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Tage 34-42 (11.-18.11.) Rapa Nui/Osterinsel Tag 2

Veröffentlicht: 23.11.2025

Am nächsten Vormittag ging es los: Aber nicht in dem versprochenen modernen Auto (der hatte kurzfristig einen Motorschaden 😳) sondern in dem gefühlt 40 Jahre alten ziemlich klapprigen Pickup indischer Produktion unserer Vermieter.

Egal: Erster Besuchspunkt sollte die alte Kultstätte ‘Orongo’ auf der westlichen Seite auf dem Vulkan Rauno Kau sein. Leider war oben die Straße gesperrt. Angeblich gab es dort wohl eine Schlägerei zwischen Einheimischen😳😂😳 (alte Stammesfede?!).

Also umgedreht und ‘Vinapu’ angefahren - eine ebenso interessante wie auch einzigartigen Stätte. Hier existiert eine inseluntypische präzise verarbeitete Steinmauer fast ohne Lücken, quasi identisch mit den Inka-Mauern in Cusco. Eine schlüssige Erklärung (wann? von wem?) hierfür konnte bisher nicht gefunden werden.

Hier (s.u.) die erste Begegnung der Dritten Art - und auch nicht zum letzten Mal auf dieser Insel: am Eingang (bewacht von drei “Aufpassern”) mussten wir nicht nur unser Ticket (okay!) sondern erneut auch unseren Reisepass vorzeigen - und dazu noch angeben, in welcher Unterkunft wir wohnen. Dies alles wurde akribisch dokumentiert. Die Stätte betreten durften wir trotzdem nicht bzw. erst nachdem sich unser Vermieter als ‘Guide’ zu erkennen gab und mit uns reinging … mehr dazu am Ende im Resumee ….

Nächster Wegpunkt war ‘Rano Raraku’ auf der Ostseite. Am Eingang wieder die vorher beschriebene Prozedur. Diese auch “Fabrik” genannte Stätte liegt am äußeren unteren Hang eines Vulkankegels, an welchen die berühmten Moai, die steinernen Figuren aus dem Fels gehauen wurden. Man könnte meinen, die Arbeiten wurden nur kurz unterbrochen: angefangene, halbfertige, fertige, liegende und stehende Moai im Dutzend. Leider war der weitere Zugang zum Kraterinneren gesperrt.

Da mein Freund wegen akuter Gehbeschwerden die steileren Stellen nicht mitlaufen konnte, wollte er unten am Hang auf uns warten. Oben kam dann plötzlich eine völlig empörte und sich aufplusternde Aufpasserin auf uns zu, welche unseren Vermieter (=guide) ziemlich zusammenstauchte.

Was war passiert: mein Freund stand unten am Hang mit einem Wanderstock als Gehhilfe und wartete auf unsere Rückkehr. Laut ‘Regel’ müssen Gruppen wohl jedoch unbedingt zusammen bleiben. Also mussten wir wieder runter und meinen Freund zum Eingang zurückbringen - so ein Blödsinn!! … mehr dazu am Ende dieser Beschreibung …

Nur wenige Kilometer entfernt dann die wohl berühmteste Kultstätte von Rapa Nui: ‘Tongariki’. 15 stehende Moai-Steinkolosse in Reih und Glied am Felsufer mit Blick nicht auf die See sondern ‘nach hinten’ ins Landesinnere - wie übrigens auch die meistens aller anderen Moai. Leider hatte nur noch eine Figur ihren Hut auf, die Hüte der anderen Moai lagen jedoch aufgereiht in der Nähe.

Man weiß / vermutet, dass hinter diesen derartigen Moai-Reihen jeweils ein Dorf lag und die Moai dieses beschützen sollten. Insgesamt geht die Forschung von mindestens 1.000 Moai aus.

Eine Interpretation ist, dass die Moai die Abbilder wichtiger Personen aus dem jeweiligen Dorf waren. Angeblich liegen die Gebeine dieser Persönlichkeiten unter diesen Statuen. Ach so, natürlich auch hier die schon vorher beschriebene Eingangskontrolle.

Weiter ging es quer durch die Insel an die Nordküste (der östliche Inselteil Poike ist der älteste, Naturschutzgebiet und komplett gesperrt).

An der Nordostküste mehrere Stopps an interessanten Stellen: Pu’o Hiro, der sprechende Stein - Te Pito Kura, vier kleine und ein großer kugelrunder Stein - angeblich Gebetsstein (wer den großen Stein umarmt und betet, hat Glück im Leben) - Ovahe, ein kleiner, versteckt liegender Sandstrand direkt unter einer Felswand.

Dann unsere letzte und in dieser landschaftlich-archäologisch gelungenen Kombination wohl schönste Lokation auf dieser Insel: “Anakena”, eine wunderschöne Bucht, die alles bietet, was man sich unter “Südsee” vorstellt: blaues klares Wasser, einen breiten Sandstrand, dahinter Wiese, Felsen und Palmen. Und dies gekrönt von einer weiteren gut erhaltenen Moai-Reihe, vier Figuren sogar noch mit Hut.

Überraschung: KEINE Eingangskontrolle 🤣

Die Rückfahrt nach Hanga Roa ging durch das Inselinnere - also zwischen den alten Vulkanen hindurch. An den (nicht allzu langen und steilen) Steigungen bekam der Pickup echte Herzrhythmus-Störungen und Atemprobleme - 10 km/h und bedenkliche Motor- und Getriebegeräusche.😳😬

Die für den Folgetag geplante zweite Fahrt mit unserem Vermieter mussten wir (leider) absagen: “… mehr dazu am Ende dieser Beschreibung im Resumee …

Am Abend in unserem “Stammlokal” ‘Le Frits’ lecker zu Abend gegessen, einen Pisco zum Abschluss und dann 😴😴😴 .

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