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(Fast) drei Tage in Kanchanburi mit Erawan Nationalpark

Veröffentlicht: 26.01.2025

Unterkunft
Herberge in Kanchanaburi
Kanchanaburi
Sehenswert
Brücke am Kwai
Kanchanaburi, Thailand
Sehenswert
Guan Yin Tempel
Kanchanaburi, Thailand
Museum
Death Railway Museum
Kanchanaburi, Thailand
Sehenswert
War Cemetery
Kanchanaburi, Thailand
Essen
Pizzeria in Kanchanaburi
Italian · $$ · Abendessen
Essen
Frühstückslokal in Kanchanaburi
$ · Frühstück
Sehenswert
Kanchanaburi
Kanchanaburi, Thailand
Spaziergang
Herberge in Kanchanaburi → … → War Cemetery
Kanchanaburi, Thailand
Spaziergang
Herberge in Kanchanaburi → … → Kanchanaburi
Kanchanaburi, Thailand
Sehenswert
Erawan-Nationalpark
Kanchanaburi, Thailand
Attraktion
Sieben Wasserfälle im Erawan-Nationalpark
Kanchanaburi, Thailand

Nach den Anlaufschwierigkeiten bei der Anreise entwickelte es sich in Kanchanaburi doch recht genial. Zunächst gab es allerdings noch eine Verwunderung bei mir, den gebuchten Pool gibt es aufgrund von Eigentümerwechsel nicht mehr. Hmm, wäre schön gewesen bei den Temperaturen. Ich hatte ja aber den Schlüssel schon (siehe Bild), also gab es kein zurück. Ich bin ja im entspannten Urlaub, also wollte ich dem Mütterchen der Hausverwaltung auch nicht das Recht zur Minderung erklären ... Der Check-In war also halbwegs geglückt und da machte ich mich recht fix auf Tour, um meine neue Umgebung zu erkunden. Zunächst gings zu Fuß zur historischen und aus dem gleichnamigen Film bekannten Brücke am Kwai. Gleich neben der berühmten Brücke befindet sich der Guan Yin Tempel. Dort kam ich mir ein wenig wie auf einem bunten Rummel vor, nicht nur wegen der farbenfrohen Gestaltung, sondern auch aufgrund der Techno-Hintergrund-Musik vom gegenüberliegendem Ufer, wo die Jugend sich beim Badespaß vergnügte. Hier im Tempel war ich aber im Gegensatz zur Brücke so gut wie allein. Und danach gings zurück über die Brücke und sogleich ins 2.-Weltkriegs-Museum. Wobei hier das Hauptaugenmerk insbesondere auf den Opfern unter den Kriegsgefangenen beim Eisenbahnbau der Strecke Thailand-Burma und deren Geschichte liegt. Sehr interessant, allerdings bei der größeren Einbettung der Historie des 2. WK waren dann doch gelegentliche "Ungenauigkeiten" vorhanden, die dem gemeinen Deutschen dann doch auffielen ... Die Ausstellung war in einem Tempelareal mit weiteren Ausstellungen eingebettet. Die Zusammenstellung und die inhaltlichen Sprünge waren teilweise etwas gewöhnungsbedürftig...

Auf dem Rückweg gönnte ich mir ein leckeres Abendessen und bei ebenso leckerem Gerstensaft kam ich ins Gespräch mit einem Kanadier, der mir erst von einigen Urlaubseindrücken und später auch Weiteres berichtete. So verging der Abend dann recht kurzweilig... Die Straße meiner Herberge ist von vielen kleinen Kneipen - teilweise mit Livemusik - gesäumt und versprüht insgesamt sehr angenehmes Flair. Da wusste ich schon, dass ich hier wohl die kommenden Abende auch weiter streunen gehen werde ...

Am ersten kompletten Tag in Kanchanburi habe ich es gemütlich angehen lassen und meinen ursprünglichen Plan der Fahrt in den Erawan-Nationalpark über den Haufen geworfen. Es dauerte früh bei mir alles etwas länger... Noch recht früh aufgestanden, schlenderte ich erstmal auf der Pirsch nach Frühstück etwas herum und konnte mich nicht so schnell entscheiden. Ich habe dann etwas leckeres Kulinarisches aufgetan und es mir erstmal etwas länger dort gemütlich gemacht... Nun wollte ich schnell noch etwas Bargeld besorgen. Schnell war allerdings relativ, denn die ersten vier Automaten wollten kein Geld ausspucken. Hmm, stimmte etwa etwas mit meiner Karte nicht und waren da zwischenzeitlich zu viele ungewohnte Konto-Bewegungen aus Fernost? Mich beschlich wieder so ein leicht ungutes Gefühl... aber alles gut. Nummer fünf spuckte die einheimische Währung dann doch aus. Nun war es allerdings schon fast 11.00 Uhr, 35 Grad Hitze und so habe ich meine entfernteren Reisepläne auf morgen verschoben... So schlenderte ich erstmal durch die Straßen und schaute, was es denn so zu entdecken und zu beobachten gab... Danach begab ich mich auf Museums-Tour über die hiesige Geschichte zum 2. Weltkrieg und ins sehr gut gestaltete "Death Railway Museum", was mich fast drei Stunden fesselte. Dann gings weiter zum "War Cemetery" zum Gedenken an die beim Bau der Eisenbahn gestorbenen Kriegsgefangenen; insbesondere aus den Niederlanden und Großbritannien ... Danach schlenderte ich weiter und entdeckte einen Einheimischen-Friedhof. Sehr interessant und würdevoll... Natürlich durfte dann beim weiteren Rundgang auch eine Tempelanlage wieder nicht fehlen. Die bunte Gestaltung hier ist schon sehr genial. Auf dem Rückweg gings dann gemütlich am River Kwai entlang und ich gab meinem Durst bei romantischem Blick auf den Fluß nach 😊... abendlich schwang ich mich bei immer noch 30 Grad in eine nette Pizzeria, schaute zunächst beiläufig im groß angebrachten Fernsehen Wintersport (sehr surreal bei den Temperaturen) und genoss nach einiger Zeit des Bauchknurrens  mein Abendessen aus italienischer Küche bei leckerem gekühltem Chang... Pünktlich 20.00 Uhr Ortszeit hatte ich meine Speise eingeworfen und verfolgte dank unlizenziertem Magenta-Sport die Dynamo-Jungs gegen Cottbus ... Manche Gewohnheiten legt man auch in Fernost nicht ab... 😅

Nachdem ich zur Halbzeit die Kneipe gewechselt hatte und die Dynamo-Jungs den Sieg noch verschenkt hatten (1:1), schlich ich noch durch einige Locations vor Ort und landete zum Schluss in einem kleinen, aber feinen rockigen Laden ... zugegen war ein lokaler Alt-Metaler, der ziemlich allein mit seiner Klampfe dasaß. Wir quatschen dann etwas und dann spielte er für mich, was ich mir wünschte, so verging der Abend recht fix ... 

Der Plan heute früh um 7.00 Uhr aufzustehen, wurde daraufhin gestrichen. Ich machte mich erst nach Morgenroutine gegen 10.00 Uhr auf Frühstückssuche. Dattelte dabei etwas rum und fand auch etwas Nettes; gut gestärkt sowie mit Kaffee versorgt, steuerte ich danach zielsicher eine Rollervermietung an. Ich ergatterte den letzten heißen Stuhl und ab ging die wilde Fahrt. Der Tacho ging nicht und eine gelbe Leuchte war stets blinkend, aber das sei alles kein Problem, meinte die nette Vermieterin meines Gefährts... Da seit heute früh meine Garmin-Uhr wieder ging, war das mit dem Tacho kein Problem, da meine Uhr mir zielsicher die Geschwindigkeit mitteilen konnte ... Ich knatterte dann also los, nachdem ich Handtuch und Badehose eingepackt hatte. Die knapp 65 Kilometer bis zum Erawan Nationalpark vorbei an Kasernen, Seen, malerischen bergigen  Landschaften etc. vergingen trotz unglaublicher Hitze wie im Flug und auch der Linksverkehr sollte sich nicht als wirkliches Problem darstellen. Als ich dem Ziel allerdings langsam näher kam, vernahm ich doch einen stärker werden Brandgeruch. Und ja, irgendwie hat der umliegende Wald wohl sichtlich gebrannt. Da alle Einheimischen darin wohl kein größeres Problem (mehr) sahen und ziemlich relaxt waren, steuerte ich trotz des Brandgeruches und aufsteigendem Rauches die letzten Kilometer zum Nationalpark. Mein gelber Flitzer hielt trotz 35 Grad gut durch und machte mit viel Rückenwind fast 80 km/h, aber bei dem Tempo da knatterte schon alles ziemlich deftig, sodass sich die normale Reisegeschwindigkeit doch eher um die 55 bis 60 km/h bewegte; zudem auch mein stylischer Helm eher als Sonnenschutz anzusehen war als zu Zwecken der Sicherheit ... Angekommen im Erawan-Nationalpark mietete ich die verpflichtende Schwimmweste und beschritt den Weg zu den sieben Wasserfällen. Der Plan war, dass ich erst einmal alles ablaufe und dann in die Fluten springe. 15.15 Uhr war ich am höchsten 7. Wasserfall angekommen und sprang in das erfrischende Nass; genial bei den Temperaturen. Und zack da trillerte überraschend die Trillerpfeife des örtlichen Parkranchers in Militäruniform, dass man sich nunmehr wieder zurück machen solle, da der Park 16.30 Uhr ja schließe. Ich packte also wieder und wanderte die Strecke zurück, begegnete auf dem Rückweg einem Affen, der sich nicht wirklich durch meine Anwesenheit irritieren ließ, und war pünktlich am 2. Wasserfall, wo ich vor Toresschluss nochmal in die Fluten springen konnte, bevor auch dort die Trillerpfeife schrill ertönte... Nach Umkleidung bestieg ich wieder meinen heißen gelben Ofen und fuhr flux die 65 km zurück in mein Domizil in Kanchanaburi, wo schon eine erfrischende Leckerei im Kühlschrank auf mich wartete... Und nun bin ich wieder auf meiner Kneipenstraße, sitze in einer netten Location und warte auf mein abendliches Essen ... Auf dem Weg von meiner Unterkunft hier her kam ich an einigen Kneipen vorbei und ziemlich häufig wählte sich mein Handy in das jeweilige Wlan ein ... da bin ich wohl angekommen ;-) ... 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
3 Tage
Wetter
Sommer · 30–35°C
Begleitung
Allein
AbenteuerlichKulturellEntspannend
  • Brücke am Kwai
  • Guan Yin Tempel
  • Death Railway Museum
  • Erawan-Nationalpark und die sieben Wasserfälle
  • Rollerfahrt durch die Umgebung von Kanchanaburi
RollerBadehoseHandtuchSchwimmwesteGarmin-Uhr
StadtGeschichteKulturNaturAbenteuer
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Antworten (1)

Bernd Hvor mehr als 1 Jahr
Habe damals als Jugendlicher zusammen mit meinem Vater den Film "Die Brücke am Kwai" gesehen. Dort sah sie viel schöner aus ;-) die Filmmusik gibts noch auf Spotify

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