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Koh Samui 12.-14.4

Veröffentlicht: 15.04.2019

Zu einer nicht-urlaubsgemäßen Zeit (6:45) verließen wir das Ressort auf Railay. Netterweise wurde uns mal wieder ein leckeres Lunchpaket mit Pancakes, Marmelade, Spiegelei und Toast gepackt:) Dass wir beim Planen und Buchen von Transfer und Unterkunft allerdings alles mehr aufeinander hätten abstimmen müssen, bezahlten wir bitter: das Longtailboot zum Festland startet immer nur dann, wenn 8 Leute zusammen sind. Da wir aber die einzigen waren, die so früh am Pier waren, mussten wir uns ein privates Boot für 11€ pro Person mieten (für eine Überfahrt von 10 Minuten, nicht verhandelbar...). Viele Kombireisen (Van und Boot) bieten einen Hotel Pick Up Service an, doch auch das war in unserem Paket nicht dabei- glücklicherweise nahm uns ein Van des gleichen Reisebüros für einen Aufpreis von 3€ vom Pier mit zum Startpunkt in Krabi Town. 

Typische Vans

Mit einem Reisebus ging es 2,5h in die Provinz Surat Thani auf die Südostseite Thailands. 

Im Bus Richtung Koh Samui

Mit einem Riesen-Catamaran fuhren wir bis zur bekannten Ferieninsel Koh Samui. Während der Fahrt hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Deutschen über Reisen (Ziele, Ansichten, Erlebnisse,...). Ich denke aufgrund der Jahreszeit sind echt verhältnismäßig wenige Deutsche in Thailand, sodass man froh ist mal welche zu treffen und sich austauschen zu können:) 

Highspeed Catamaran

Fast pünktlich kamen wir auf der Insel an und mussten mal wieder für den Transport zum Hotel blechen...(Transfer ist sch*** teuer hier). Gegen Mittag kamen wir endlich an unserem Hotel "Floral", deren Gestaltung seinem Namen alle Ehre macht, an. 

Unser Hotel
Überall Blumen

Dieses Hotel war wirklich das beste, das wir in 2 Wochen hatten: ein wunderschön eingerichtetes Cottage, sauber, nettes Personal, tolles Frühstück und eine ganz grüne Anlage. 

Ein Traum....
Tolle Fensterfront
Bad
Das Cottage

Lediglich mit der Lage hatten wir nicht alles richtig gemacht, wie sich später herausstellen sollte. In einem Restaurant am Strand, welches einem ausgewanderten Schweizer gehört, aßen wir zu Mittag und tranken Eiskaffee. 
Beim Schweizer
Der Weststrand, welcher auf der anderen Straßenseite vom Ressort lag, war in meinem Reiseführer als schön und ruhig (die Touris sind eher auf der Ostseite in Chaweng) empfohlen worden, weswegen wir dort wohnen wollten. Er stellte sich jedoch als grobkörniger Strand mit vielen Algen im Wasser heraus, der unseren immer weiter wachsenden Strand-Ansprüchen absolut nicht genügen konnte. Da wir leider oft erst in den etwas kühleren Nachmittagsstunden am Strand sind, verpassen wir immer die Flut und Schwimmen wird nahezu unmöglich...
Schön, aber Algen und grober Sand

Die westliche Lage bescherte uns aber immerhin einen Traum-Sonnenuntergang! 

Toller Sonnenuntergang vorm Hotel

Eigentlich wollten wir abends zu einem schönen Markt in einem nahegelegenen Fischerdorf fahren, was jedoch an mangelnder Mobilität scheiterte.
Pick-Up Busse fuhren nur noch stündlich zu undefinierter Zeit und Taxis verlangten einen überteuerten Nachttarif. Glücklicherweise fanden wir fürs Abendessen ein süßes Restaurant am Strand. Wir wurden von einem etwa 3-Jährigen begrüßt, der sich an mein Bein klammerte, auf meinen Arm wollte und von dort kaum noch wegzukriegen war:D Für mich gab's eine super leckere thailändische Suppe mit Kokosmilch, Ingwer, Gemüse und Lemongrass sowie einen Kokosshake serviert in einer Kokosnuss. 

Kokosshake


Am nächsten Tag schlief ich entspannt bis 9, während Lisa schon am Pool war (von dem sie euphorisch zurück kam, da sie eine Schlange gesehen hatte). Letzteres ist tatsächlich selten, da wir bisher nur einige Insekten, Gekkos und Echsen gesehen hatten. Zum leckeren Frühstück wurden wir mit Blumenketten begrüßt, da die nächsten 3 Tage das thailändische Neujahrsfest "Songkran" stattfand. 

Die tolle Blumenkette

Neben dem 1.1 feiern die Thais auch das Datum, an dem die alten Völker den Jahreswechsel verorteten (13.-15.4). In dieser Zeit putzen die Thais alles und "waschen das Schlechte des letzten Jahres weg". Das mussten wir bitterlich feststellen als wir mit unserem gemieteten Roller (Hauptverkehrsmittel in Thailand) zu einem Strand im Süden fahren wollten. In den Dörfern gab es riesige Wasserschlachten mit Eimern, Pools, Wasserpistolen, Schläuchen, lauter Musik und ausgelassen feiernden Einheimischen und Touris. Als Rollerfahrer hat man nun leider keinerlei Schutz, sodass wir nach wenigen Minuten bis auf die Unterhose nass waren. Ständig mussten wir anhalten, bekamen eimerweise Wasser übergeschüttet und Babypuder ins Gesicht geschmiert. Mir selbst gefiel die Stimmung sehr gut, obwohl es schon gefährlich war auf überfluteter Straße zu fahren, teilweise spontan nichts zu sehen oder von schwungvollen Wassermassen aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden...Lisa, die hinten drauf eh todunglücklich war (zu schnell, zu wackelig,...) wollte zwischenzeitlich nur noch umdrehen, da alles kalt (bei Fahrtwind...) und nass. 

Pitsche Patsche nass
Fast so cool wie meiner daheim
Babypuder
Bin ganz brav 40 gefahren:D

Nochmal durch die Stadt war jedoch keine Option, sodass wir endlich an einem Strand angekommen, alles zum Trocknen auszogen und uns ins warme, flache Wasser legten. Der Strand war zwar grobkörnig, jedoch malerisch mit Palmen, großen Felsen und einem kleinen Restaurant daneben. 
Touri Bild1
Bild 2
Klettern-die Höhe geht noch
Wer hat die Kokosnuss...
Alles durchnässt

Beim Mittagessen wurden wir tierisch unterstützt, was man in Thailand oft erlebt: es gibt viele süße Hunde und Katzen(-babys), die teilweise auf der Straße leben oder "unverbindlich" zu einem Restaurant gehören. Manchmal hat man dann für die Zeit am Strand ein Haustier, das neben einem läuft und liegt und sogar mit baden geht:D
Cooles Restaurant
Flauschiiiiiig
Tierische Unterstützung

Auf dem Rückweg wurden wir genauso nass und Lisa weigerte sich, nochmal Roller zu fahren. Die geplante Songkran Party im Osten und die Besichtigung des Fischerdorfes und eines Tempels fielen damit aus. Für ca 2h trennten wir uns dann und ich fuhr alleine mit Wasserschuhen und Bikini ausgestattet durch die nächsten Dörfer (endlich mal mehr als 50km/h;) )
Mit Wassertonne am Straßenrand
Mega coole Thailänderin

Tanken kann man übrigens entweder an der Tankstelle oder an beliebigen Läden am Straßenrand, die (vermutlich gepunchtes) Benzin in Flaschen verkaufen.
Nette Spritpreise (35Bht=1€)
Oder am Straßenrand

Auf dem Rückweg feierte ich spontan eine halbe Stunde mit einer kleinen Gruppe mit und konnte endlich auch mal wen nass machen!! Zu Abend aßen wir dann zusammen erneut beim Schweizer am nahegelegenen Strand. Wir teilten uns einen köstlichen frischen Barsch mit Knoblauch und Pfeffer für nicht mal 8€pP. 
Mhhhh
Damit endete aber auch schon wieder unser kurzer Aufenthalt auf der beliebten Urlaubsinsel. Zum Abschied bekamen wir vom Hotel süße Elefantenanhänger:)
Mein neuer Begleiter


An dieser Stelle muss ich übrigens mal erwähnen, dass es eine gute Entscheidung war, keine SIM Karte und somit immer verfügbares Internet zu kaufen. Ich habe WLAN (gibt es in jeder Unterkunft und fast jedem Restaurant) mehr zu schätzen gelernt und bin in der nicht erreichbaren Zeit deutlich entspannter. Wege und andere Infos muss man entweder vorher nachschauen oder erfragen (in den Touri Regionen können eigentlich viele Thais Englisch).

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