josiundjonasonjourney
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Eigentlich ein schönes Land, allerdings ist bei uns beiden der Funke nicht so ganz über gesprungen. Paraguay ist touristisch so gut wie gar nicht erschlossen, das war der eigentliche Grund dass wir uns entschieden haben dort hin zu gehen. Leider ist uns das auch ein bisschen zum Verhängnis geworden.

So langsam wird es hier Hochsommer, das heißt tagsüber 40 Grad und Nachts 25. Das ist nicht unbedingt optimal fürs Campen. Damit wir bei den Temperaturen immer eine Dusche in der Nähe haben wollten wir nur auf Campingplätze gehen. Aber in einem Land in dem Tourismus fast gar nichts bedeutet ist das wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zusätzlich waren die Straßen zu den Campingplätzen oftmals ohne 4x4 nicht befahrbar. Das wir ganz schön frustrierend.

Aber Mal wieder mit viel Glück haben wir ein paar Campingplätze an schönen Orten gefunden.

Durch Zufall sind wir nach Independencia gekommen. Hier war ein Campingplatz der in der Nähe eines Nationalparks war (in den wir dann nicht rein kamen weil die Straßen dort nur mit Geländefahrzeugen befahrbar sind). Independencia ist eine deutsche Kolonie, hier stehen alle Schilder auf deutsch und es gibt Schnitzel. Also haben wir uns gedacht das wird bestimmt lustig, Falsch gedacht! Die Menschen leben hier in einer kleinen Deutschland-Blase. Deutsche heiraten nur Deutsche und das die junge Generation jetzt Spanisch lernt "ist eigentlich eher unnötig". Aha! Als Ausländer in einem Land und die Sprache nicht lernen wollen?! Das sind mir ja die liebsten! Leider geht es noch weiter, oft hört man wenn man die Leute fragt warum die ausgewandert sind, das sie wegen dem Terrorismus Deutschland verlassen haben "das ist ja verrückt was in Deutschland abgeht" (Das klingt dann fast so wie wenn deutsche über das gefährliche Südamerika sprechen). Nachdem wir uns mit ein paar von solchen Kalibern unterhalten haben, haben wir seeeeeeehr schnell das weite gesucht.

Anschließend sind wir zum "Base Camp" Tres Kandu (der höchste Berg in Paraguay) gefahren. Naja Base Camp war ja wirklich ein süßer Ausdruck der Berg ist 842m hoch, was aber für das sonst so flache Paraguay beachtlich ist. Hier durfte man auch Campen. Die Duschen und Toiletten waren, wie soll ich sagen...vorhanden.

Am nächsten Tag haben wir den Berg bestiegen. Auch wenn es eher ein Hügel ist war es bei 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit (in der Nacht hatte es geregnet) wirklich sehr anstrengend. Am Gipfel wurden wir mit einem super Ausblick über Paraguay belohnt.

Anschließend ging es wieder zum nächsten Nationalpark, auf einen Campingplatz der von einer französischen Familie gegründet wurde. Nach unserer abenteuerlichen Reise durch Paraguay (deutsche Idioten, miserable Straßen und Brücken) haben wir uns einen Tag Urlaub vom Reisen erlaubt. Seit einem Monat sind wir jeden Tag unterwegs oder arbeiten am Auto, nun haben wir uns endlich Mal einen Tag lang entspannt und konnten an unserer Südamerika-Bräune arbeiten, was in zwei Fällen eher rot als braun geworden ist. Auch die saubere Sanitäranlagen habens uns angetan.

Um der verrückten Hitze hier zu entgehen treten wir unsere Weiterreise in den Süden mit Zwischenstopp in Buenos Aires nach Patagonien und ins Feuerland an.

¡Hasta luego! 

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