.2023
Der Tag begann so regnerisch, wie der davor aufhörte. Zumindest war für nachmittags Besserung angesagt. Daher ein chilliger Vormittag, gegen 11 Uhr war Grau- und Schwarzwasser abgelassen und Frischwasser getankt und wir somit reisefertig. Im Kühlschrank sah es mittlerweile ziemlich mau aus, daher erstmal noch einkaufen in Lonstrup.
Ein hübsches kleines Dörfchen mit vielen Kunstgalerien erwartete uns. Im Glashus konnte man bei der manuellen Fertigung der Gläser im glühenden Ofen live zuschauen, faszinierend. Meist sind die Galerien verbunden mit einem Restaurant oder Kaffee, überaus gemütlich eingerichtet und wir können den Dänen recht geben, hygge (Behaglichkeit) können sie. In einer weiteren Werkstatt wurde an diversen Arbeitsplätzen getöpfert, gleichzeitig roch es himmlisch gut nach Essen.
Weiter ging die Fahrt nach Lokken, was u.a. für das Befahren des Strandes mit dem Auto bekannt ist. So langsam klarte der Himmel auch auf, doch schon auf den Straßen im Landesinneren blies der Wind ordentlich. Natürlich mussten wir auf den Strand fahren, aufgrund des starken Windes war es nicht ohne, überhaupt eine Tür zu öffnen. Mal wieder Naturgewalt pur.
Unser Plan, am Strand zu übernachten verwarfen wir erstmal und parkten Louise im Dorf von Lokken. Wir schlenderten über den Flohmarkt und durch das Dorf bis an den Strand, an dem sich auch eine Surfschule befindet. Es war toll, den Kite-Surfern und den Wellenreitern zuzuschauen.
Bei der Suche nach einem Übernachtungsplatz fand Della einen nur wenige Kilometer weiter in Blokhus. Auch hier führt die Straße über den Strand und wir reihten uns bei den dort stehenden Wohnmobilen mit ein. Ich freute mich wie eine Schneekönigin, übernachten am Strand wurde doch wahr!
Beim Einkauf mittags hatten wir uns für Pizza entschieden, mal ausprobieren, ob das mit dem Cadac Außen-Grill funktioniert. Außen und grillen war aufgrund des Windes unmöglich, dann eben mit offener Schiebetür auf windabgewandter Seite. Herausforderung perfekt gemeistert und Pizza geht auf dem Grill geht!
Selbstverständlich musste an so einem Ort auch der Drachen fliegen. Trotz seiner 1,6m² Fläche war mit dem Wind ganz schön gut Zug drauf, hat ordentlich Spaß gemacht.
Der Sonnenuntergang war dann das i-Tüpfelchen des Tages. Das Rauschen des Meeres wiegte uns anschließend in den Schlaf.
