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Klettertour statt Spaziergang

Veröffentlicht: 28.10.2026

Attraktion
Castillo de Albarracín
Albarracín, Spain
Spaziergang
Castillo de Albarracín → … → Albarracín
Albarracín, Spain

Wir wollten heute eigentlich zur Stadtmauer, aber wir haben uns dann dagegen entschieden. Wir haben ein wenig recherchiert und herumgefragt. Zur Stadtmauer hinauf geht es nur ohne Hunde. Außerdem soll der Weg sehr beschwerlich sein, ein Teil der Strecke sehr steil über loses Geröll führen und nicht abgesichert sein. Ich kann verstehen, dass diese Wanderung nur erfahrenen Wanderern empfohlen wird. Das sind wir nicht.

Zudem gibt es genug Alternativen. Wir werden das Castillo besuchen, die Burg von Albarracín. Der eine oder die andere wird jetzt vielleicht denken: Was? Schon wieder eine Burg? Ja, das kann ich verstehen, aber das hier ist nicht irgendeine Burg. Dieses Kastell ist über 1.000 Jahre alt und wurde von der muslimischen Berber-Dynastie Banu Razin errichtet, von deren Namen sich der heutige Stadtname ableitet.

Die Berber bauten ihre Festung auf einem dreieckigen Felsplateau, das an mehreren Seiten steil abfällt. Die Folge: Sie war praktisch uneinnehmbar. Schon bald wurde hier nicht mehr nur gekämpft, sondern auch gelebt, luxuriös gelebt. Archäologen entdeckten die Überreste herrschaftlicher Wohnhäuser mit Innenhöfen, Küchen und sogar einem beheizten Badehaus, einem Hammam. Das größte Gebäude umfasste 300 Quadratmeter.

Unsere Besichtigung dauerte eine gute Stunde, und langsam, aber deutlich meldete sich ein kleines Hüngerchen. Unsere Taverne hatte heute Ruhetag, und so bat ich Lumi, meine KI, um Hilfe. Sie empfahl uns ein Restaurant in einem nahegelegenen Hotel. Wir waren skeptisch, aber mangels Alternativen folgten wir Lumis Vorschlag. Alles lief rund, und wir bekamen das beste Essen unserer Reise serviert.

Mit vollem Magen machten wir uns auf den Rückweg. Icke schlug vor, wir sollten einfach immer den abwärts führenden Gassen folgen, dann würde das schon passen. Na ja, dachte ich mir, wir können’s ja mal versuchen, und packte mein Handy ein. Wir gingen nach unten, immer weiter nach unten, bis wir auf einen kleinen Trampelpfad kamen, der direkt zum Guadalaviar führte, dem kleinen Flüsschen, das rund um die Stadt fließt. So weit, so gut. Aber wie sich herausstellte, waren wir auf der anderen Seite von Albarracín, und das bedeutete fast drei Kilometer bis zu unserem Wohnmobil. Auch wenn wir schon gut drei Kilometer hinter uns hatten, wäre das noch zu machen gewesen. Aber das war kein normaler Weg, das war mehr ein Klettersteig. Wir mussten über Steine klettern, über Leitern und wackelige Hängebrücken. Die kleine Emmi musste am Ende ganz schön an der Leine ziehen, um Icke nach Hause zu bringen.

Es ist jetzt kurz nach fünf, und Icke liegt in einer Ecke unseres Stellplatzes in der Hängematte. Ich bin gespannt, ob sie da heute alleine auch wieder rauskommt.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichKulturellKulinarisch
  • Besichtigung des über 1.000 Jahre alten Castillo von Albarracín
  • Essen in einem Restaurant in einem nahegelegenen Hotel
  • Rückweg über Steine, Leitern und wackelige Hängebrücken
GeschichteKulturAbenteuerEssenArchitektur
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