Nicaragua Ometepe
Um möglichst früh auf der Insel Ometepe anzukommen und noch den Tag zu nutzen beschließen wir um 3 Uhr morgens mit dem Tica Bus nach Rivas zu fahren. Wir stehen also um 1:50 Uhr...


Veröffentlicht: 28.10.2016
Was bisher geschah...
Wir hatten noch für den letzten Tag auf Ometepe Motorroller für nur 12 Dollar am Tag ausgeliehen und wollten damit die Insel erkunden, ein unschlagbares Angebot von dem gleichen Verleih von dem wir auch die Quads erhalten haben.
Und so ging es dann weiter: wir wollten ein Restaurant finden um uns dort zu stärken, denn durch den Vulkanaufstieg waren wir super erschöpft und hungrig. Also fuhren wir ca. 40 minuten als wir ein Schild mit der Aufschrift "Restaurant" entdeckten. Der Schotterweg ging bergab rechts von der Hauptstraße ab. Wir beschlossen es dort zu versuchen. Ich bog in die Straße ein und wurde immer schneller els versuchte zu bremsen verlor ich die Kontrolle und merkte wie mein Vorderrad wegrutschte. Was dann passierte ging ganz schnell, ich stürzte und als ich unter den Roller lag, sah ich zurück und sah wie Rayk ebenfalls die Kontrolle verlor und dann im Dreck lag. Ich stand auf und ging zu Rayk, den ich nur wimmern hörte, in dem Augenblick sah ich auch schon 3 Einheimische aus allen Richtungen herbeieilen, sie halfen die Roller wieder aufzustellen, ich fragte Rayk ob er mich hören kann und ich bekam keine Antwort. Scheiße, dachte ich...was sollte ich jetzt machen? Wir waren hier im Nirgendwo. Ich versuchte den Einheimischen verständlich zu machen das sie einen Krankenwagen oder so was ähnliches rufen sollen, aber anscheinend kannten sie hier sowas nicht. Also fragte ich nach einem Hospital in der Nähe, die Kommunikation gestalltete sich als schwierig, da mein Spanisch praktisch nicht vorhanden war. In dem Augenblick fuhr ein Bus vorbei und einer der Einheimischen hielt ihn an. Rayk war in der Zwischenzeit aufgestanden und hielt sich die Schulter fest, anscheinend war irgendwas an der Schulter gebrochen. Es stellte sich heraus das in Moyogalpa ein kleines Hospital existierte. Rayk schleppte sich bis zum Bus und wir fuhren nach Moyogalpa. Eine Frau im Bus wollte die Telefonnummer des Besitzers der Roller haben um ihn zu informieren, ich gab sie ihr. Im Hospital angemommen gab man ihm eine notdürftige Behandlung und sagte das wir am nächsten Tag nach Rivas zum Röntgen müssen. Der Rest ist nicht weiter schön und gleicht einer Odyssee die bis nach San José führt und Rayk endlich das go von der Versicherung erhält um Frühzeitig nach hause zu fliegen. Ich fahre mit dem Bus zurück nach Panama City um hier meine letzten Stunden vor meinem Abflug zu verbringen.
Insgesamt war die Reise bis zu dem Unfall anstrengend aber sehr schön und super interressant. Wir haben hier viele Touristen aus alker Welt getroffen darunter viele Deutsche, man kann sagen bei jeder Busfahrt hier hat man immer 1-2 Deutsche mit im Bus gehabt. Aber wir haben auch Kanadier und Amerikaner getroffen. Ich habe hier fast jeden Tag in Costa Rica und Nicaragua Galo Pinto gegessen, das einheimische Essen bestehend aus Reis mit Bohnen, nicht besonders gut gewürzt, aber zum Glück gab es immer sowas wie Chilisauce dazu. Den eiheimischen Rum konnte ich leider nicht probieren, der Nicaraguianische Fleur de Caña soll ja sehr gut sein. Die Einheimischen hier sind sehr offensive Geschäftsleute und das betrifft fast alle Bereiche. Zum großteil waren aber alle immer hilfsbereit und freundlich.
The End