Die beiden Großstädte
Als ich in Ho Chi Minh City gelandet bin wurde ich von Anton abgeholt und zu unserem Hostel gefahren. In den nächsten Tagen waren wir mal mehr, mal weniger aktiv um uns die...

Veröffentlicht: 17.03.2017


























Hallo ihr Lieben,
tut mir sehr leid, dass ihr auf meinen Nachtrag jetzt so lange warten musstet. Leider hat Anton in Hanoi Thyphus bekommen und musste deshalb traurigerweise zurück nach Deutschland fliegen... Auch für mich bedeutet das, dass ich jetzt meine reise etwas umplanen muss, da ich in Laos und Kambodscha jetzt eine Zeit alleine und mit Olga zusammen reisen werde, aber dazu später.
Also unsere drei Ausflüge starteten mit zwei Übernachtungen auf der Insel Cat ba. Die Insel selber ist nicht unbedingt sehr schön, da sehr viel gebaut wird und sie etwas runtergekommen scheint. Umso schöner ist es jedoch wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und die Gegend erkundet. Wir sind am Ankunftstag ein bisschen wandern gegangen und letzendlich in einem kleinen Fischerdorf gelandet. Die Einheimischen waren total begeistert von uns Europäern und haben sich sehr über ein gemeinsames Foto gefreut. Vor allem aber waren sie von Antons Größe fasziniert, weshalb er sich unbedingt neben die kleinste Vietnamesin stellen sollte, damit die anderen was zu lachen hatten.
Nach unserem kleinen Ausflug haben wir uns ein Restaurant ausgesucht und dort den Rest des abends gequatscht, gegessen und Karten gespielt.
Am nächsten Morgen mussten wir um 7 Uhr raus, da wir uns eine Tagestour auf einem Boot gebucht hatten. Von 8:30 - 11:30 sind wir also auf dem Boot bis zu einem vollkommenen naturbelassenem Spot gefahren, wo jeder Kayaks bekommen hat und 2 std. damit durch die Höhlen zu den versteckten Seen fahren konnte. Man ist also durch vollkomene Dunkelheit durch eine Grotte und nach ca. 10 min. paddeln an einem verlassenen See angekommen. Um 14 uhr haben wir uns wieder am Boot getroffen und sind mit Wassertaxen zur Monkey Island gebracht worden. Auf der Insel gab es ganz viele freilebende Affen, die natürlich durch ihre aufgedrehte Art die volle Aufmerksamkeit der Touristen bekommen haben. Mit den anderen der Gruppe sind wir dann zum höchsten Punkt der Insel, haben die Aussicht genossen und sind mit dem Boot wieder in unser Hostel gebracht worden. Am nächsten morgen wurden wir mit Bus und Fähre wieder nach Hanoi gefahren.
Nach einer weiteren Nacht in Hanoi ging es dann mit dem Bus nach Mai Chau. Ein kleiner Landstrich, der zu der Provinz Hoa Binh gehört und 130 km süd-westlich von Hanoi liegt. Der Distrikt ist vor allem durch seine Reisfelder, Berge und schönen Unterkünfte bekannt. Wir haben uns für einen Farmstay entschieden und hatten ein sehr süßes Bungalow mit direktem Blick auf die Bergkette. In Mai Chau sind wir unter anderem viel in Kontakt mit den Einheimischen gekommen. Alle haben uns super nett aufgenommen und zum Essen und Trinken eingeladen. Selbst in den Genuss von selbstgebrannten Reiswein sind wir am zweiten Abend gekommen. Außerdem haben wir viel von dem traditionellen Tanz zu sehen bekommen und durften letzendlich selber mit den Kindern der Familien tanzen und spielen. Zusammengefasst waren es zwei sehr schöne Tage, um in die Kultur der Einheimischen einzutauchen, auch wenn die dort herrschende Armut im vergleich zu Hanoi sehr erschreckend war.
Nach einem weiteren Aufenthalt in Hanoi, sind wir am nächsten Tag 3 std. erneut in den Süden gefahren. Unser Ziel: die Stadt Ninh Binh. Auch hier hatten wir wieder ein wunderschönes, recht großes Bungalow, welches direkt an einem See zwischen den Bergen lag. Nach unserer Ankunft sind wir mit dem Fahrrad durch die verschiedenen kleinen Dörfer gefahren, haben uns einen sehr alten Friedhof angeschaut, einen weiteren Tempel besucht und sind gegen Nachmittag mit einem Boot durch Höhlen und beeindruckende Natur kutschiert worden. Um 19 Uhr haben wir erst bei uns im Hotel gegessen und haben danach vergeblich versucht von unserem Bungalow aus, mit einer selbstgebauten Angel der Vietnamesen zu angeln. Am letzten Tag sind wir zu einem Aussichtspunkt mit 664 Stufen gelaufen und haben den Ausblick über die Dörfer und die Großstadt genossen. Am späten Nachmittag wurden wir dann aus unserem Bungalow abgeholt und wieder nach Hanoi gebracht.