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Wave after wave - Whitsundays Day 2 / 10.11.2018

Der beste Platz auf der Apollo in der SegelhängematteAm Whitehaven Beach, im Hintergrund die ApolloSieht fast so aus, als ob wir im Schnee wären - der Sand war so weiß!

Heute morgen gab es Obstsalat zum Frühstück, den wir leider unterm Deck ziemlich gequetscht essen mussten, da es erstmal schön regnete. 

Es hörte aber auch bald auf und es ging auf einen morgentlichen Schnorchelgang, vor dem Linni und ich erstmal nicht sehr motiviert waren, da es kalt und grau draußen war und wir vor dem Trocknen danach Angst hatten. Das Wasser war aber sehr angenehm warm, wir sahen allerdings wieder nicht wirklich viel, denn der Regen hatte alles wieder aufgewühlt und die Sonne schien auch nicht. Also wurde es für uns nur ein eher kurzer Schnorchelgang, nach dem wir wieder im Schlauchboot zur Apollo transportiert wurden, unseren Neo an die Lifeline knoteten und uns trockene Klamotten anzogen - um meine Haare kümmerte ich mich schon seit gestern nicht mehr, da die durch das Salzwasser eh nicht mehr zu retten waren und so lief ich mit Löwenmähne herum, was aber keinen störte. 

Heute würden wir einen ziemlich langen Weg von der Hook Island aus zur Whitsunday Island und schließlich zum Whitehaven Beach zurücklegen, einem der längsten Strände der Welt und mit dem weißesten Sand ever. 

Wir standen eine Weile lang oben an Deck und blickten über die waldbezogenen Inseln, zwischen denen wir hindurch fuhren, und bewunderten die dichten Nebelschwaden, die über die Bergkuppen schnell aufzogen und sich scheinbar rasend auf uns zu bewegten. Das Meer schien ihnen ausweichen zu wollen und wir bemerkten erst kurz bevor er uns erreichte, dass es eigentlich dicke Regentropfen waren - so etwas hatte ich noch nie erlebt, dass man förmlich den Regen auf einen zustürmen sehen konnte. 

Alle kletterten schnell nach unten, wo wir dann einige Zeit blieben und ich mir erstmal schön einen Kaffee gönnte. 

Ich traute mich dann nach einer Weile mit den anderen wieder nach oben, aber nur nachdem ich mir meine warnhütchenfarbige Regenjacke übergezogen hatte, die auch gut den Wind abhielt und meine Körperwärme speicherte, meine kurze Hose hatte ich auch gegen meine Jogginghose ausgetauscht und so war die Temperatur eigentlich ziemlich angenehm. 

Vorne am Boot war das Segel zu einer Hängematte zusammengefaltet und ich sah meine Gelegenheit, mich dort mit hinein zu quetschen, als ein anderes Mädchen aus Sydney namens Sarah allein dort lag. Es war mega bequem und so beobachtete ich entspannt die vorbeiziehenden Wellen neben mir und die zwei Möwen, die verspielt um unser Schiff flogen und sich sogar kurz auf das Hängemattenende hinter uns setzten. Bis plötzlich der Wellengang stürmischer wurde und eine riesige Welle über uns zusammenbrach - ich sprang schnell auf und schnappte mir ein Seil, das vom Mast hing, Sarah blieb in der Hängematte und hielt sich an der Reling fest, und so verbrachten wir dann die achterbahnartige Auf- und Abbewegungen des Segelbootes und erfreuten uns an der ein oder anderen aufspritzenden Welle. Es war ein richtiges Titanic Feeling, wobei manchmal sogar die gesamte Bootsspitze in der Luft hing, nur um danach besonders heftig auf dem Wasser aufzuprallen, bis ich irgendwann zu nass war und mich in einer ziemlich riskanten Aktion und Hangelei zu den anderen in die Mitte des Bootes gesellte. 

Nach einiger Zeit kamen wir dann bei der Whitsunday Island an, wo einige nach dem Mittagessen nochmal schnorcheln gingen, wir blieben aber lieber im Trockenen - die anderen erzählten uns aber auch, dass es nicht wirklich ereignisreich war. 

Am frühen Abend ging es dann auch an einen Teil des Whitehaven Beachs, wo Linni, Till und ich erstmal etwas langliefen, nachdem wir das türkisblaue klare Wasser und den absolut hellsten Sand bewunderten, den wir jemals an einem Strand gesehen hatten. Ich musste dann auch kurz den Soundtrack von Vaiana abspielen und ein Video vom Meer machen, weil das einfach so passte. 

Manche von uns sahen auch kleine Lemon Sharks, die sich hier in Ufernähe aufhalten sollten, wir aber leider nicht. Dann chillten wir noch eine Weile mit ein paar anderen in Sand und machten noch ein paar Fotos, bis es in der Dämmerung wieder auf die Apollo ging. Dort spielten wir in einer kleineren Gruppe einige Spiele, bei denen wieder der Alkohol ausgepackt wurde und wir immer nur Wasser tranken, was später zum Running Gag wurde, denn wir würden ja wahrscheinlich morgen Früh den größten Hangover von allen haben. Es war alles ziemlich lustig mit coolen Leuten und wir bereuten es schon etwas, gleich am nächsten Abend unsere Weiterfahrt geplant zu haben, denn so verpassten wir leider die Aftershowparty in einem der Clubs in Airlie Beach. 

Das Highlight des Abends waren allerdings die beiden Haie, die wir in der Dunkelheit mit unseren Taschenlampen im Wasser verfolgen konnten, und mit den beiden großen Schildkröten, die wir heute Mittag ebenfalls vom Boot aus gesehen hatten, konnte ich nochmal 2 Tiere, die ich unbedingt hier erleben wollte, abhaken. 


Song of the day: Ich bin bereit vom Soundtrack von Vaiana, weil das eigentlich gerade diese gesamte Reise hierher zusammenfasst und der Blick aufs Meer vom Whitehaven Beach so perfekt war.

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