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#15 Lore laika

Veröffentlicht: 30.04.2025

Sehenswert
Bingen am Rhein
Bingen am Rhein, Deutschland
Attraktion
Burg Klopp
Bingen am Rhein, Deutschland
Fähre
Promenade Bingen am Rhein → Rüdesheim am Rhein
Deutschland
Sehenswert
Rüdesheim am Rhein
Rüdesheim am Rhein, Deutschland
Sehenswert
Drosselgasse
Rüdesheim am Rhein, Deutschland
Unterkunft
Camping an der Hindenburgbrücke / Bauer Schorsch
Wohnmobil · Bingen am Rhein
Essen
Campingkiosk / Camping Gastronomie Bauer Schorsch
$ · Snack
Attraktion
Loreley
St. Goarshausen, Deutschland
Sehenswert
Koblenz
Koblenz, Deutschland
Sehenswert
Deutsches Eck
Koblenz, Deutschland
Unterkunft
Papa Rhein
Hotel · Bingen am Rhein

 Wie die Zeit vergeht …

Das Reisen mit dem Wohnmobil ist ja darauf ausgelegt, das man jederzeit zusammen packt und weiter fährt. Und weil das Packen schnell erledigt ist, da alles im Fahrzeug verstaut ist, passiert eben ein häufiger Ortswechsel.

Der letzte Bericht erzählte von unserer Ankunft in Bingen am Rhein und die bevorstehenden 3 Tage.

Jetzt sind wir bereits weiter gefahren und seit zwei Tagen in Bonn am Rhein.

Wo fang ich denn jetzt an?

Heute Nacht hab ich mir was ausgedacht. Ich teile die 5 Tage in 10 Schlagworte, über die ich berichte.

1. Bingen und Burg Klopp

2. Rüdesheim und Drosselgasse

3. Papa Rhein

4. Bauer Schorsch

5. Romantischer Rhein

6. Deutsches Eck

7. Bahnhof Rolandseck

8. Bonn Stationsweg

9. Bundesstadt Bonn

10. Burg Drachenfels

zu 1.

Bingen am Rhein ist der Anfang vom Mittelrhein (oder das Ende vom Oberrhein) und hier fließt außerdem die Nahe in den Rhein. Das stellt sich aber eher als unspektakulärer Ort dar, die Promenade geht um`s Eck und gibt den Blick auf ein einmündendes Gewässer frei. Eine kleine Skulptur, die den Poseidon darstellen soll, ist schon das höchste der Gefühle.

Mündung der Nahe in den Rhein

Auf geht`s zur City mit der obligatorischen Fußgängerzone. Da muss es doch vor Lokalen nur so wimmeln. Nix da, Bingen entpuppt sich als langweiliger Ort ohne Struktur. Die Innenstadt besteht nur aus Döner Läden, türkischen Friseuren und Billigketten.

Das kann doch nicht alles sein? Wohin streben denn die Touristen aus den Fahrgastschiffen?

Da ist ja noch die Burg Klopp, eine Befestigungsanlage, die im Zusammenspiel mit anderen Burgen auf der gegenüberliegenden Rheinseite für die Verteidigung der Stadt Bingen im Mittelalter angelegt wurde.

Burg Klopp (Bingen)

Seit 2002 ist die Burg Klopp Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Mitten in der Stadt kann man über einen Treppenaufstieg bis an die Burgmauern gelangen. Der Blick von hier oben über die Rheinschleife ist schon sehr erhaben und eindrucksvoll. Der lässt sich noch toppen, wenn man die 150 Stufen auf den Turm erklimmt und von der dortigen Höhenlage über die Landschaft blickt.

Das war`s dann aber auch mit Bingen. Wo geht es weiter?

Zu 2.

Die Rheinfähre an der Promenade verkehrt alle 10 Minuten und bringt die Passagiere auf die andere Rheinseite nach Rüdesheim. Was war nochmal in Rüdesheim? Ach ja – Drosselgasse. Durch diese hohle Gasse muss er kommen….

Was wir in Bingen vermisst haben, gibt es hier im Überfluss. Die Drosselgasse mit seinen bekannten Lokalitäten ist Anziehungspunkt aller Touristen dieser Welt. Da sind sie ja auch schon, die Asiaten, Amerikaner, Skandinavier, Russen und ich weiß nicht wer noch alles. Zu einem vernünftigen Trip nach Europa gehört wohl auch Rüdesheim und diese Gasse.

Auf der Flaniermeile begegnet einem überall der Hinweis auf den "Rüdesheime Café". Das ist eine besondere Tasse, in der ein Café mit Schuss serviert wird. Und der Schuss stammt aus der hiesigen Spezialität...

Bekannteste Marke

Zwischen Mainz und Bingen macht der Rhein eine Kurve und fließt gen Westen. Damit wird das gegenüberliegend, rechtsrheinische Ufer mit Südhängen belohnt und beherbergt das Rheingau mit seinen ausgezeichneten Riesling Weinen. In den Touristen Läden in Rüdesheim bekommt man davon allerdings nur die Billig Version. Nach zwei Versuchen reicht es dann auch und unsere Radtour entlang der Rheinpromenade nach Oestrich Winkel soll uns mit der dortigen Fähre wieder zurück transportieren.

Am Stellplatz in Bingen (Wohnmobil Park Bingen) sind inzwischen Gaby und Manfred (mit Gaby war Simone in Bad Gandersheim zu Kur, ungefähr im Jahr 2003) angekommen. Die beiden fahren auch Wohnmobil und waren gerade in der Nähe von Frankfurt zur Dichtigkeitsprüfung.

Mit großem Helau und Freude wird das Wiedersehen gefeiert.

Zu 3.

Manfred und Gaby haben keine Räder mit, so dass wir uns am Samstag zu Fuß bewegen. Entlang des Flusses wandern wir in Richtung Bingen und wollen im Luxushotel „Papa Rhein“ auf der Dachterrasse ein Getränk nehmen.

Nach knapp 3 km stehen wir vor dem imposanten Gebäude direkt am Rheinufer. Die Architektur und besonders das Interieur ist schon vom feinsten. Hier spürt man das liebevolle Zusammenspiel zwischen Funktionalität und Geschmack.

Der Fahrstuhl bringt uns in die 4. Etage und dort auf die Dachterrasse. Die wird maßgeblich vom Außenpool bestimmt, der hier mit Blick auf die Rheinschleife und die Landschaft mitten auf der Terrasse installiert ist. Rundherum stehen Liegemöbel und Lounge Möbel, die zum Entspannen einladen.

Pool auf dem Dach

In der Sonne finden wir einen guten Platz und das erste Bier des Tages wird serviert (14.00 Uhr).

Frühschoppen

Das „Papa Rhein“ wirbt als Wellness Hotel mit allen Annehmlichkeiten und zieht so die Leute an. Eine Frage nach den Zimmerpreisen lässt uns ernüchtert zurück zum Stellplatz gehen  – 350 € pro Zimmer pro Nacht mit Frühstück.

Das Bier auf der Terrasse hat dagegen nur lächerliche 6,- € gekostet.

Zu 4.

Auf dem Weg zurück passiert man unweigerlich einen Campingplatz direkt vor dem Stellplatz. Der Camping heißt „Bauer Schorsch“ und verfügt auch über eine Camping Gastronomie mit einfachem Mobiliar direkt am Rheinufer. Dort stehen auch die Wohnmobile mit Blick auf das Wasser und damit auch die Fahrrinne der Binnenschiffe. Eigentlich heißt es der "Camping an der Hindenburgbrücke". Hier ragen die Reste einer Rheinbrücke in die Landschaft, die im 2. Weltkrieg eine Funktion für den Nachschub hatte und von den Alliierten gesprengt wurde.

Wir setzen uns an einen der zahlreichen Tische und beobachten entspannt das Treiben und insbesondere den Schiffsverkehr auf dem Rhein. Der ist nämlich gewaltig zahlreich und wir stellen uns die Frage ob das immer so ist oder ob die Schiffe über die Feiertage an der Kette gelegen haben.

Die Fahrrinne wirkt hier wie eine Schiffsautobahn. Ein Schiff folgt dem nächsten. Überholen ist wohl verboten oder unpraktisch, weil ja auch Gegenverkehr herrscht.

Der Campingkiosk bietet kleine Speisen (Pommes, Currywurst, Frikadellen Brötchen, Schnitzel in allen Variationen) und Kuchen am Nachmittag an. Das wird sowohl von den Campinggästen als auch von der Radfahrern angenommen, die hier einen Stopp einlegen.

Dieser Ort der Versorgung rundet den guten Eindruck unseres Stellplatzes ab. Der liegt nämlich nur 500 m entfernt und kostet im Vergleich zum Camping nur 30 % des Tagespreises.

Dort treffen wir uns mit Gaby und Manfred am Abend im Wohnmobil und spielen mehrere Runden „Skibbo“.

zu 5:

Am Sonntag Vormittag zieht die Karawane weiter. Manfred und Gaby fahren nach Bad Hersfeld, wo sie wohnen.

Wir schlagen den Weg in Richtung Bonn ein. Dort haben wir uns bei Ute, einer weiteren Kur - Bekanntschaft von Simone, angemeldet.

Vorher wird aber noch der romantische Rhein abgefahren. Das Rheintal ist hier wesentlich enger und rechts und links ragen die bewaldeten Hügel auf. In diesen stehen immer wieder Burgen und Schlösser, von denen man einen Blick auf den Flusslauf hat. Der Rhein windet sich hier immer wieder in Schleifen um die Berge. An der engsten Stelle in St. Goar befindet sich dann auch der berühmteste Felsen, die Loreley.

Der Sage nach hat hier die Jungfrau Lore auf dem Felsen gesessen und die Kapitäne so sehr betört, dass die Schiffe reihenweise gesunken sind. 

Vielleicht war es aber auch nur die enge Stelle und die unter Wasser liegenden Felsen.

Die Statue der Loreley gibt es zweifach. Die erste Skulptur (siehe Titelbild) wurde bereits 1983 auf der Hafenmole in St. Goarshausen aufgestellt.

40 Jahre später entstand eine zweite Skulptur, die direkt auf der Spitze des Loreley Felsen platziert wurde. Die 2,20 m hohe Figur kann jedoch nur bewundern, der auch den Felsen besteigt und nach 398 Stufen davor steht. Ein Blick vom Flussufer oder gar von den vorbei fahrenden Schiffen ist nicht möglich.

Wir sind nicht hochgewandert.

Beidseitig des Rhein führt hier eine Straße direkt an der Wasserkante, so dass man immer einen Blick auf den Fluss behält. Das geht so weiter bis Koblenz. Dort erfolgt dann eine Ableitung, was uns jedoch nicht davon abhält, in die Altstadt zu fahren. In Koblenz am Deutschen Eck vereinigen sich die Mosel und der Rhein. Das gehört doch zur Besichtigung des Rheins dazu. 

Und hier ist dann der Zusammenfluss auch gebührend präsent. Am deutschen Eck strömen die Touristen aus allen Ländern und die Kameras schießen Bilder für zuhause. Die Promenade ist schon sehr großzügig und alles überragend steht die Reiterstatue von Kaiser Wilhelm. Das 44 m hohe Monument gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Rheinland Pfalz und zu den Nationaldenkmälern Deutschlands.

Nach einer halben Stunde im besten Sonnenwetter sind die Bilder im Kasten und wir können weiter.

Bis Bonn ist es nicht mehr weit.

Aber davon erzähle ich Euch in der nächsten Folge. Und natürlich über die restlichen Punkte 6 - 10.


Auf einen Blick

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Begleitung
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Kulturell
  • Burg Klopp in Bingen
  • Rheinfähre nach Rüdesheim
  • Drosselgasse
  • Papa Rhein mit Dachterrasse und Pool
  • Loreley und Deutsches Eck
FahrradWohnmobil
StadtGeschichteArchitekturRoadtripTransit
  • Bier auf der Dachterrasse im Papa Rhein6 €
  • Zimmerpreis im Papa Rhein pro Nacht mit Frühstück350 €
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Antworten (1)

vor mehr als 1 Jahr
Sehr schön geschrieben! Wir wünschen euch noch viele schöne Eindrücke und Erlebnisse. Wir fahren morgen zum Weinpanorama nach Weyer. LG Gaby

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