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- Kapitel 20

Veröffentlicht: 19.03.2020

Auf unserem letzten Stück zum Cape Reinga, legten wir noch einen weiteren Zwischenstopp am 90 Miles Beach ein. Nach dem Überqueren von kleineren Sanddünen, staunten wir nicht schlecht über den endlos langen Sandstrand. Wir spazierten ein wenig umher, genossen aber vor allem die Ruhe und Einsamkeit. Die nächsten Strandbesucher waren so weit weg, dass man sie kaum erkennen konnte. Was uns allerdings auffiel, waren einige Autos, die am Strand hoch und runterfuhren. Darüber hinaus waren auch viele Fahrradfahrer unterwegs. Wie sich später herausstellte, ist das Entlangfahren am Sandstrand ein echter Touristenmagnet. Das hört sich jetzt vielleicht an, als ob es zu ging wie auf einer Straße, doch der Strand war so weitläufig, dass dies überhaupt nicht störte. Nur von den vereinzelten Reisebussen kam man sich kurzzeitig begafft vor.

Eine weitere Besonderheit dieses Sandstrandes ist, dass hier über 700 Wildpferde leben sollen, wie uns der Besitzer unseres Campingplatzes mitteilte. Allerdings bekamen wir leider keines zu Gesicht.

Nun war es an der Zeit, das Cape Reinga zu besuchen. Auf dem Weg dorthin, wurde das Wetter jedoch immer schlechter. Am Besucherparkplatz angekommen, verschanzten wir uns deswegen zuerst in unserem Auto. Nach dem Mittagessen ließ der Regen etwas nach und wir traten den kurzen Fußmarsch zum Lighthouse an. Von einer schönen Aussicht merkten wir jedoch nichts. Der Nebel versperrte uns jegliche Sicht und so fuhren wir, etwas enttäuscht, zurück auf unseren Campingplatz.

Am darauffolgenden Tag entschlossen wir uns kurzfristig dazu, ein zweites Mal bis an den nördlichsten Punkt Neuseelands zu fahren. Glücklicherweise spielte das Wetter dieses Mal mit und wir konnten die Aussicht genießen und sehen, wo der Pazifik auf das tasmanische Meer trifft.

Den nächsten Halt machten wir am St. Pauls Rock. Wir wurden bereits vorgewarnt, dass es ein steiler Aufstieg werden würde. Aber mit dem, was uns erwartete, hatten wir nicht gerechnet. Nach mehreren sehr steilen Etappen, kamen wir an einen Punkt des Weges, an dem man eher klettern, als wandern musste. Zur Absicherung gab es eine Kette, an der wir uns entlanghangelten. Oben angekommen, hatten wir einen Rundumblick über den Hafen, das Meer und die Hügellandschaft. Da diese kurze Wanderung nicht sehr bekannt ist, waren wir sogar ganz alleine dort oben. Erst beim Abstieg begegneten wir einer kleinen Gruppe.

Beim weiteren Abfahren der Ostküste, durfte natürlich auch ein Besuch bei den Rainbow Falls nicht fehlen. Es ist schon erstaunlich, wie viele unterschiedliche Varianten von Wasserfällen es in Neuseeland gibt. In diesem Fall floss das Wasser über einen Felsvorsprung in die Tiefe in einen Fluss. Dieser höhlenartige Vorsprung, machte den schönen Anblick noch Märchenhafter.
Wer möchte kann im Auffangbecken sogar schwimmen. Wir für unseren Teil entschieden uns jedoch, unserer Route zu folgen und uns auf, zu der Bay of Islands zu machen.

Da uns keine Aktivität hier zusagte, entschlossenen wir uns dazu, einfach die Küste entlang zu fahren. Nachdem wir die Fähre von Opua nach Okiato genommen hatten, hielten wir an Lookouts an und bewunderten die Aussicht, bevor wir unsere Reise weiter zum Matapouri Strand fortsetzten, der zu den schönsten Stränden Neuseelands zählt.

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