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Der zweite Tag. Der erste Ausflug.

Veröffentlicht: 26.09.2018

23.09.2018, Bangkok:


Der zweite Tag: Aus dem Bett gequält ging es zum minimalistischen, aber ausreichenden Frühstück mit viel Früchten. Die Frage, die ich mir heute stelle: Soll ich mich eincremen? Die Sonne lässt sich kaum blicken. Ich entschied mich für nein. Ich lief zum Sri Maha Mariamman Tempel. Die Hindus stellten einen Teller mit Obst und Räucherstäbchen zu einer Wanne mit Wasser. Im Hintergrund lief Musik. Es war eine entspannende, aufregende, begeisternde Atmosphäre, die mich dort 15 Minuten mit Blicken in alle Richtungen verweilen ließ.

Ich lief die Straße noch bis ans Ende und kehrte zum Hotel zurück. Dann begab ich mich zu Fuß nach Chinatown. Anfangs wirkte das Viertel auf der Hauptverkehrsstraße wie ausgestorben, bis ich die engen Gassen mit den vielen Menschen fand. Krust, Meeresfrüchte, Fische, Kuscheltiere, einfach alles gibt es zu kaufen. Mein Hunger trieb mich zu einem Restaurant, das überfüllt war. Der Hunger war zu groß, um zu warten. Ein paar Meter weiter das nächste Restaurant. Keine Person hier? Im Internet stand, man sollte dort essen,, wo die Einheimischen hingehen. Bekomme ich womöglich danach Bauchschmerzen? Aber alles verlief positiv.

Dritte Anlaufstelle heute war das MKB Kaufhaus, in dem sich auch ein großer Bazar befand. So einer wie eigentlich auf den Straßen. Ein ansprechendes „Sixpack is coming“ T-Shirt war schnell gefunden. Ich habe mich in einer Goa ähnlichen Hose verguckt. Ich liebe sie! Andere Deutsche dort haben es bestätigt. Von 700 auf THB 500 herunter gehandelt. Immerhin. Das Bargeld reichte nicht. Ich versprach Geld zu holen und wieder zu kommen. Doch das geschah nicht. Die Hose war einfach unten zu kurz. Ich will keine unpassenden Dinge. Aber das Design habe ich geliebt. Mit einem Elefanten an der Seite und super bequem und lässig. Das deutsche Mädel dort meinte, dass sie schon große Männer mit längeren solchen Hosen gesehen hätte. Dies hat mich wohl beeinflusst, sie nicht zu kaufen. Allerdings sehe ich sonst nirgends solche Hosen für Männer. Nirgends. Vielleicht ist es besser ohne. Ich muss ans Gewicht des Gepäcks denken.

Lektion des Tages: Regenponcho immer dabei haben. Es schüttete aus Kübeln. Ich kaufte mir ein Getränk und wartete, bis der Regen etwas abmilderte. Nach langem Fußmarsch wieder im Hotel.

Soll ich jetzt noch zur Bazaar Cabaret Show (eine Travestie-Aufführung)? Schließlich ist es schon ein Stück bis dorthin. In die Bahn gestiegen und nach einer Stunde dort. Ich fand es einfach nicht!!! Wo ist Area C, verdammt?! Nach 10 Minuten Herumirren schließlich Nachfragen an der Info. Einfach den ersten Aufzug nehmen. Stockwerk 1 … 7, 8, C. Was? Warum gibt es da Zwischenstockwerke mit Buchstaben? WTF? Naja, egal, gefunden.

Ich mit meinem Booking.com QR-Code like a boss erhalte 50 % Rabatt – eigentlich. Der Code geht nicht. Eigentlich würde Booking dann einfach das Geld von der Kreditkarte abbuchen. Aber der Code ging nicht. Keine Kartenzahlung möglich. Nicht genügend Cash dabei. Es war gleich 19 Uhr. Die Mitarbeiter telefonierten. Wir gingen ins EG. Das Lesegerät an der Info ging nicht, das im Food Court nun tatsächlich mal. Die ersten Minuten der Show verpasst, oh man. Mittendrin langweilte ich mich. Ich schoss Fotos, obwohl es nicht erlaubt war. Die Show war vorbei.

Die Darsteller(innen) stürmten zum Besucherausgang. Die Ladyboys packten einen am Arm und wollten Bilder schießen. Von mir aus, dachte ich mir. Natürlich wollten sie Geld, ich Trottel. Die beiden (Damen oder Herren?!) wollten je 100 Baht. So viel hatte ich gar nicht mehr. Letztlich hatten sie jeweils 50 Baht abgezwackt. Schnell weg hier!!! Da schon wieder die Nächsten! Foto?! Foto?! Selbst die Männer fragten für die „Damen“, ob man keine Fotos machen möchte. Alle Besucher flüchteten zum Aufzug – wie in einem Horrorfilm mit Zombies. Okay, übertrieben dargestellt. Aber alle wollten einfach weg. Rein gepresst in den Aufzug mit Einheimischen. Vielleicht haben sich die teuren Impfungen tatsächlich gelohnt. Kontakt mit Einheimischen habe ich genug. Auch in der Bahn fühlt man sich als Alien. Touristen fahren nun mal eher Taxi.

Einschub: Auf dem Bild mit den zwei „Damen“ hat die eine meine Hand auf ihre Brust gelegt. –UNANGENEHM!!!–

Zurück zur Bahn und nach Hause. Aber erst noch Geld abheben (knapp 6 Euro!!! Gebühren je Abhebevorgang). Mit diesem großen Betrag werde ich wohl nun eine Weile auskommen. In einer Bäckerei noch für 1,40 € ein Pizzastück und so ein Käsedingsbums geholt, nach Hause, duschen, das hier schreiben und nun schlafen gehen.


Videos (Passwort: littlerobertgoesabroad)


https://vimeo.com/292076305


https://vimeo.com/291965562


https://vimeo.com/291965956

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