Salta - Quebrada Humahuaca
Da Salta nur als Durchgangsort auf meinem Weg von Chile nach Buenos Aires lag und ich nach der strapaziösen Busfahrt erst einmal etwas Erholung brauchte, entschied ich mich für...


Veröffentlicht: 08.10.2018












































Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Großstädten, aber Buenos Aires hat es mir echt angetan. Warum? Es gibt gutes Streetfood, tolle Geschäfte, schöne Stadtviertel, viele geschichtsreiche Gebäude, eine U-Bahn, ein gutes Nightlife und vieles mehr. Zum Zeitpunkt meiner Ankunft in Buenos Aires wurden auch die olympischen Jugendspiele eröffnet, es war also ganz schön was los in der Stadt. Zudem war die ultrabreite Straße Av 9 de Julio für die Eröffnungsfeier gesperrt. Wo sonst Millionen von Autos unterwegs waren, tummelten sich tausende Sportler. Im Stadtzentrum gab's neben diversen Shoppingmöglichkeiten natürlich noch einiges zu sehen: der Obelisk auf der av 9 de Julio, der Plaza de Mayo mit der Casa Rosada (mit dem Balkon, von dem Eva Peron alias Evita zu ihren Anhängern gesprochen hat), das Teatro Colon, der Palacio del Congreso....
Mein Hostel lag in wunderschönen Stadtteil San Telmo, dem Zentrum der Tangokultur. Hier finden abends Tangoshows statt und auf der Plaza Dorrego kann man Paaren beim Tangotanzen zugucken. Sonntags findet hier auch ein berühmter Antiquitäten und Handwerksmarkt statt. Hier gibt es nicht den üblichen Tourinippes zu kaufen, sondern wirklich schöne und ausgefallene Waren. Nur 2 Blocks von meinem Hostel gab's den Mercado de San Telmo, ein altes Gebäude mit ganz vielen leckeren Streetfoodständen. Sich dort zwischen Burgern, Empanadas, Tapas und Raclette zu entscheiden, fällt einem gar nicht so leicht.
Ebenfalls lohnenswert war der Besuch des berühmten Friedhofs im eleganten Stadtteil Recoleta. Der Friedhof ist eine Art Friedhofsstadt mit teils prunkvollen Marmormausoleen, teils aber auch schon sehr verfallenen Gräbern. Hier wurden herausragende Persönlichkeiten beerdigt, u.a. eben auch Evita. Bei manchen Mauseleen waren die Scheiben kaputt, so dass man außen direkt auf die Särge und Urnen gucken konnte, faszinierend und gruselig zugleich.
Ein weiteres Highlight war eine geführte Walkingtour durch das Stadtteil La Boca. La Boca ist ein lebhaftes und vor allem buntes Arbeiterviertel an einem alten Hafen. Wunderschön ist der Caminito, ein kurzer Fußgängerweg durch bunte Wellblechhäuser. Aber auch in den anderen Straßen sind alle Häuser bunt angemalt und mit Gemälden verziert. In La Boca steht auch das blau/gelb leuchtende Stadion der Boca Juniors. Die Farben verdankt es einem schwedischen Schiff, dass bei der Gründung vorbeifuhr. Es wird auch liebevoll Bambonera (Binbonschachtel) genannt.
Ebenfalls sehenswert war der Stadtteil Palermo, hier gibt es hippe Restaurants, trendige Boutiquen und viel Streetart.
An meinem letzten Abend habe ich mir die Trommelshow "La Bomba del Tiempo" im Konex angesehen. 2 Stunden laute und unfassbar gute Musik. Die meisten Menschen um mich herum schienen bekifft oder betrunken zu sein. Trotzdem war es ein klasse Abend. Zum Abschluss gab's noch ein heftiges Gewitter mit Sturm und Hagel...
Also, Buenos Aires ist auf jeden Fall immer eine Reise wert...
