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# 16 Bonner Geschichten

Veröffentlicht: 30.04.2025

Unterkunft
Stationsweg in Bonn-Ippendorf
Frei­camping · Bonn-Ippendorf
Essen
Vietnamesen
Vietnamese · $ · Abendessen
Spaziergang
Stationsweg → Kreuzbergkirche
20 km
Attraktion
Villa Hammerschmidt
Bonn, Deutschland
Attraktion
Kanzlerbungalow
Bonn, Deutschland
Attraktion
Wasserwerk Bonn
Bonn, Deutschland
Attraktion
Langer Eugen
Bonn, Deutschland
Attraktion
Petersberg
Königswinter, Deutschland
Fähre
Bad Godesberg → Königswinter
Deutschland
Attraktion
Drachenfels
Königswinter, Deutschland
Attraktion
Schloss Drachenburg
Königswinter, Deutschland
Spaziergang
Talstation Drachenfelsbahn → Drachenfels
Königswinter, Deutschland

zu 7:

Ute hat uns dringend angeraten, auf dem Weg in Remagen einen Stopp einzulegen und das Hans Arp Museum zu besuchen. Das wurde im Jahr 2007 im Ortsteil Rolandseck im dortigen klassizistischen Bahnhofsgebäude und angrenzenden Neubauten errichtet.

Und weil wir gut in der Zeit lagen, bot sich ein kurzer Halt an.

Der gesamt Komplex liegt direkt an der Bundesstraße 9, die hier immer noch entlang des Flusses läuft und am Sonntag von vielen Ausflüglern genutzt wird. Auch das Museum ist gut besucht.

Bereits beim Eintritt in den Eingangsbereich ist uns klar: hier braucht man für eine Besichtigung den halben Tag.

Dann eben nur das historische Bahnhofsgebäude und die integrierte Gastronomie aufsaugen. Tatsächlich ist der Bahnhof noch in Betrieb, liegen doch hinter dem Gebäude noch Gleise und Haltestelleninformationen.

Im Obergeschoss präsentiert sich im ehemaligen großen Wartesaal des Bahnhofs nun eine gehobene Gastronomie, die sich den Flair des alten Gebäudes mit seinen Kronleuchtern und Fensterfronten zu eigen machte.

Der ehemalige Wartesaal

Von der Terrasse genießt man einen schönen Blick auf die Gartenanlage und den Rhein. Als besonderes Highlight wurde uns die Toilettenanlage empfohlen.

Tatsächlich kommt man in einen Raum voller Wandmalereien, wahre Kunstwerke, die über den eigentlichen Zweck des Raumes hinweg täuschen.

Bahnhofstoilette?

Nach einem Kaffee und vielen Eindrücken machen wir uns auf den Weg. Bis Bonn sind es nur noch 20 km.

Zu 8:

Ute hat uns als Stellplatz in ihrer Nähe den Stationsweg in Bonn-Ippendorf empfohlen. Der wird auch bei Park 4 night ausgewiesen und als einzigartiger Platz mitten in Bonn beschrieben. Nach anfänglicher Wohnbebauung lässt diese nach wenigen 100 m nach und man fährt in eine bewaldete Allee, die hochgelegen den Blick auf Bonn erlaubt. Hier sind auf der rechten Seite jede Menge Parkbuchten ohne Befestigung angelegt. Schilder gibt es nicht, so dass auch nichts verboten ist. Am Ende des Weges liegt die katholische Kreuzbergkirche, die auch ein internationales Bildungszentrum beherbergt.

Am Sonntag Nachmittag tummeln sich hier zwar vereinzelt Spaziergänger und Jogger, aber wir können uns wunderbar mit Blick von oben auf die Bundesstadt Bonn aufstellen.

Stellplatz am Stationsweg

Ute erwartet uns schon und freut sich, dass wir den Stellplatz schon für gut befunden haben.

Nach einem Begrüßungsgetränk kommt auch Helmut dazu und wir gehen am Abend schön zum Vietnamesen Essen.

An Gesprächsthemen gibt es von beiden Seiten viel zu erzählen. Ute und Helmut waren gerade für mehrere Wochen in Indien und sind ebenso reiselustig wie wir.

Wir verabreden eine Fahrradtour für den Montag entlang des Rheins.

Dann geht`s zurück in die Wildnis zum Wohnmobil. Und wenn man mal wieder frei steht, hört man erst mal jedes Geräusch und ist aufmerksam. Das kann den Schlaf auch empfindlich stören. Tatsächlich ist es aber vollkommen friedlich und angenehm.

Zu 9:

Bundesstadt Bonn – diese Bezeichnung darf die ehemalige Hauptstadt tatsächlich führen. Das wurde ihr zugestanden, nachdem der Umzug der Bundesregierung im Jahr 1999/2000 vollzogen wurde. Einige Bundesministerien blieben jedoch zurück und haben hier weiterhin ihren Sitz (Verteidigung, Ernährung und Landwirtschaft, Gesundheit, Bildung und Forschung, Umwelt und Naturschutz). Alle anderen Bundesministerien mit Hauptsitz in Berlin haben in Bonn einen zweiten Dienstsitz.

Außerdem haben sich hier nach Auszug der Bundesregierung einige bedeutende Bundesbehörden (Dt. Telekom, Dt. Post AG) und internationale Gremien (Vereinte Nationen, UN) angesiedelt. Diese profitierten von den frei gewordenen Immobilien, die ohne Aufwand übernommen werden konnten.

Bonn ist in diesem Sinne eine Stadt mit einem hohen Grad an internationaler Verflechtung und bezeichnet sich selbst als die UN Stadt am Rhein.

Als wir am Nachmittag auf die Räder steigen und am Rhein entlang fahren, bekommt man einen Eindruck von den Verwaltungssitzen und den ehemaligen Regierungsgebäuden. Die Rheinpromenade von der Innenstadt in Richtung Bad Godesberg ist gefüllt von geschichtsträchtigen Gebäuden (Villa Hammerschmidt, Kanzlerbungalow, Wasserwerk, langer Eugen…).

Anschließend taucht man in die Rheinauen ein und fährt durch ein grüne Lunge der Stadt.

Ich bin froh, dass heute Montag ist und der Radverkehr sich in Grenzen hält. An einem Feiertag bei gutem Wetter muss es hier zugehen wie auf einer Fahrradautobahn.

Auf der gegenüber liegenden Rheinseite erheben sich einige Berge, die zum Siebengebirge gehören. Helmut macht mich auf ein weit sichtbaren Gebäudekomplex auf eine Anhöhe aufmerksam.

Oben auf dem Petersberg liegt das Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland, welches auch weiterhin genutzt wird. In unregelmäßigen Abständen werden hier auch internationale Konferenzen mit weitreichenden Beschlüssen abgehalten. Diese werden dann mit dem Ort der Konferenz (Petersberger Abkommen, Petersberger Beschlüsse) verknüpft und erreichen eine internationale Bedeutung.

Gästehaus auf dem Petersberg

Hinter Bad Godesberg queren wir den Rhein mit einer Fähre und gelangen nach Königswinter. Wir wollen mit der Zahnradbahn die 200 hm auf die Burg Drachenfels überwinden.

Zu 10:

Burg Drachenfels – hier kämpfte einst Siegfried gegen den Drachen Fafnir und badete in dessen Blut, um sich unverwundbar zu machen.

Der Drachenfels gilt als eine Ikone der Rheinromantik. Hier soll der Sage nach der furchteinflößende Drache nach Schiffen auf dem Rhein Ausschau gehalten haben – so wie heute die Touristen, die den 321 Meter hohen Gipfel entweder zu Fuß oder mit der Zahnradbahn erklommen haben.

Wir haben die Bahn genommen.

Zahnradbahn auf den Drachenfels

Und tatsächlich bietet sich von hier oben ein einzigartiger Blick in das Rheintal sowohl nach Süden als auch nordwärts in die Metropolregion Bonn/Köln.

Excelenter Blick

Bei bestem Wetter zeigen sich heute sogar die Berge der Eifel.

Unterhalb der Burgruine Drachenfels steht das Schloss Drachenburg, welches seinen Besuchern einen Einblick in die architektonische Gestaltung des Schlosses, des Landschaftsparks und die Geschichte des Schlosses bietet.

Außerdem liegt hier unter schattigen Bäumen ein Biergarten, der uns anlockt und eine Erfrischung bereit hält.

Biergarten am Schloss

Die Geschichte um die Nibelungen und Siegfried als Hauptfigur habe ich als Kind gern gelesen. Und jetzt stehe ich an dem Ort, der mich damals so fasziniert hat.

Danke für den schönen Ausflug ….

Die Zahnradbahn bringt uns zurück an die Talstation und unsere Räder bringen uns auf dem sonnigen Rheinradweg zurück nach Bonn. Am Nachmittag ist diese Rheinseite empfehlenswert, weil die Sonne hier länger scheint. Drüben ist sie bereits hinter den Bäumen verschwunden und das Ufer liegt im Schatten.

Der Radverkehr nimmt am Nachmittag zu. Viele Menschen scheinen das Rad als Verkehrsmittel zu und von der Arbeit zu nutzen.

Im Bonner Stadtgebiet müssen wir am „Blauen Affen“ noch eine Rast einlegen. Der Biergarten ist bekannt und beliebt, hat man von hier doch auch einen schönen Blick auf den Rhein und die gegenüber liegenden ehemaligen Regierungsgebäude.

Den Abend beenden wir mit einem Besuch beim Italiener in der Bonner Innenstadt. Das „Tuscolo“ serviert riesige Pizzen, bei denen man schon vom Anblick satt ist.

Helmut verabschiedet sich (mit seiner halben Pizza im Karton), er wohnt nicht weit entfernt.

Zu dritt radeln wir dann über Poppelsdorf den Berg nach Ippendorf hinauf. Und ich bin sehr froh, dass wir alle eine E – Unterstützung haben.

Am nächsten Tag (Dienstag) werden wir weiter fahren. Ute besteht aber darauf, dass wir noch bei ihr frühstücken kommen.

Das machen wir gern, sie zaubert wieder ein fabelhaftes Frühstück mit Brötchen, Käse, Spiegelei und Aufschnitt herbei.

Dann kommt der Moment des Abschieds. Wir würden uns freuen, euch beide wieder einmal in Bremen begrüßen zu können!

Bevor wir den weiteren Weg am Rhein entlang nordwärts einschlagen, sind noch zwei Dinge zu erledigen:

- Ein Shopping Besuch im Haribo Fabrikverkauf

- die Entleerung unserer Chemietoilette

Das gestaltet sich zunehmend als Problem. Nach zwei Tagen frei stehen ohne Entsorgungsmöglichkeit muss man Ausschau halten. Und das entpuppt sich als nächstes Problem. In Bonn gibt es keinen Stellplatz mit Entsorgung. Wir steuern schließlich die Bonner Entsorgungsbetriebe an. Hier soll man sein Chemie – Klo loswerden. Das klappt dann auch mit etwas Wartezeit.

Der Gedanke nach einer Veränderung der Wohnmobil Toilette reift langsam weiter.

Mit mehr als 2 stündiger Verspätung verlassen wir dann endlich die Bundesstadt.

Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, wagen wir uns auf die Autobahn und steuern nun abseits des Rheins nordwärts.

Wo werden wir wohl landen?

Für Tipps in den Kommentaren wäre ich dankbar.

Ihr erfahrt es beim nächsten Bericht.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Frühling
Begleitung
In der Gruppe (3)
KulturellEntspannendKulinarisch
  • Bahnhof Rolandseck mit Terrasse und Blick auf den Rhein
  • Radtour entlang des Rheins in Bonn
  • Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Drachenfels
  • Schloss Drachenburg und der Blick ins Rheintal
  • Essen im Tuscolo und Besuch beim Haribo-Fabrikverkauf
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