Kaum in Spanien – und schon ausgeraubt!
Jetzt muss ich mich doch schon melden. Eigentlich wollte ich ja erst starten, wenn wir komplett sind – Icke kommt morgen erst mit dem Flieger in Barcelona an –, aber d


Veröffentlicht: 15.10.2026
Wir mussten quer durch Barcelona. Und ich hätte nie gedacht, dass diese Stadt in Sachen Verkehrschaos sogar Marrakesch, Rom und Paris in den Schatten stellen könnte. Polizeisirenen, Hupkonzerte und über uns hinwegdüsende Flugzeuge sorgten für einen Lärmpegel, der meinen Puls auf Krisenniveau trieb. Dazu Staus ohne Ende, nicht zuletzt wegen der fünf, sechs Mautstellen – wohlgemerkt innerhalb der Stadt!
Wir waren schon knapp zwei Stunden in Barcelona unterwegs, als mir ein Kreisverkehr verdächtig bekannt vorkam. Moment mal … War ich hier nicht schon einmal gewesen? Mein Blick fiel auf die Kilometerangabe des Navis. Noch 57 Kilometer bis zum Ziel. Komisch. Waren es vorhin nicht 56 gewesen?
Ich nahm sie trotzdem. Und stand 300 Meter später wieder vor dem Kreisel, der mir eben schon so bekannt vorgekommen war. „Die dritte Ausfahrt nehmen“, befahl die Lady. Also zurück in die andere Richtung. Ein paar Ampeln und einige Minuten später: wieder der andere Kreisel. „Die fünfte Ausfahrt nehmen.“
Verdammt! Während ich in Gedanken längst bei einem Espresso in irgendeiner Bar saß, hatte ich diese Runde womöglich schon ein Dutzend Mal gedreht. Aber wie kam ich hier wieder raus? Ich wechselte von Google Maps zu Apple Karten. Das gleiche Spiel. Einfach irgendeine andere Straße nehmen? Wie ihr vielleicht an der Skizze erkennen könnt, war das keine wirkliche Option.
Bei einer weiteren Runde um den fünfarmigen Dr. Jekyll – ich hatte die beiden Kreisel inzwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde getauft – geriet ich versehentlich etwas zu weit in eine andere Abzweigung. Plötzlich meldete sich meine Lady: „Rechts fahren auf die E90!“
