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Einmal quer durch SPANIEN

Veröffentlicht: 24.10.2023

Nun ist unsere Fahrt vom Atlantik auf französischer Seite hin zum Mittelmeer auf spanischer Seite bereits eine Weile her und wir genießen bereits seit 9 Tagen das angenehme Mittelmeerklima. Ich kann vollends verstehen, dass Rentner nie Zeit für irgendwas haben. Dieses Gefühl erlebe ich gerade und nehme mir jeden Tag vor, heute schreibst Du und dann ist es wieder Mitternacht und ich falle glückselig in den Tiefschlaf. Aber nun ist es endlich soweit und ich befinde mich im Schreibfluss. 

Wie bereits in der Vergangenheit hatte ich eine Route ausgearbeitet, die in Saint Jean de Luz startete und nach Figueras Spanien führen sollte. Diese sollte hälftig über die französischen und dann über die spanischen Pyrenäen verlaufen. Aber auch da änderte sich ziemlich schnell der Plan, da ganz viele französische Campingplätze bereits Anfang September Saisonende haben und die spanischen Plätze noch sehr gerne Gäste empfangen. Also steuerten wir zielsicher Spanien an und erlebten bereits auf der Fahrt spektakuläre Gebirgs- und Felsformationen. Unsere erste Übernachtung sollte in Artieda sein. 

Artieda ist eine spanische Gemeinde im Pyrenäenvorland am Rande des Jakobsweg. Das Dorf hat sich weitgehend seinen mittelalterlichen Charakter erhalten und lebt von Landbau und Viehwirtschaft. Erst vor kurzer Zeit haben sich mit dem Jakobsweg und dem ländlichen Tourismus neue Verdienstquellen aufgetan, so dass es einen hervorragenden Campingplatz und eine dazugehörige Pilgerherberge gibt. Dort kann man großartig für kleines Geld speisen und trinken. Wir hatten es getestet und waren sehr begeistert. 

Am nächsten Tag führte uns unsere Gebirgsfahrt nach Alquézar. Alquézar liegt in der Provinz Huesca, an den Ausläufern der Pyrenäen, im Naturpark Sierra y Cañones de Guara. Das hübsche Zitadellendorf ist auf jeden Fall einen Besuch wert und so ließen wir uns mehrere Stunden durch die Gassen treiben und bestaunten Gebäude und Kirchen. Ebenfalls waren wir extrem fasziniert, und unsere Fotokameras liefen heiß, über die Anwesenheit, bzw., Tiefflüge unzähliger Bart- und Gänsegeier. 

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung durch die Schlucht Las Pasarelas de Vero. Der Startpunkt für diese Wanderung ist im Ortskern von Alquezar. Man entrichtet eine Gebühr von 10,- Euro und kann diesen Weg auch nur aufgrund der schmalen Pfade in eine Richtung gehen. Zunächst führte die Route über Holzstege, die den Abstieg zum Vero erleichtern. Dieser Abschnitt ist gekennzeichnet durch zahlreiche kleine Höhlen. Angekommen am Flussbett des Vero trifft man auf die Picamartillo Höhle, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Weiter ging der Weg nun bergauf bis man dann auf ein längeres Stück, einen Pfad bestehend  aus begehbaren Gittern, die direkt an den Berg bzw. Felsen gebaut sind. Es kostete mich schon an manchen Stellen ein wenig Überwindung ( immer noch Schisser :-), da die Gitter ja einen freien Blick in die Schlucht ermöglichen, aber es war ein grandioses Erlebnis und wir waren glücklich, diese Wanderung gewählt zu haben.

Am nächsten Morgen verließen wir Alquezar und wie anfangs bereits geschrieben, lockte uns das Mittelmeer. Nach einem Zwischenstop in Benicasim, nicht erwähnenswert, sind wir nun in Villajoyosa. Hier gefällt es uns sehr gut und wir genießen das spanische Leben. Einen Bericht über diesen zauberhaften Ort gibt es demnächst, denn kurzentschlossen geht es morgen ca. 200 km südlicher in die "Schlangenbucht". Es senden sonnige Grüße Lulu, Ralf und Elke. 

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Antworten (3)

Andrea
Bei der Schluchtwanderung wäre ich sofort dabei… Wolfram eher nicht 🙈. Freue mich schon jetzt auf den nächsten Bericht. Ihr macht das toll 🥰

ralf
Dankeschön 🙏

Barbara
Hallo Elke, wir haben uns in Frankreich in St. Jean-de-Luz getroffen und nun endlich euren Blog gefunden. Die tollen Fotos inspirieren mich, mal wieder die richtige Kamera zu benutzen. Wir wünschen euch noch viele schöne Erlebnisse und werden euch folgen. Liebe Grüße aus dem schönen Rheingau!