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Cameron Highlands

Veröffentlicht: 31.01.2026

Weiter ging es nach - unkompliziert per Bus über Passstraßen mit wilden Kurven nach Tanah Rata in die sogenannten Cameron Highlands, benannt nach ihrem britischen Kartographierer. Dieser entdeckte die Gegend erst 1885, und erst 1925 wurde die Gegend weiter erschlossen, mit dem Ziel Landwirtschaft zu betreiben und ein Erholungsgebiet zu schaffen, in dem sich die Briten von dem tropisch-feuchten heißen Klima des Flachlands erholen konnten. Und auch heute ist es auch bei Einheimischen ein beliebtes Reiseziel, da man hier bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen eine liebliche Kulturlandschaft mit vielen Teeplantagen und landwirtschaftlichem Anbau, umgeben von Dschungel und ursprünglicher Natur genießen kann.

Tanah Rata selbst war für uns relativ reizlos mit zu viel Lärm und Verkehr, aber mit aller notwendigen touristischen Infrastruktur. Wir verbrachten die nächsten Tage mit längeren und kürzeren Wandertouren durch die umgebenden nebeldurchzogenen Täler, Hügel und Teeplantagen. Einige dieser Wanderwege waren etwas anspruchsvoller, da sie wenig unterhalten wurden und durch die Regenfälle der letzten Wochen sehr ausgewaschen und teilweise schwer zu begehen waren, andere Wege waren ganz gesperrt. Also bewegten wir uns bisweilen eher kletternd, krabbelnd und rutschend vorwärts. Die Natur entschädigte für alle Mühen und die Wanderungen durch die Teeplantagen war relativ einsam (die Malayen scheinen sich allgemein nicht allzusehr fürs Wandern zu interessieren) und fantastisch. Mal durchquerten wir ein kleines Dörfchen in denen uns die Kinder der Plantagenarbeiter Abkürzungen zum richten Weg zeigten, mal querten wir Felder, in dem kleinteilig und mit viel Handarbeit gezupft, geschnitten, verpackt wurde. Und in den Teeplantagen fanden wir dann auch Lokalitäten, in denen man den Tee trinken und kaufen konnte. Sehr lecker. 

Uns fiel auf, dass vor allem die Kinder sehr aufgeweckt, freundlich und offen gegenüber Fremden waren, und viel Lebensfreude versprühten. Da mussten wir an die Kinder denken, die wir in den südamerikanischen Ländern getroffen hatten, die uns oft verschlossen und ängstlich vorkamen, zurückhaltend und wenig auf ihre Umwelt reagierend. Nur unsere subjektiven Beobachtungen, aber schon zu diesem Zeitpunkt kam uns das komisch und traurig vor. Hier nun ein starker Gegensatz und Kinder, die auch wenn sie mit anpacken müssen, wirklich Kinder sein dürfen. Wie schön!


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