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Funkloch und Ankunft in Sulawesi / Rammang Rammang

Veröffentlicht: 29.02.2020

Nach kurzer, internetloser Pause sind wir wieder zurück und haben einiges zu erzählen! Unseren (vorerst) letzten Morgen in Singapur starteten wir mit einem traditionellen Frühstück - Kaya (Kokos und Palmzucker) Toast mit pochierten Eiern. Danach erkundeten wir das farbenprächtige, muslimische Viertel Kampong Glam bevor wir uns auf den Weg in Richtung Flughafen machten. Am Nachmittag ging es dann los nach Makassar im Süden Sulawesis!

Kaya Toast mit pochierten Eiern in Singapur
Die große Moschee in Kampong Glam
Das Bunte Kampong Glam

Da wir dem Stadttrubel in Makassar entfliehen wollten, steuerten wir als erstes das etwas nördlich gelegene Städtchen Rammang Rammang an. Wir kamen erst am späten Abend an und wurden herzlich von unserem Gastgeber Nasrul empfangen, dessen Bruder uns trotz später Stunde noch ein Festmahl mit Salzfisch, Gemüse und Reis kredenzte. Die Unterkunft war sehr einfach ausgestattet, aber nach kurzem Eingewöhnen erfüllt auch ein Plumpsklo und ein Eimer Wasser seinen Zweck :) Unsere Nacht war allerdings nicht so erholsam. Abgesehen von der Hitze , startete der Muezin in der Moschee nebenan seine Gebetsgesänge um 4.30 Uhr. Danach saßen wir im Bett und beteten mit. Immerhin konnten uns die Hühner und Ziegen dann schon nicht mehr wecken. Der Süden Sulawesis ist übrigens sehr muslimisch geprägt. Aus diesem Grund varriiert unser Beziehungsstatus je nach Unterkunft. Ist es nur verheirateten Paaren gestattet zu übernachten, verbringen wir gerade eben unsere Flitterwochen. Wir sind flexibel. 

Unser Homestay
Einfach aber erwfüllt den Zweck

Die  unruhige Nacht wurde aber am nächsten Morgen mit einer traumhaften Aussicht auf die umliegenden Karstfelsen und Reisfelder entschädigt. Nach einem Nasi Goreng zum Frühstück erkundeten wir gemeinsam mit Nasrul die Gegend. Die Region erinnert durch die Karstfelsen an die Halong Bay in Vietnam, jedoch liegt sie nicht im Meer. Er führte uns durch das kleine Dorf, in dem wir "großen, weisen" der absolute Hinkucker waren. Nachdem wir eine kleine Höhle mit Fledermäusen besichtigten, legten wir eine kurze Cafepause ein. Das Eco-Cafe ist ein Dorftreff aber auch stark dem Naturschutz verbunden, beschützt die Karstregion vor großen Zementfabriken und sammelt fleißig Plastikmüll. Mit Plastik gefüllte Plastikflaschen dienen hier als "Plastic Bricks" und pflastern den Boden oder werden als Zaun verbaut.


Mittagsentspannung auf der Veranda
Warten auf das Frühstück
Unser Homestay bei Nasrul
Plastic Bricks im Eco Cafe

Danach erkundeten wir mit einem Boot das anderweitig unzugängliche Dorf Kampoeng auf Stelzen, wanderten durch die schöne Karstlandschaft, durch Dschungel und erkundeten eine weitere Höhle mit riesigen Stalagmiten/Stalagtiten. Riesig war auch die Pfannengroße Spinne, die Nasrul uns schlauerweise erst nach dem Passieren zeigte. Ein Highlight war auch ein Sprung in den erfrischenden Angels Lake, ein kleiner Grundwassertümpel. 

Angels Lake
Trekking mit Nasrul
Baby Katzen auf dem Weg

Das Beste an diesem Tag war aber keine klassische Touristenattraktion, sondern die Englischstunde der Dorfkinder. Zwei Mal die Woche unterrichtet Nasrul im bereits erwähnten Eco-Cafe die Kids im Dorf und wir hatten die Ehre zu assistieren. Sie waren total aufgeregt und haben sich sehr gefreut, aber wahrscheinlich haben uns die Kinder mit ihrem Lachen und Wissenshunger noch viel mehr zurück gegeben.

Englisch-Indonesisch Unterricht
Bamboo Cafe

Den nächsten Tag sind wir entspannt angegangen, sind auf eigene Faust losgezogen und haben uns Felsenmalereien angeschaut. Der Sohn des Eco-Cafes hat uns hingeführt nachdem er seine Flipflops gewechselt hat. Diese hatte er zuvor nämlich in einem großen Kuhfladen versenkt. Wir wollten ihn warnen, aber was heißt gleich nochmal Achtung auf Indonesisch?

Höhlenmalereien

Am Nachmittag waren wir etwas verzweifelt auf der Suche, nach frischem Obst. Magnus ist losgezogen um Mangos oder Rambutan zu finden, wurde aber schnell von Nasruls Bruder eingefangen, der ihn dann mit einem Roller zurück brachte. Es hat sich wohl schnell rumgesprochen das der "Bulle" (ironischerweise das indonesische Wort für Tourist) allein durch das Dorf irrt. 

Den Abend haben wir in einem Cafe auf einem der umliegenden Hügel ausklingen lassen und wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt. Zum Abschied gab es ein tolles Abendessen mit Maisküchlein, Bambus-Kokosgemüse und frittiertemTofu. Denn um 23 Uhr kam der Nachtbus, der uns an unser nächstes Ziel brachte, das Toraja-Hochland weiter im Norden!

Cafe auf dem Hügel
Sonnenuntergang zum Abschied


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