Sophia on the road
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If we die, we die together - Josephine Falls, Secret Places / 28.10.18

Veröffentlicht: 28.10.2018

Heute waren wir um 10:30 vor dem Backpackertravelbüro, haben auf Terry gewartet und waren gespannt darauf, wer noch mitkommen würde. Letztendlich war es ein asiatischer Kumpel von Terry, der sehr cool war und viele lustige Geschichten zu erzählen hatte - über Australien, seine Bananenfarm und komische Dinge aus seinem Leben, 2 nette Mädchen aus der Schweiz die gerade seit ein paar Monaten hier in Cairns in die Schule gehen und eine Schwedin, die wie wir erfahren haben auch den selben Trip wie wir morgen zum Great Barrier Reef gebucht hat. Da der Typ, der eigentlich noch mitkommen wollte und das große Auto hatte, betrunken war von letzter Nacht, mussten wir kurzerhand ein Auto mieten, was aber auch sehr cool war - die Aktion kostete uns nur ein paar Stunden, unter anderem blieb auch die Bankkarte von dem Mädchen aus Schweden, das Alice heißt, im Bankautomaten stecken und irgendwie lief generell so ein wenig was schief den ganzen Tag.

Endlich im Auto lernten wir Terrys Rennfahrerkünste kennen - im negativen Sinne (mal abgesehen vom verwirtenden Linksverkehr. Wir verfuhren uns einige Male, schlidderten um die Kurven am Regenwald entlang, bis wir endlich bei den Josephine Falls ankamen. 

Nach kurzem Weg durch den dichten grünen Regenwald kamen wir bei dem Wasserfall an und bogen gleich in die illegalere Richtung ab - Terry wollte uns ja die 'geheimen' Plätze zeigen - was gar nicht so ungefählich war.

Linni und ich merkten schnell bei den vielen schmalen Wurzeln durchs Dickicht und schließlich auf den glibschigen Steinen den Wasserfall hinauf, dass wir mit unseren nass werdenden Turnschuhen völlig falsch gelegen hatten, ließen sie also auf dem Weg liegen und kletterten barfuß weiter - die anderen ließen später auch ihre Flip Flops zurück. 

Als wir etwas höher bei dem großen Becken angekommen waren das den Wasserfall durch einen Infinity Pool speist, gingen wir dort erstmal schwimmen und bei dem Versuch, die rutschigen Steine wieder hinaus zukommen rutschte Linni das steile Becken in den Infinity Pool ab und zog mich mit sich. Wären wir von dort abgestürzt, wären wir bis nach unten abgestürzt, es war Adrenalin pur und Terry musste uns mit einem Handtuch wieder rausziehen was eine echte Aktion war aber als wir wieder oben waren konnten wir nur lachen. 

Die Wanderung ging weiter nach oben, der asiatische Kumpel - Wang oder so - hatte kein Bock mehr und chillte sich unten in die Sonne (und aß alle Snacks auf). Wir sprangen einmal zwischen den Felsen ins Wasser und liefen under dem Wasserfall entlang, das Wasser war sehr erfrischend.

Weiter oben verloren wir dann Linnis wasserdichte Kamera im Wasserfall und versuchten etwa eine Stunde herauszufinden, wo die Strömung sie hingertagen hatte, aber es war vergeblich. 

Auf dem Weg hinunter hatten wir alle keine Kraft mehr und die Füße taten uns weh, aber der Ausblick von oben war atemberaubend und ich ging später nochmal mit meiner Kamera nach oben um ein paar Bilder zu machen - ich vermisse übrigens die geile Kamera von Zu Hause, die ich sonst immer benutze, die kleine ist im Gegensatz dazu einfach irgendwie schlecht aber trotzdem ganz okay. Nach einem kleinen Fotoshoot in den starken Lianen unten ging es dann wieder zurück in den (etwas) zugemüllten Mietwagen und die beiden Jungs entschieden sich, nach einem kurzen Stopp bei einem coolen Ausblick über die endlosen Felder und Berge, zu einem Platz zu fahren, den sie 'The Gorge' nannten und bei dem wir hofften, den Sonnenuntergang sehen zu können. Trotz Terrys Rennfahrerfahrerei - bei der ich ihm bei einer krassen Spontanaktion mit einem rasierer einen neuen Haarschnitt perfektionierte - und einem Sprint durch den Regenwald sind wir dann aber zu spät gekommen. Der Himmel war nur noch hellrosa, aber die Schlucht, die sich dann vor uns auftat war schon beeindruckend genug. Es gab auch einige ziemlich tiefe Wasserlöcher in dem vulkanähnlichen Gestein, in denen aber nur einige von uns schwimmen waren - ich nicht. Ich hatte zu viel Angst vor dem, was da vielleicht drin leben könnte.

Es führte dazu, dass wir im Dunkeln wieder zurück laufen mussten und man glaubt es kaum, aber es war so laut in dem dunklen Wald - Wang erzählte uns, dass es tausende irgendwelcher Insekten waren, die sich paaren wollten und dabei brummende Geräusche machten. 

Meine Füße fühlten sich so schlimm an wie noch nie, aber das war es wert weil abgesehen davon dass wir total schöne Sachen gesehen hatten, waren alle in der Truppe total toll und es war eine richtig coole Roadtrip Atmosphäre.

Der Rückweg war fast genauso chaotisch wie alles andere an diesem Tag, diesmal fuhr Wang, aber obwohl er auf dem Hinweg die ganze Zeit gesagt hatte, dass Terry sein Achterbahnfahren sein lassen solle, wussten wir nicht, wer jetzt verrückter fuhr. Wir hörten coole chillige Musik und kamen dann mit den Gitarrentönen von Highway to Hell um 22 Uhr in Cairns vor unserem neuen Hostel an - dem Mad Monkey Waterfront, das direkt in der City liegt. 

Es wunderte uns, dass schon fast alle in dem 8 Bett Schlafsaal in ihren Betten lagen, und versuchten, so leise wie möglich zu sein - es hassten uns bestimmt trotzdem alle von der ersten Minute an. Wir stellten uns einen Wecker um 6 Uhr morgens, weil wir ja morgen unseren Trip zum Great Barrier Reef hatten und legten uns in 2 leere Hochbetten.


Song of the day: Dying for You von Otto knows feat noch andere Leute, das haben wir heute auf dem Weg zu den Wasserfällen gehört und ich fands n bisschen stimmig mit dem was dann passiert ist. Außerdem hat es dieses gute Laune, Summer, Fun -Feeling.


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