TeamStini
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Feliz Navidad und 1000 nette Menschen

Veröffentlicht: 26.03.2024

Liverpool, wunderbare Stadt. Während Christine in Madrid bei Regenwetter aber Temperaturen über 0 Celsius die Parkanlagen begutachtet und auf ihren Liebsten wartet, streunt Christian mit 2 Freunden durch die englische Stadt und schaut Fußball. Das Spiel geht zwar verloren, der Besuch wird aber immer in Erinnerung bleiben, zu cool war das ganze drum herum, vom Fanmarsch über die Pubbesuche am Vortag bis hin zur Atmosphäre an der Anfield Road.

Nach 2 Tagen ist er aber wieder da, inklusive Herrn H. aus Österreich und es wird noch Madrid besichtigt. Wir finden ein wunderbares Restaurant ein bisschen abseits der Innenstadt, wo wir richtig gute Paella essen und Christian noch ein bisschen Spanischnachhilfe von der Kellnerin bekommt. Das Essen ist übrigens so lecker, dass wir am nächsten Tag nochmal hier hin gehen. Madrid ist ganz nett. Es ist Weihnachtsmarkt, alles ist beleuchtet es bewegen sich aber auch Horden von Menschen durch die Straßen. Rund um das Stadion San Bernabeu, wo am selben Tag ein Ligaspiel von Real Madrid stattfindet, ist vergleichsweise wenig los. Wir kommen zum Fazit: für Sightseeing gibt es wohl bessergeeignete Städte, der kulinarische Faktor ist in Madrid aber ganz hoch, gefühlt alle 5 Meter kann man neue Köstlichkeiten entdecken.

Nach Madrid ist vor Madrid, wir wollen wieder ins Warme, weshalb wir Richtung Süden fahren, ohne genaues Ziel und Route. So ergibt es sich, dass wir das ganze Gebiet zwischen Valencia und Malaga abgrasen. Wir fahren mehrmals hin und her, wir sehen schlimme und wir sehen wunderschöne Dinge. Wir werden erstmals mit Maßen an Wohnmobilen und umgebauten Fahrzeugen am Strand konfrontiert und besuchen anderorts Plätze, wo wir Ruhe und Frieden finden und die warme Sonne Südspaniens genießen dürfen. Uns fällt großes Tierleid auf, Pferde und Hunde an 2 Meter Ketten auf Wiesen, beobachten aber auch Steinbockfamilien aus einer Distanz von 5 Metern, die seelenruhig das Grün von den Bäumen fressen. Die Landschaft zeigt sich uns oft kahl, trocken, ausgedörrt und nach Wasser schreiend, und ein paar Kilometer weiter laufen wir durch saftige Wiesen am Fluss entlang oder stecken unsere Füße in den Sand um ihm vom Meerwasser wieder abspülen zu lassen. Wir fahren und schlafen zwischen den Plastikhäusern, wo es stinkt und die Chemiekanister rumliegen (ja genau da wo unser Gemüse angebaut wird) und wandern an Steilküsten, wo wir uns vom türkisen Meer nicht sattsehen können. Wir verstehen die Menschheit nicht, wenn wir uns den Müll am Ufer ansehen (Christian drehte sogar ein unveröffentlichtes Wutvideo), fühlen uns aber bestätigt, wenn wir sehen, dass wir nicht die einzigen sind, die ihn wieder aufsammeln. Wir schämen uns zu dieser Spezies zu gehören, wenn wir sehen wie Camper ihr Grau- und Schwarzwasser in der Natur entleeren, freuen uns aber, dass wir vielmehr Menschen kennenlernen, die einfach nur lieb, nett, anständig und entzückend sind. Auf diese möchten wir diesmal näher eingehen und einfach ein paar Erlebnisse der letzten Wochen teilen.

Bei Franze: Ja ein wirkliches Unikat ist dieser Stellplatz und der Betreiber. Wir genießen die 2 Nächte hier im Inland von Spanien in der Nähe von Yecla. Franze ist ein guter Koch und er bereitet die Speisen sogar vegetarisch für Christine zu. Abgerundet wird der Aufenthalt von einer 1. Hilfe Maßnahme von Christian, nachdem der Nachbarsnachbar vom Nachbarshund in den Oberschenkel gebissen wurde. Druckverband, Patientenberuhigung und Tipps zur weiteren Behandlung inklusive. Danach waren wir quasi alleine am Platz, Ruhe und Frieden.

peace_shanti_und_ahoi: Santa Pola, Wohnmobilstadt, pfuh Neuland für uns. Gegenüber ein LKW, Instagramaufkleber. Christines Neugier muss befriedigt werden und sie teilt nach kurzer Zeit mit, sich jetzt ein Buch zu kaufen. Hm? Ja die 2 liebenswerten Menschen haben ein Buch verfasst. Wir kaufen es und lesen es in einem Tag aus. Ganz klare Leseempfehlung und unser Gefühl ist wieder positiv. Ein realistischer Blick auf das Leben im Wohnmobil, abseits von #vanlife und alles ist so „leiwand“. Auch wenn es nur eine kurzer Austausch war, wir werden uns wieder irgendwo treffen, viel Spaß auf eurem Lebensweg, wir warten gespannt auf das 2. Buch.

Feliz Navidad: Wieder Santa Pola, die Küste noch immer von Wohnmobilen belagert, es ist der Heilige Abend. Wir beschließen ein Festmahl zu kochen, Kartoffeln, Fakeschnitzel aus Soja und grüner Salat. Wie die Dinge so spielen steht neben uns ein nettes Mädl aus Tirol. Da könnt man doch zur Feier des Tages auch mal kurz anstoßen. Tja, nix wurde aus dem Festmahl, am nächsten Tag ging es uns 3 nicht so besonders, alles dazwischen bleibt unser Geheimnis. Danach verliefen sich unsere Wege und wir liefen uns durch Zufall am Silvestertag auf einem Berggipfel nahe Teulada über den Weg. Liebes Fräulein K., mögest du immer guten Wind haben, wir hoffen, wir kommen nochmal auf ein 8terl zusammen.

Zwischen den Feiertagen: Valencia, Besuch aus der Heimat. Das bedeutet, dass sich Christine und Fräulein C. ein Appartement gönnen und Christian mit Lilli am Campingplatz ein bisschen Zeit für sich haben. Die Stadt wird aber dank Hundetaxi gemeinsam besichtigt (kommen sie, Valencia ist wirklich schön), bevor es in das gemeinsame Ferienhaus nach, genau, Santa Pola geht. Wir machen einen kleinen Ausflug auf die Insel Tabarca und genießen ein paar Tage das Flanieren an der Strandpromenade und die Gesellschaft. Liebes Fräulein C., möge dein Prosecco immer richtig temperiert sein, es war uns eine Ehre.

Silvester: Silvester ist schon lange geplant gewesen, einer dieser Fixpunkte, die man sich vor der Reise für die Reise setzt. Wenn die Eltern eines Freundes ein Haus in Spanien haben und genug Platz um sie zu besuchen, ist das doch eine nette Abwechslung. Wir kamen uns ja ehrlich gesagt wie im Sternehotel vor. Frühstück vom Feinsten, das Herr B. da so zauberte, wir wurden herumkutschiert, es wurden wunderbare Plätze gezeigt und was am wichtigsten ist, die Gastfreundschaft von Herr B. und Frau D. waren so herzlichst, dass wir am liebsten noch etwas länger geblieben wären. Fräulein L. und Herr F. unsere gemeinsame Zeit war wunderschön, wir sollten auch zuhause öfters mal die Paellapfanne starten. #dankel*** 

Christians Eltern: Ziemlich coole Aktion, sich in dem Alter noch in den Flieger zu setzen, Mietauto zu checken und es sich in einer Finca in der Nähe von Malaga gut gehen zu lassen. Ein Abenteuer eben. Wir genießen diese Woche mit Christians Eltern in vollen Zügen. Es werden Köstlichkeiten genossen, der Strand besucht, Christian Cousin aus Deutschland kommt auch noch auf einen Umtrunk vorbei, wir lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen und machen Ausflüge nach Ronda und Granada in die Alhambra. Ronda ist wunderschön, wir essen gut, und genießen den Tag in vollen Zügen. Auch die Alhambra ist beeindruckend. Ganze 4 Stunden verbringen wir in dem alten Gemäuer wo wir sehen, wie die letzten maurischen Könige lebten und wohnten. Meine lieben Eltern, wir freuen uns schon sehr, wenn wir uns wieder sehen.

Christines Eltern: Wohnmobil Konvoi. Wir treffen uns nahe Murcia und steigen gleich mal auf einem Campingplatz bei einer Termaltherme ab. Wellness!! Aber dann? Meer oder nicht? Wir mögen Ruhe und Frieden und so erkunden wir neues Terrain. Der Nationalpark Las Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas soll es werden. Molinicos ist der erste Halt. Wunderbare kleine Stadt und eine 10 Kilometerwanderung befriedigt den Bewegungsdrang. Darauf folgt ein wunderbares und gemütliches Wochenende in Genave, mit Besuchen beim urigen Bäcker und Wanderungen zwischen Olivenhainen.

Christian will schon lange durch den Nationalpark fahren, vorher müssen wir aber noch einen kleinen Halt in der Ferreteria (kleine Eisenwarenläden) machen um einen neuen Gasadapter zu kaufen und dann ist es passiert. Was und wieso sich unsere Pläne schlagartig änderten erfahrt ihr das nächste Mal.

P.s.: Durch die vielen wunderbaren Besuche, haben wir uns in den letzten Wochen lieber mit diesen beschäftigt, als unser Dasein für die Nachwelt bereit zu stellen. Es ist schlicht unmöglich alles in den paar Zeilen unterzubringen und deshalb sei noch erwähnt, dass liebe Grüße rausgehen an alle anderen wundervollen Menschen die wir kennenlernen durften, seien es Herr H. und Frau J. in ihrem Morello, der Dude von nebenan, der früher in einer Höhle wohnte und dessen Namen wir nicht kennen, oder die liebe Frau Doktor „dreaba da Donau“. 

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