Zwangspause auf der 'Peacebase'
Zwangspause auf der Peacebase

Veröffentlicht: 19.05.2025

























































Die letzten Wochen sind wir mit unseren Freunden Lara und Björn stetig in Richtung Norden gefahren. Den großen Blackout haben wir gemütlich auf der Secret. Seeds Farm bei Cord verbracht der hier mit seiner Familie einen Stellplatz unter Olivenbäumen anbietet. Es gibt Biogemüsekisten und Samen zu kaufen und insgesamt haben sie 880 verschiedene Arten von Tomaten im Repertoire. Als abends nach 10 Stunden der Strom wieder da ist, sind wir alle erleichtert.
In der Nähe von Loret 'de Mar im Hinterland gelegen fahren wir gemütlich mit unseren Freunden auf einen Stellplatz der kostenlos von der Gemeinde angeboten wird. Neben an ist eine Werkstatt und wir fragen an ob es möglich ist, hier 4 neue Reifen für unseren Laster zu bekommen, denn unsere sind alt und es fehlen inzwischen viele Noppen. Da wir ( natürlich) eine Sondergrösse haben, können die Reifen nicht über den Händler bestellt werden aber wir finden die richtigen im Internet in einer Firma in Madrid das etwa 500km von hier entfernt liegt. Als Lieferadresse geben wir unsere Werkstatt an. Bezahlen ( 1300 Euro) müssen wir natürlich im voraus. Das Warten beginnt und die Alptraumtage auch. Mit uns auf dem Platz sind bulgarische Chipsys mit vielen Kindern die sich unmöglich benehmen. Es ist Tag und Nacht extrem laut und täglich kommen neue Menschen aus der Gruppe hinzu. Sie scheißen überall hin, schreien rum und Tag und Nacht läuft laute Musik. Ein netter Spanier ruft die Polizei aber als die kommen ist es gerade ruhig auf dem Platz und so können sie nichts tun. Normalerweise würden wir an so einem Ort sofort flüchten aber wir müssen auf unsere Reifen warten die eigentlich schon längst da sein sollten. Aus zwei Tagen Lieferzeit ist inzwischen eine Woche geworden. Unsere Freunde Björn und Lara sind weiter gefahren da sie Termine in Deutschland haben und der Weg noch weit ist. Wir stornieren den Auftrag und müssen nochmals zwei Tage warten bis unser Geld wieder auf dem Konto ist bevor wir endlich fluchtartig diesen schrecklichen Platz verlassen können.
Wir versuchen unser Glück erneut zwei Dörfer weiter und siehe da... Reifen bestellt, am nächsten Tag da und noch einen Tag später hat unser Laster neue Reifen drauf. Die Montage kostete sage und schreibe 44 Euro!
Nun machen auch wir uns auf die Socken Richtung Norden und verlassen einen Tag später unser geliebtes Spanien.
An unserem ersten Stop in Gruissan treffen wir auf Christoph und Pitta die wir schon vor drei Jahren in Motril kennengelernt haben. Es ist ein schönes Wiedersehen und wir genießen den Ort mit seinen tausenden Segelbooten, schwimmenden Häusern, einer tollen Altstadt und netter Gesellschaft sehr. Doch Frankreich ist für uns nur Durchfahrtsland denn wir wollen in die Schweiz zu Freunden und dann in die Heimat an den Bodensee darum geht es für uns jetzt täglich weiter in Richtung Norden. Familie und Freunde wir kommen und freuen uns wie Bolle euch alle bald wieder zu sehen 😊