Potosí, Sucre & La Paz (BOL)
Von Uyuni ging es also direkt weiter nach Potosí. Eine etwas holprige Fahrt im strömenden Regen durch die Anden. Angekommen in Potosí habe ich dann versucht, mit einem Taxi zum...


Veröffentlicht: 10.04.2017
Busse aus La Paz nach Copacabana am Titikakasee fahren mehrmals täglich und die Fahrt dauert rund 4 Stunden. Eigentlich nur drei - allerdings müssen Bus und Insassen separat ein kleines Stück über den See übersetzen, da der reine Landweg wesentlich länger wäre. Und bei bolivianischen Gelassenheit dauert das auch mal direkt eine Stunde.
Ich kam also abends in Copacabana an und habe mir im Lonely Planet ein Hostel rausgesucht. Allerdings gibt es hier auch an jeder Straßenecke mindestens zwei Hostels, da wäre eine unvorbereitete Anreise nicht so schlimm gewesen.
Den ersten Tag habe ich dann den Ort angeschaut und habe dann recht naiv entschieden, den Stadtberg für die Aussicht hochzulaufen. Laut Hostelinformationen sollte das nur 30 Minuten dauern - aber das gilt vermutlich für Einheimische. Wir, die Touris, haben uns also langsam den mit losen Steinen befestigten Weg hochgekämpft und kamen auf einer Höhe von 4000m zwischenzeitlich an unsere Grenzen. Nach einer Stunde habe ich es dann aber auch geschafft und konnte die Aussicht über Land, Stadt und See genießen. Hat sich letztendlich doch gelohnt.
Am Morgen des zweiten Tages sollte es eigentlich zur Isla del Sol, einer Insel im Titikakasee, gehen. Allerdings gibt es diesbezüglich einige politische Probleme. Da die Touristen den Norden und Süden der Insel bevölkern und "nur" der Hafen im Zentrum der Insel liegt, fühlen sich die dort ansässigen Einheimischen finanziell benachteiligt. Der Konflikt ist jetzt insoweit eskaliert, dass nur noch ein Reiseveranstalter zwei Mal am Tag den Hafen ansteuern darf und somit nur ein Bruchteil an Touristen auf der Insel ist.
Die 8:30 Uhr Tour fiel allerdings aufgrund eines Gewitters sprichwörtlich ins Wasser und da ich am Abend bereits weiter nach Cusco fahre, kam die 13:30 Uhr fährt für mich nicht in Frage.
Somit hatte ich dann einen entspannten Vormittag, bevor dann gegen Mittag die Sonne herauskam und ich die Küste erkundet habe. Da kam schon fast etwas strandfeeling auf, wenn man die fehlenden 15 Grad außer Acht lässt. Und jetzt schreibe ich den Blog, bevor es am Abend für eine 11-stündige Fahrt in das peruanische Cusco geht - mit dem großen Ziel Machu Picchu!
Saludos,
Kai
